Intec und Z im Aufwind – Intec-Preis für Neuheiten

| Redakteur: Anne Richter

Die Präzisionsportal-Bohr-Fräsmaschine 40V von Mikromat eröffnet neue Dimensionen zur Präzisionsbearbeitung grosser Teile.
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Die Präzisionsportal-Bohr-Fräsmaschine 40V von Mikromat eröffnet neue Dimensionen zur Präzisionsbearbeitung grosser Teile. (Bild: Mikromat)

>> Die Industriemessen Intec und Z in Leipzig erfreuen sich einem Aussteller- und Besucherzuwachs. Bereits zum elften Mal wurde der Intec-Preis für herausragende Entwicklungen in der Fertigungstechnik vergeben. Auch für Schweizer Unternehmen ist die wichtigste Fachmesse im Osten Deutschlands interessant.

ari. Mit 20 800 Fachbesuchern aus 22 Ländern und einem Ausstellerrekord von 1345 Unternehmen endeten am Freitag, dem 4. März 2011 die Fachmessen Intec und Z in Leipzig. Die Messebilanz zeigt, dass die in Deutschland einzigartige Messe-Kombination zu den wichtigsten deutschen Fachmessen der metallbe- und -verarbeitenden Industrie sowie der Zulieferindustrie zählt. Signifikant sind die hohe Qualität der Fachbesucher, die grosse Zufriedenheit der Aussteller sowie die gestiegene nationale und internationale Reichweite der Messen. Z und Intec erwiesen sich zudem wieder als gute Plattform für den Aufbau neuer Wirtschaftskontakte zwischen Ost- und Westeuropa.

Intec-Preis für Entwicklungen in der Fertigungstechnik

Der Intec-Preis würdigt innovative Lösungen und herausragende Entwicklungen in der Fertigungstechnik, dem Werkzeugmaschinen- und dem Sondermaschinenbau. Aus der Rekordbeteiligung von 37 Bewerbungen aus ganz Deutschland wählte eine Expertenjury die Gewinner in verschiedenen Kategorien aus. Die Expertenjury vergab 2011 den neu eingeführten Intec-Exzellenz-Preis an die Niles-Simmons Industrieanlagen GmbH. Der Preis ehrt zukünftig herausragende Ergebnisse in Produktentwicklung, Innovationskraft, Kontinuität der Marktbearbeitung und weitere ausserordentliche Leistungen. Die Niles-Simmons Industrieanlagen GmbH überzeugte durch ihre intensive Marktbearbeitung, ihre innovativen Produktentwicklungen und die globalen Marketingaktivitäten. Heute ist sie ein weltweit führender Hersteller von hochpräzisen Werkzeugmaschinen und Stammaussteller der Intec. Wichtig für die Jury war ebenfalls die beständige Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen. Die in diesem Jahr präsentierte, neu entwickelte Drehmaschinen-Baureihe N20 vereint zudem die Anforderungen an nachhaltige und effiziente Produktionsprozesse – wichtige Kriterien des Preises. Je nach Maschinenauslegung wurden Energieeinsparungen von bis zu 25 Prozent gegenüber einer vergleichbar ausgestatteten Maschine der Vorgängerbaureihe erzielt.

Verbundwerkstoff ersetzt Guss-Maschinenbett

Materialeinsparungen und Massereduktion erreichte das Unternehmen beispielsweise indem das konventionelle Guss-Maschinenbett durch den Verbundwerkstoff Hydropol ersetzt wird. Bei gleicher Steifigkeit und Stabilität der Maschine führt dies zu einem reduzierten Energiebedarf bei Beschleunigungsvorgängen. Darüber hinaus vermeidet eine leistungsgerechte Auslegung der Antriebstechnik Überdimensionierungen und erzielt dadurch positive Energieeinspareffekte. Weiterhin wird durch den Einsatz einstellbarer Standby-Funktionalitäten mit automatischer Abschaltung eine Optimierung der Energiebilanz erzielt.

Mit vier Längenabstufungen von 1000 bis 2500 mm Spitzenweite und einem Umlaufdurchmesser von 680 mm ist die modular aufgebaute N20 als konventionelle 2- oder 4-Achs-Drehmaschine, als Bearbeitungszentrum mit Dreh-Bohr-Fräskopf und optional zweitem Bearbeitungsmodul oder als Kurbelwellenbearbeitungsmaschine zum Aussenfräsen die optimale Fertigungslösung für kompakte Bauteile.

