Swisstech 2016

In Weltneuheit investiert

| Redakteur: Luca Meister

2000 Einpressungen pro Stunde: Durch den Roboter sind unterschiedliche Einpressungen auf beiden Seiten des Werkstücks in einem Arbeitsschritt möglich.
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2000 Einpressungen pro Stunde: Durch den Roboter sind unterschiedliche Einpressungen auf beiden Seiten des Werkstücks in einem Arbeitsschritt möglich. (Bild: Hans Eberle)

Auch dieses Jahr präsentiert sich die Hans Eberle AG an der Swisstech als zukunftsorientierter Metallbearbeitungsbetrieb. Mit den Investitionen in die weltweit dritte Haeger-Einpresszelle und in eine weitere Stanz-Lasermaschine setzt das Unternehmen seinen straffen Investitionsrhythmus fort.

Aufgrund eines langjährigen sehr komplexen Kundenauftrages hat die Hans Eberle AG seit längerer Zeit nach einer Lösung für die 100 Prozent fehlerfreie Teilefertigung beim Einpressen gesucht. Bei einem Werkstück, bei dem rund 100 Einpresselemente in fünf verschiedensten Varianten anzubringen sind, war das manuelle Einpressen für den zuständigen Mitarbeiter hoch anspruchsvoll. Trotz aufwendiger Qualitätskontrolle konnten fehlerhafte und vor allem fehlende Einpresselemente nicht verhindert werden.

Swisstech-Fokus: Vorteile und Verfahrenslösungen der neuen Einpresszelle

Bei dem niederländischen Ableger des Maschinenbauers Haeger ist man fündig geworden und konnte eine ähnliche Anlage in Dänemark besichtigen. Anhand wesentlicher Inputs der Hans Eberle AG wurde die Anlage überarbeitet und optimiert. Nach einer Projekt- und Bauphase von zehn Monaten wurde die neue Anlage im Mai in Ennenda in Betrieb genommen. Diese Einpresszelle ist weltweit erst die dritte Anlage dieser Art, woraus sich die Hans Eberle AG einen klaren Wettbewerbsvorteil verspricht. Die Einpresszelle «824 OneTouch e» wird für das automatisierte Einpressen von Befestigungselementen wie Einpressbolzen, -buchsen und -muttern eingesetzt. Die vierachsige, vollständig robotergesteuerte Maschine bearbeitet komplexe Blechteile mit über 100 Einpresselementen in fünf Varianten in einem Arbeitsgang jeweils auf beiden Seiten des Werkstücks.

Auch Serien von kleineren Teilen mit mehr als zehn Einpresselementen lassen sich auf der Einpresszelle prozesssicher und zu interessanten Kosten herstellen. Die Anlage lässt sich mit minimalem Aufwand umprogrammieren, was eine hohe Flexibilität verspricht. Je nach Anzahl der Einpresselemente ist der Einsatz des Roboters oft schon bei Losgrössen unter 50 Stück wirtschaftlich sinnvoll. Der Handlingroboter ist dabei nicht nur für die exakte Positionierung des Bauteils im Fügewerkzeug zuständig, er ermöglicht zudem eine automatische Be- und Entladung mittels Transportband.

Nebst der Automation zeichnen fehlerfreie Teile und die hohe Qualität der Einpressungen die Maschine aus. «Dank dieser Investition können wir unseren Kunden 100 Prozent fehlerfreie Werkstücke mit verschiedensten Einpresselementen zusichern», erklärt Andreas Zweifel, Geschäftsführer der Hans Eberle AG. Die Firma hat somit bei der Umsetzung der prozesssicheren Null-Fehler-Strategie einen weiteren wichtigen Schritt geschafft.

Zweite Stanz-Lasermaschine

Kapazitätsprobleme im Zuschneidecenter, das am Anfang der Wertschöpfungskette steht, haben die Hans Eberle AG zu einer weiteren Investition bewegt. Das Unternehmen investierte in eine zweite Kombi-Stanz-Lasermaschine «TruMatic 7000», die im August in Betrieb genommen wurde. Die erste dieser High-End-Maschinen von Trumpf überzeugte auch noch nach fünf Jahren Einsatz und hat die Geschäftsleitung zum Kauf einer zweiten Maschine dieses Typs bewegt. Die TruMatic 7000 kann laserschneiden, stanzen, umformen, Gewinde formen, entgraten und markieren – und sie kann, was sonst keine kann: kratzerfrei arbeiten.

Durch diese Investition und den zeitgleichen Ersatz der «TruMatic 6000», dem Vorgängermodell, konnte die Produktivität in der Abteilung stark verbessert werden. Das Zusammenspiel zwischen dem Blechtafellager und den anschliessenden Blechbearbeitungsmaschinen ermöglicht eine vollautomatische Blechbearbeitung im Drei-Schicht-Betrieb.

«Alles aus einer Hand»: neue Prozesse für das Gesamtpaket

Die Hans Eberle AG deckt mit ihrem umfassenden Dienstleistungsportfolio sämtliche Bereiche der Metallbearbeitung ab: von der Entwicklung und dem Engineering der Produktidee des Kunden bis hin zur Veredelung von anspruchsvollen Serienteilen und Montage ganzer Baugruppen.

Eine Erweiterung der Kompetenzen im Bereich Beschriftung wurde ebenfalls vorgenommen. Die neue Siebdruckanlage ermöglicht es, dem Kunden nebst Lasergravur und Tampondruck die gewünschte Beschriftung seiner Produkte anzubieten. Auch beim Laserschweissen war schon seit Längerem eine Erweiterung geplant: Mit der automatischen 2D-Laserschweissanlage konnte der Einstieg in die Laserschweisstechnologie vollzogen werden. SMM

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