Bundesräte on Tour Hoher Besuch in Schwyz und Solothurn

Redakteur: Lya Bartholet

Der Bundesrat interessiert sich für den Nachwuchs und die MEM-Branche. Die Landesregierung tagte für einmal nicht in der Bundesstadt, sondern in Schwyz. Nach getaner Arbeit traf die Landesregierung die Schwyzer Bevölkerung zum Apéro und es kam zu einem Treffen mit 48 jungen Lernenden der Firma Victorinox. Hoher Besuch auch in der Sektion Solothurn. Am 1. Mai besuchte Justizministerin Simonetta Sommaruga die Fraisa SA.

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Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Gespräch mit einem Mitarbeiter der Fraisa SA.
Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Gespräch mit einem Mitarbeiter der Fraisa SA.
(Bild: Andris Linz)

Beim Treffen im Mythen Forum Schwyz begrüsste der Bundespräsident Didier Burkhalter jeden einzelnen Lernenden per Handschlag, verteilte Autogramme und lächelte routiniert in Handy-Kameras. Ein unvergessliches Erlebnis für die jungen Leute. Bevor der Bundespräsident mit seiner Rede begann, bat er alle 48 Lernenden zu sich auf die Bühne. Er richtete dann einige Worte an die Schwyzer Bevölkerung und natürlich an die Jugend. In seiner Rede würdigte Bundespräsident Burkhalter den Kanton Schwyz als Gesamtschweiz im Kleinen mit ihren Werten und Stärken, gleichzeitig offen und traditionsbewusst. Im Anschluss an die Rede durfte sich ein Lernender des Swissmechanic-Mitglieds Victorinox an die hohen Gäste wenden.

Ausschnitte aus der Rede des Lernenden

«Es bedeutet für mich sehr viel, dass die Landesregierung unseren Kanton Schwyz besucht. Dieser Besuch ist für mich ein Zeichen, dass der Grundgedanke des Föderalismus noch immer eingehalten wird. Der Föderalismus ist eine von vielen Eigenheiten der Schweiz, welche ich sehr zu schätzen weiss. Denn dieses politische System gibt uns eine gewisse Ausgeglichenheit und öffnet die Augen auch für andere Sprachen und Mentalitäten. Ebenfalls ist unser duales Bildungssystem eine dieser Eigenheiten, welche uns besonders auszeichnet, denn ich kann dank diesem Bildungsweg sowohl Praxis bezogene Fähigkeiten wie auch theoretisches Wissen lernen. Dieses System hilft uns dabei, mehr Möglichkeiten auszuschöpfen, was uns im Endeffekt schneller weiterbringt. Gerade deshalb sollte die finanzielle Unterstützung der Berufslehre und der dazugehörigen Weiterbildungen höher sein.»

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Taschenmesser als Geschenk

Im Vorfeld des Besuches in Schwyz liess der Bundespräsident von den Victorinox-Lernenden Taschenmesser zusammenbauen. Diese Taschenmesser mit dem eingravierten Text: «Offert par le président de la Confédération Suisse» wird er in diesem Jahr in der ganzen Welt als persönliches Geschenk einsetzen.

Zum Abschluss der Begegnung durften die Lernenden gleich zur Tat schreiten und den Bundesräten sowie allen Schwyzer Regierungsräten im Namen von Bundespräsident Burkhalter das spezielle Taschenmesser überreichen. Für die Lernenden der Victorinox war das ein Erlebnis, das sie sicherlich nicht mehr vergessen werden. Bundespräsident Burkhalters Fazit der Begegnung mit den Schwyzern: «Ihr macht aus unserem Sitzungstag einen Festtag.» Dazu haben die Victorinox-Lehrlinge sicher wesentlich beigetragen.

Fraisa SA – Integration in die Arbeitswelt

Bundesrätin Simonetta Sommaruga besuchte dieses Jahr am Tag der Arbeit das Swissmechanic-Mitglied Fraisa SA in Bellach (SO). Nach einem Rundgang durch einen Teil der Produktion von Zerspanungswerkzeugen diskutierte Bundesrätin Sommaruga, Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements, mit einem Dutzend Arbeitnehmenden vertieft darüber, wie die berufliche Bildung im Betrieb gefördert wird und was dies für die einzelnen Mitarbeitenden bedeutet. Neun Fraisa-Angestellte, etliche davon mit Migrationshintergrund, holen das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis «Produktionsmechaniker/in» berufsbegleitend nach. Das Angebot entstand 2012 in Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Solothurn und dem Industrieverband Solothurn. Daneben ermuntert das Unternehmen mit rund 215 Angestellten auch qualifizierte Angestellte dazu, sich weiterzubilden. «Wenn ein Unternehmen auch seinen erwachsenen Mitarbeitenden eine Ausbildung ermöglicht, lohnt sich das gleich dreifach: Für das Unternehmen, für die Mitarbeitenden und für die Gesellschaft», sagte Bundesrätin Sommaruga am Anlass. Die Wirtschaft benötige Fachkräfte. Sie begrüsse es deshalb, dass Firmen einen Beitrag zur beruflichen Bildung nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von Erwachsenen leisten. Im Gespräch wurde ausserdem deutlich: Die Ausbildung ist absolut zentral für die Integration in die Arbeitswelt und auch in die Gesellschaft. So sieht es auch Josef Maushart, Firmenchef und Präsident des Solothurner Industrieverbandes. «Hier können wir mit der Nachholbildung Gegensteuer geben», erklärt Maushart gegenüber der Solothurner Zeitung. Bewährte Fachkräfte könnten so ihre berufliche Grundausbildung nachholen. «Damit kann ein wichtiger Beitrag zur Integration dieser Menschen in unsere Gesellschaft und in unsere Arbeitswelt geleistet werden.» <<

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