Mass- und Lagegenauigkeit beim Bearbeiten grosser Teile

Der Intec-Preis für Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern ging 2011 an das Dres­dner Unternehmen Mikromat. Mikromat stellte auf der Messe die Präzisionsportal-Bohr-Fräsmaschine 40V vor. Dies ist eine Portal-Maschine mit bis zu vier Meter Arbeitsbreite und Tischen mit bis zu acht Meter Länge. Diese Technologie eröffnet neue Dimensionen für die Präzisionsbearbeitung grosser Teile von bis zu 16 Meter Länge. Hauptargument für die Vergabe des Intec-Preises an Mikromat war die hohe Mass-, Form- und Lagegenauigkeit durch das Zerspanen an grossen Werkstücken in einem Masse, wie es bei der Grossteilbearbeitung maschinell bisher nicht zu erreichen war.

So ist die Maschine beispielsweise ausgestattet mit von einer Spezialfirma hergestellten Fräsköpfen modernster Konstruktion, die die Bearbeitung der Teile mit waagerechter wie auch senkrechter Spindel-Lage ermöglichen. Die extrem steifen Elemente aus massivem Guss sorgen für hohe Stabilität der Betten und Gestelle. Die zu fügenden Flächen und Führungen sind manuell gefertigt (geschabt) und die Komponenten in Präzisionsfertigung hergestellt. Die symmetrische Konstruktion aller Gestellteile gewährleistet die Orthogonalität der kartesischen Achsen auch unter Last und unter thermischen Einflüssen. Ausserdem wird die thermische Stabilität der Maschinen überwacht, durch Temperaturregelung von Hydrauliköl und Prozesskühlmittel nach der Raumtemperatur, durch Regelung des internen Kühlsystems für den Spindelstock und permanente Temperaturmessung im Raum neben der Maschine.

Impulsgreifer mit bis zu 250 Zyklen pro Minute

Zweitplatzierter hier ist die Sommer-Automatic GmbH aus Baden-Württemberg für ihren Impulsgreifer der Serie GEP9000. Der elektrisch angetriebene Parallelgreifer überzeugt mit Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz. Bei einer Greifkraft von zehn Newton schafft der Greifer bis zu 250 Greifzyklen pro Minute, was eine hohe Wirtschaftlichkeit ermöglicht. Ausserdem arbeitet der Impulsgreifer mit kurzen Stromimpulsen und wird nur während der Backenbewegungen für etwa 20 Millisekunden bestromt. Im offenen oder geschlossenen Zustand ist er hingegen stromlos und verbraucht keine Energie. Damit ist der Greifer ideal für alle Automatisierungsaufgaben, bei denen es auf sehr kurze Zykluszeiten und auch auf einen geringen Energieverbrauch ankommt.

Drehen, Bohren, Fräsen – in einer Aufspannung

Den dritten Platz belegt die Firma Schiess GmbH aus Aschersleben in Sachsen-Anhalt für ihre Entwicklung eines Verzahnungskopfes zur Integration in Bohr-, Dreh- und Fräs-Bearbeitungszentren. Mit dem Verzahnungskopf ist es möglich, an Grosswerkzeugmaschinen Werkstücke mit bis zu 16 Metern Durchmesser im Innen- sowie Aus­senbereich des Zahnkranzes komplett zu bearbeiten. Beispielhaft für den Einsatz in diesen Grössendimensionen sind Werkstücke im Bereich von Windkraftanlagen oder Zahnräder in grossen Getrieben im Schiffsmotorenbau. Die Jury erkennt insbesondere an, dass in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IFF in Magdeburg die Verbindung einer virtuellen Maschine mit einer Realsteuerung hergestellt wurde. Erst durch dieses Zusammenspiel wird eine echte simultane Entwicklung der Maschinenkonstruktion, der Steuerungssoftware und der Fertigungstechnologie möglich.

