Schweizer Qualitätszulieferer 2021: Jato Düsenbau AG Jato-Düsenbau AG investiert in die Zukunft

Von Matthias Böhm, Chefredaktor

Die Jato-Düsenbau AG stellt anwendungsspezifische Düsen für alle industriellen Anwendungsbereiche her. Dank der Investition in modernste Fertigungsmittel können kundenorientierte Düsen-Neuentwicklungen sehr schnell in den Markt gebracht werden. Das jüngste Entwicklungsprojekt eines Desinfektionsroboters «aseptobot» zeigt das Kompetenzspektrum der Jato AG eindrücklich auf.

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Ein Auszug des Kompetenzspektrums im Bereich der Düsenherstellung der Jato-Düsenbau AG.
Ein Auszug des Kompetenzspektrums im Bereich der Düsenherstellung der Jato-Düsenbau AG.
(Bild: Thomas Entzeroth)

Das 30 Mitarbeiter starke Unternehmen hat sich seit Jahrzehnten auf die kundenspezifische Entwicklung von Düsen spezialisiert. Sei es für die Stahlindustrie, Turbinentechnik, Pharma- oder Lebensmittelindustrie; immer dann, wenn eine Anwendung gefragt ist, Medien in genau definierten Mengen spezifisch zu verteilen, kommen die Jato-Experten zum Zug. Sie verfügen über ein Know-how für Düsenentwicklung, das einzigartig ist.

Zukunftsgerichtete Investitionen

Die Investitionen der Jato AG sind zukunftsgerichtet und technologisch im High-End-Bereich positioniert. CEO Roland Häfliger, der auch als Verwaltungsrat an der strategischen Ausrichtung des Düsen-Spezialisten beteiligt ist, sagt gegenüber der Redaktion: «Wir haben in den letzten Jahren konsequent auf modernste Produktionsmittel gesetzt, die uns technologisch wie auch strategisch nach vorne bringen. Mit Investitionen in Additive Manufacturing, Drahterodieren wie auch in moderne Dreh- und Fräszentren haben wir unsere Fertigungstiefe konsequent ausgebaut. Unsere jüngste Investition ist eine autarke Fertigungszelle. Auf dieser Fertigungszelle beherrschen wir den gesamten Prozess: von der Düsenherstellung ab Stange über die Montage bis zur Verpackung – Qualitätskontrollen und die Dokumentation inklusive – und das mannarm im 3-Schicht-Betrieb, auch am Wochenende.»

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Was bringen diese Investitionen? Neben den Vorteilen an Präzision, Prozesssicherheit und Planbarkeit kann der «Time-to-market-Faktor» von Düsen-Neuentwicklungen massiv verkürzt werden.

Konkret heisst das, dass durch den fertigungstechnischen Kompetenzgewinn der Prototypenbau wie auch neue Düsen-​Projekte in einer Geschwindigkeit entwickelt werden können, die vor fünf Jahren völlig undenkbar war.

Schnelle Düsen-Neuentwicklungen

R. Häfliger: «Wenn wir heute eine Anfrage zu einer Düse bekommen, können wir sie – nicht zuletzt dank Additive Manufacturing – unter Umständen bereits am folgenden Tag testen. Je nach Düse machen wir sogenannte Prototypen-Serien von beispielsweise zehn Düsen. Die Düse, die dem geforderten Sprüheffekt am nächsten kommt, wird entsprechend weiterentwickelt und so modifiziert, bis wir die perfekte Düsenform entwickelt haben. Hierbei handelt es sich um empirisch-iterative Prozessfolgen, in die unser langjähriges Know-how einfliesst.»

Neuentwicklung eines Desinfektions­roboters «aseptobot»

Hat sich die Jato AG bisher konsequent auf Entwicklung und Herstellung von Düsen fokussiert, ist sie gemeinsam mit zwei Partnerunternehmen im September 2019 – noch vor der Corona-Pandemie – in die Produktentwicklung eines Desinfektionsroboters «aseptobot» eingestiegen, der autark Räume desinfizieren kann. Die Jato AG verantwortet im Rahmen des Desinfektionsroboter-Projekts das Engineering, die Produktion und das Sprühnebelsystem.

R. Häfliger: «Der Desinfektionsroboter ‹aseptobot› ist aus dem Prototypenstadium heraus und eignet sich idealerweise für Spitäler, aber auch generell Büroräumlichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel usw., die regelmässig desinfiziert werden müssen. Wir haben bereits Anfragen von unterschiedlichen Institutionen und gehen entsprechend in die Serienfertigung des ‹aseptobots› über.»

Jato setzt konsequent auf die Ausbildung

Neben der technologischen Weiterentwicklung der Jato AG setzt das Unternehmen konsequent auf die Ausbildung, wie R. Häfliger gegenüber der Redaktion betont: «Wir haben es uns zu unserem strategischen Ziel gesetzt, in die Ausbildung zu investieren. Wir hatten bereits eine Lehrlingsabteilung, aber bisher ohne Lehrmeister. Das haben wir geändert und versuchen, jährlich ein bis zwei junge Auszubildende zu gewinnen, die wir spezifisch auf unsere Herausforderungen im Düsenbau hin ausbilden. Diese jungen Menschen können bei uns ihre technologischen Fertigkeiten entwickeln bis hin zur CNC-Technologie – Additive Manufacturing inklusive. Warum machen wir das? Junge Menschen bringen immer wieder neue Inputs in unsere Firmenstruktur, das darf man nicht unterschätzen, wir profitieren von den Ideen der jungen Menschen. Mit heute 30 Mitarbeitern können wir so einen guten Austausch zwischen der Erfahrung älterer Arbeitnehmer und der jugendlichen ‹Unbeschwert­heit› unserer jüngsten Auszubildenden schaffen. Konstruktive Diskussionen innerhalb der Generationen sind wichtig und machen die Jato AG in Verbindung mit dem ausgezeichneten technologischen Umfeld zukunftsfähig.»

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