KOF Konjunkturumfrage

Geschäftslage besser - Brexit noch keine Auswirkungen

| Redakteur: Sergio Caré

Die Geschäftslage soll sich laut KOF-Umfrage bessern - Brexit hinterlässt dagegen keine Unsicherheit.
Bildergalerie: 3 Bilder
Die Geschäftslage soll sich laut KOF-Umfrage bessern - Brexit hinterlässt dagegen keine Unsicherheit. (Bild: Sergio Caré)

Der Geschäftslageindikator für die Schweizer Privatwirtschaft steigt. Insebsondere der Grosshandel und die Dienstleister blicken positiv in die Zukunft. Der Brexit hat indes in der Schweiz zu keiner nennenswerten Verunsicherung geführt.

«Insgesamt ist die Geschäftslage gut», sagt Klaus Abberg von der KOF Konjunkturforschungsstelle von der ETH Zürich anlässlich der Konjunkturumfrage Anfang August in Zürich. Der Geschäftslageindikator für die Schweizer Privatwirtschaft ist im Juli leicht gestiegen, nachdem er im Vormonat gesunken war. Insgesamt weist der Indikator seit dem Frühjahr leicht nach oben. Das «Brexit»-Abstimmungsergebnis hat diesen Aufwärtstrend nicht gebrochen. Die KOF stellte zusätzlich Fragen zum «Brexit». Auf die Geschäfte der Schweizer Unternehmen hat die neue Situation aber bisher keinen wesentlichen Einfluss. Es überwiegt der Anteil Firmen, die keine oder eine kaum spürbare Unsicherheit für ihre Geschäfte durch das Abstimmungsergebnis melden. Aber auch die Firmen, die von einem unsicherer gewordenen Umfeld berichten, bewerten ihre Lage und ihre Perspektiven nicht wesentlich anders als die übrigen Unternehmen. «Der Brexit hat die Unsicherheit in der Schweiz erhöht, aber nicht in dem Masse wie frühere Ereignisse», ergänzt Andreas Dibiasi, ebenfalls vom KOF

Uneinheitliche Entwicklung

«Die Industrie arbeitet sich langsam aber stetig aus Tal hervor», beurteilt Abberg ihre Lage. «Insbesondere die Ost-Schweiz profitiert davon, da die ansässige Metalindustrie vom Frankenschock am stärksten betroffen war», fügt Dibiasi hinzu. Dennoch: Die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und die Detailhändler sind etwas unzufriedener mit der Situation und im Gastgewerbe kühlte sich die Lage spürbar ab. Allgemein entwickelte sich die Geschäftslage in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen im Juli sowieso uneinheitlich. Eine günstigere Geschäftslage als bisher melden die Unternehmen im Grosshandel. Bei den Dienstleistern wird die Lage ebenfalls wieder als besser eingeschätzt. Ein leichtes Plus verzeichnen auch die Projektierungsbüros und die Finanzdienstleister. Im Baugewerbe hat sich die Geschäftslage nicht verändert. Der «Brexit»-Entscheid spiegelt sich also (noch) nicht in den Ergebnissen wider. Aber:« In der Industrie wird noch immer mit weniger Personal gerechnet», sagt Abberg und ergänzt, «Die Kapazatitätsauslastung ist noch immer nicht gut. Doch die positivere Stimmung lässt die Tendenz mehr Personal abzubauen sinken.» -sc-

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 44201382 / Konjunktur & Bilanzen)