Werkstück Teil der Bearbeitungseinheit

Ein weiterer Intec-Preis für Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern ging an die Metrom GmbH aus Hartmannsdorf in Sachsen. Das Unternehmen wurde für seine innovative 5-Achs-Werkzeugmaschine zur Bearbeitung sehr grosser Teile ausgezeichnet. Das neue Maschinenkonzept ist eine in sich steife und relativ zum Werkstück kleine, mobile 5-Achs-Bearbeitungseinheit in Verbindung mit einer oder mehreren zusätzlichen Achsen. Neuartig ist die Idee, die Position der Bearbeitungseinheit durch ein abgestimmtes System von wenigen Messungen und wenigen Einstellelementen bestimmen zu können. An der jeweiligen Endposition wird die Maschine mit dem Werkstück magnetisch und mechanisch verspannt. Das grosse und schwere Werkstück selbst wird auf diese Weise Teil der Bearbeitungsmaschine. Es ist sozusagen ein Teil des Maschinengestells. Vorteil des Bearbeitungszentrums ist, dass die bewegte Masse im Vergleich zu konventionellen Maschinen kleiner als zehn Prozent ist. Damit sind die Rückwirkungskräfte entsprechend geringer und es wird kein Fundament benötigt.

Schweizer Bearbeitungs- kompetenz an der Intec

Auch zahlreiche Schweizer Unternehmen zeigten auf der Intec ihre Neuheiten und Entwicklungen auf der Leipziger Messe. Während ein Grossteil der Firmen über ihre deutschen Handelspartner auf der Intec vertreten waren, zeigten sich vor allem die Schweizer Maschinenbauunternehmen mit eigenem Messestand. SMM war auf der Intec und gibt einen kurzen Überblick.

Höchste Leistungsfähigkeit für anspruchsvolle Drehteile

Mit der Gamma 20-6B und der Sigma 32 präsentierte Tornos auf der Intec zwei Modelle, die im letzten Jahr in den Markt eingeführt wurden. Live demonstrierte Tornos die Leistungsfähigkeit der Sigma 32 am Beispiel eines anspruchsvollen Teils aus der Automobilindustrie. Diese automatische Einspindeldrehmaschine mit beweglichem Spindelstock ist insbesondere für die produktive Schwer-Zerspanung von Werkstücken bis 32 mm Durchmesser konzipiert.

Die Maschine nimmt die erfolgreiche Kinematik der Sigma 20 auf und erweitert deren Vorzüge für grössere Durchmesserbereiche. Die Kinematik beruht auf zwei gänzlich voneinander unabhängigen identischen Werkzeugsystemen für die Fertigung von Werkstücken gleicher Komplexität in der Haupt- und Gegenbearbeitung mit Spindeldrehzahlen von jeweils bis zu 8000 min–1 in der Haupt- und Gegenspindel. Für die Bearbeitung stehen zahlreiche Werkzeughalter und Zubehöre zur Verfügung, die sowohl in der Haupt- als auch Gegenbearbeitung eingesetzt werden können. Insgesamt verfügt die Sigma 32 über 22 Werkzeugpositionen, davon 16 angetriebene Werkzeuge und 6 Linearachsen. Ein zusätzliches Schruppwerkzeug an der Hauptspindel erlaubt eine bessere Schnittaufteilung bei grossen Schnitttiefen. Dennoch ist die Maschine sehr einfach zu rüsten und zu bedienen, denn die Werkzeug-Voreinstellsysteme können rasch ausgewechselt werden und der Bearbeitungsbereich ist für eine optimale Bedienfreundlichkeit grosszügig gestaltet.

Pioniere der 5-Achs- Frästechnologie

Für Starrag-Heckert aus Rorschacherberg war die Intec fast ein Heimspiel. Mit seinem Produktionsstandort Chemnitz – den ehemaligen Heckert-Werken – kann das Unternehmen auf eine lange Maschinenbautradition in der Region verweisen. So standen für das Unternehmen nicht nur regionale Kundenkontakte im Fokus, sondern auch Kontakte zu Gästen aus Osteuropa. Gebietsverkaufsleiter Hans-Joachim Kapale ist sehr zufrieden mit dem Messeverlauf: «Die Intec gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Kundenkontakte haben enorm zugenommen, da sind wir schon zufrieden. Auch aus den alten Bundesländern hatten wir Fachbesucher.»

Die Maschinen von Starrag-Heckert und SIP werden eingesetzt in der Luft- und Raumfahrt, im Transportbereich, in der Energieerzeugung und im Präzisionsmaschinenbau. Beide Unternehmen sind Pioniere in der 4- und 5-Achs-Frästechnologie, die die Fertigung komplexer Werkstücke wie Hubwellenlagerblöcke, Zylinderkurbelgehäuse, Zylinderköpfe, Impeller, Blisks, Strukturteile und Schaufeln bei höchster Produktivität ermöglicht. Die besonderen Kompetenzen liegen hier vor allem in der effizienten Bearbeitung sogenannter schwer zerspanbarer Materialien wie Titan, Inconel, Nimonic, hochlegierte Stähle und auch von Aluminium. Die komplexen Bearbeitungszentren können nicht nur als Stand-alone-Lösungen eingesetzt, sondern auch in Flexible Fertigungssysteme (FMS) integriert werden.

