Tastenbeleuchtung

07.05.2013

LED-Technik, kombiniert mit einem ausgeklügelten Aufbau, erlaubt die Realisierung von beleuchteten Folientastaturen, welche nur geringfügig dicker als die verbreitete EL-Beleuchtung sind.

Eine lange Lebensdauer, grosse Helligkeit sowie die Einzeltastenansteuerung eröffnen der Folientastatur damit völlig neue Anwendungsgebiete.

Eine gängige Methode zur Beleuchtung von Folientastaturen ist die Verwendung von EL-Folien. Durch die flache Bauweise, den geringen Strombedarf sowie eine sehr homogene Lichtabstrahlung ist die EL-Folie grundsätzlich prädestiniert für diesen Zweck. Andererseits setzen die relativ geringe Lebensdauer – je nach Ansteuerspannung beträgt die Halbwertszeit <10‘000h –, eine eher mässige Helligkeit sowie die Notwendigkeit einer speziellen Ansteuerspannung (110 VAC, 400 Hz) dieser Technologie auch enge Grenzen.

Neue Methode vereint Vorteile der LED- und EL-Technik
Eine häufig eingesetzte Alternative sind Kurzhubtaster mit beleuchteten LED-Kappen. Allerdings erfordert diese Lösung einen aufwendigen und platzintensiven Aufbau, bestehend aus einer Leiterplatte mit Tastern sowie einem, in genau definiertem Anstand montierten, Träger für die Frontfolie. Nebst dem hohen Preis stellt bei dieser Methode insbesondere die für eine einwandfreie Funktion erforderliche Präzision bei der Montage von Frontplatte mit Leiterplatte eine Herausforderung dar.

Die von Hoffmann + Krippner verwendete neue Methode vereint die Vorteile der beiden bisherigen Technologien. So wird ebenfalls die LED-Technik eingesetzt, die aber dank einem ausgeklügelten Aufbau mit Side-LEDs und Streuscheiben nur geringfügig mehr Platz benötigt als die EL-Folie. Damit lässt sich eine Tastatur aufbauen, welche bei weniger als 3 mm Dicke eine langlebige, helle und homogene Tastenbeleuchtung gestattet. Eine optionale Lichtabschottung zwischen den einzelnen Tasten erlaubt sogar die separate Beleuchtung jeder einzelnen Taste. Der Einsatz von Bi-Color oder RGB-LED ermöglicht ausserdem eine fast unbegrenzte Farbauswahl. Da der Aufbau zwingend auf einer Leiterplatte erfolgen muss, kann deren unbenutzte Rückseite zur Bestückung von Vorwiderständen und Treiber-ICs, oder sogar der gesamten kundenspezifischen Schaltungselektronik, verwendet werden.

Methode eröffnet neue Anwendungsgebiete
Die Vorzüge dieser neuen Technologie eröffnen der Folientastatur völlig neue Anwendungsgebiete. So ist beispielsweise die EL-Beleuchtung, aufgrund Ihrer hohen Spannung und Frequenz, in der Medizintechnik vielfach nicht zugelassen, während die LED basierende Tastenbeleuchtung von H+K keinen Einschränkungen unterliegt.  Auch eine Tastenbeleuchtung in heller Umgebung lässt sich mit LED problemlos realisieren und dank dem extrem flachen Aufbau findet die neue Tastatur auch in den flachsten Gehäusen noch Platz.

Eine zusätzliche Veredelung der Designfolie durch Prägen oder Aufbringen eines GT-Doms ist selbstverständlich weiterhin möglich. Auch die Kombination mit resistiven oder kapazitiven Touchscreens ist möglich. So kann eine Touchbedienung mit optisch und haptisch wahrnehmbaren Tasten ergänzt werden. Wird die Frontfolie dabei vollflächig über das Display laminiert, entstehen dabei weder Schmutzkanten noch Nachteile in Bezug auf die IP-Schutzklasse.