Manuelle und CNC-Bearbeitung auf einer Maschine

Die Fehlmann Maschinenfabrik aus Seon stellte zum ersten Mal auf der Intec auf einem eigenen Stand aus. Das Unternehmen präsentierte seine komplett neu entwickelte Präzisionsfräs- und Bohrmaschine Picomax 56 Top. Das neuartige Bedienkonzept ermöglicht, dass mit der Maschine sowohl 3-achsig CNC als auch über elektromechanische Bohrhebel und Handräder manuell gearbeitet werden kann. Fräs-, Bohr- und Gewindeschneidarbeiten an Einzelteilen werden ohne zeitaufwändiges Programmieren schnell, sicher und effizient ausgeführt. So kann die Maschine schon nach kürzester Einarbeitungszeit auch ohne Programmierkenntnisse von Fachmitarbeitern effizient genutzt werden. Die neue Maschine bietet bereits in der Grundausführung Ausstattungsmerkmale einer modernen, leistungsfähigen Fräsmaschine, wie die volldigitale Heidenhain TNC 620, einer Fehlmann-eigenen, flüssigkeitsgekühlten und drehmomentstarken Motorspindel für das universelle Fräsen bis 12 000 U/min sowie ZS-interpoliertes Gewindeschneiden, 3D-Fräsen, Ausdrehen etc. Zusammen mit den standardmässig eingebauten Direktmesssystemen, werden modernste Bearbeitungsmethoden in optimaler Genauigkeit möglich. Auch der Einsatz des optionalen automatischen Werkzeugwechslers mit 20 oder 30 Plätzen, einer 4. CNC-Achse sowie weitere sinnvolle Optionen werden angeboten.

«Die Picomax P56 Top ist eine Maschine die man sehen muss, vor allem die manuellen Bedienelemente», erklärt Fehlmann-Prokurist für Verkauf, Export und technische Beratung, Roland Sandmeier, das Intec-Ausstellungsstück und den quasi permanenten Kundenandrang am Fehlmann Stand. In den regionalen Zielmärkten Sachsen und Thüringen bietet Fehlmann ansonsten sein gesamtes breites Programm. «Das sind für uns wichtige Märkte», erläutert Sandmeier und ergänzt: «Das sind sehr gute Teilefertiger aus verschiedenen Bereichen, die unsere Maschinen in allen Typen brauchen können.»

Doppelte Produktivität mit Zweidrahttechnologie

Neu auf der Intec war das von GF Agie-Charmilles entwickelte automatische Drahtwechselsysten AWC in der dritten Generation. Da das System neu den Einsatz von Drähten mit unterschiedlichem Durchmesser und aus verschiedenen Werkstoffen ermöglicht, erlaubt es eine grössere Vielseitigkeit und Prozesskontrolle. Beispielsweise kann zur Erhöhung der Schnittgeschwindigkeit für den Hauptschnitt ein beschichteter Draht oder ein Draht mit grösserem Durchmesser verwendet werden. Der Nachschnitt erfolgt anschliessend mit einem Standarddraht, um die laufenden Kosten zu senken. Der Prozess ist besonders effizient, wenn ein Teil den Einsatz von dünnen Drähten (0,1 mm oder dünner) erfordert. Der Drahtwechsel erfolgt automatisch ohne Bedienereingriff. Durch den Einsatz unterschiedlicher Drahtdurchmesser kann vor allem bei der Bearbeitung kleinster innerer Radien viel Zeit eingespart werden. Eine hohe Wirtschaftlichkeit wird erzielt durch den Einsatz des optimalen Drahtdurchmessers für entsprechende Schnitthöhen und durch den Einsatz der optimalen Drahtsorte für die entsprechenden Qualitäten am Werkstück. Das neue AWC-System ist zu den ebenfalls neu entwickelten Highend-Bearbeitungszentren Cut 2000 und Cut 3000 optional erhältlich.

Schweizer Aussteller auf der Zuliefermesse

Auch die Zuliefermesse, die parallel zur Intec stattfindet, war für einige Schweizer Unternehmen interessant. Martin Iseli, Geschäftsführer der Tschudin und Heid AG aus Waldenburg: «Mit unserer Flugzeugtechnik und unseren Präzisionsteilen sind wir ein typischer Zulieferer und auf der Z am richtigen Platz. Das Konzept stimmt und an dem Markt sind wir interessiert, deshalb sind wir auch schon zum vierten Mal hier. Auch wenn wir uns in diesem Jahr mehr Besucher gewünscht hätten, kommen wir wieder. Ein wichtiger Grund: Die Z bietet uns die Möglichkeit, neue Gebiete in Deutschland zu erschliessen. Die Kombination mit der Intec ist perfekt und die anderen internationalen Aussteller tragen zu einem attraktiven Messeumfeld bei. Wir hatten gute qualifizierte Gespräche und gehen davon aus, dass sich daraus Geschäfte entwickeln werden, wenn vielleicht auch nicht sofort.» Eine ähnliche Einschätzung zur Zuliefermesse können auch die Toggenburger Unternehmen Angehrn AG Umformtechnik, Fritz Schiess AG und Högg Produktionstechnik AG abgeben. Die drei Unternehmen treten häufig auf Messen unter dem gemeinsamen Label «Technik aus dem Toggenburg» auf.

Titan bis Messing – Gesenkschmieden und Warmpressen

Am Stand von Angehrn erregten vor allem die warmumgeformten Teile für die Medizintechnik die Aufmerksamkeit bei den Besuchern. Am Beispiel von Endoskopscheren zeigt sich zudem die Vielfalt der Möglichkeiten des Unternehmens. Während die Einzelteile im materialschonenden Warmpressverfahren gefertigt werden, erfolgt anschliessend die Oberflächenveredelung und der Zusammenbau. Auch spanende Verfahren wie Bohren, Fräsen oder Schleifen gehören zur Angebotspalette von Angehrn. Die Rohstoffmenge wird aber immer so berechnet, dass die spanabhebende Nachbearbeitung auf ein Minimum reduziert wird. Das Unternehmen verarbeitet vor allem Chromstahl und andere anspruchsvolle Stahlqualitäten und auch Titan. Spezialist von Warmpressteilen aus Kupfer- und Aluminiumlegierungen ist die Muttergesellschaft von Angehrn, die Schwarz AG Warmpresswerk.

Höhere Qualität mit geringerem Aufwand

Feinstanzteile sind die Spezialität der Fritz Schiess AG. Die Erfinder des Feinschneidens fertigen Präzisionsteile, die zusammen mit dem Kunden entwickelt werden. Die Teile kommen überall da zum Einsatz, wo es auf Präzision und Langlebigkeit ankommt, wie beispielsweise in der Automobilindustrie und der Medizintechnik. Feinschneiden erlaubt die Fertigung hochpräziser Teile, ohne dass die Schnittflächen nachgearbeitet werden müssen, denn beim konventionellen Stanzen entstehen Abrisse auf der Schnittfläche, die nachbearbeitet werden müssen. Ausserdem ermöglicht es das Feinschneiden, mehrere Arbeitsschritte in einem Vorgang zu vereinen. Somit können Qualitätsprodukte äusserst wirtschaftlich hergestellt werden.

Profile für Ariane und für den Chirurgen

Högg Profile kommen in ganz unterschiedlichen Branchen zum Einsatz: in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizintechnik, Feinmechanik, Optik oder auch in Textilmaschinen in der grafischen oder chemischen Industrie. Die Ariane-5-Weltraumrakete fliegt mit Högg-Profilen ins All und Chirurgen fügen damit gebrochene Knochen wieder zusammen. Aber auch Wasser- und Gasturbinen produzieren damit Energie oder sie liefern Präzision für Linearführungen. Auch für die Langteilefertigung ist die Högg AG bestens ausgerüstet. Entsprechende Langbettmaschinen ermöglichen Bearbeitungen von bis zu 6300 mm Länge. Da das Unternehmen auch auf die CNC-Bearbeitung spezialisiert ist, besteht die Möglichkeit zuerst ein Profil zu fräsen, dann auf Stücklänge abzutrennen und anschliessender Fertigbearbeitung des Bauteils auf CNC-Centern. Diese Vorgehensweise ist meist kostengünstiger als jede andere. <<

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