Nie mehr zu viel Privates ausplaudern: 4 nützliche Tipps für Gespräche mit Arbeitskollegen

05.02.2020

«Im Job kann man nur über zwei Dinge wirklich unverfänglich reden: über das eigene Haustier und über positive Arbeitsangelegenheiten», so lautet das Credo einiger. Doch stimmt das?

Psssst…manche private Anekdote behält man vor Arbeitskollegen lieber für sich!

Gute Umgangsformen im Büro sind wichtig – manche private Anekdote oder polarisierende Meinung behält man lieber für sich. Dies bedeutet jedoch mitnichten alles Private totschweigen zu müssen. Doch welche Gesprächsthemen sind für die Kaffeepause angemessen und welche Themen sind tabu? 4 Tipps, wie man übertriebene Offenheit mit privaten Informationen vermeidet, ohne als verschlossener Griesgram zu gelten.

Tipp Nummer 1: An die Gesprächskultur der Firma anpassen.

Tritt man eine neue Stelle an, müssen viele neue Eindrücke verarbeitet werden. Genauso wie man sich an den Dresscode der neuen Stelle anpassen sollte, ist es weise, sich auch der Gesprächskultur anzupassen – soweit man sich damit wohlfühlt. Die Angemessenheit von persönlichen Themen ist stark firmen- und branchenabhängig. Auch ins Gewicht fällt, wie flach die Hierarchie im Unternehmen ausfällt. Tritt man eine neue Stelle an, ist man gut beraten, zuerst die neue Firmen- und Gesprächskultur zu beobachten und das eigene Verhalten daran auszurichten. Dabei kommen die viel genannten Soft Skills zum Zug: Arbeitnehmende, die emotionale Intelligenz zeigen und ihre Emotionen regulieren können, sind dabei klar im Vorteil.

Tipp Nummer 2: Reuegefühle ernst nehmen

«Wieso habe ich das bloss gesagt?», wer wiederholt zum Feierabend Reue darüber verspürt, was er oder sie im Verlauf des Tages den Arbeitskolleginnen verraten hat, muss dringend den eigenen Kommunikationsstil überdenken. Aller Wahrscheinlichkeit nach bedeutet es, dass man durch Impulsivität oder Emotionalität persönliche Grenzen missachtet. Tägliche Achtsamkeitsmeditation und die Auseinandersetzung mit eigenen Ängsten können helfen, diese Grenzen zu erkennen und sie zu respektieren. Wer durch emotionale Zustände zu viel Privates preisgibt und diese Tendenz erkennt, hat schon halb gewonnen. In diesem Fall kann man sich vornehmen, intensive Emotionen zuerst selbst zu verarbeiten, bevor man damit zu den Teamkollegen geht.

Tipp Nummer 3: Keine Monologe – kein Problem

Die Gesprächsform zwischen Mitarbeitenden ist ebenfalls eine Strategie, wie man «Oversharing» vermeiden kann. Es gilt dem Gegenüber Raum zum Reden zu geben und sich selbst zurückzuhalten. Wer kurz und knackig antwortet, kann sich nur schwer in die Bredouille reden. Wer offene Fragen stellt, aktiv und aufmerksam zuhört und den Blickkontakt hält, wirkt zudem positiver auf die Kollegschaft.

Tipp Nummer 4: Polarisierende Themen am Arbeitsplatz nur vorsichtig besprechen

Es ist immer eine gute Idee, sich selbst zu hinterfragen: Ist mein Gegenüber glücklich mit dem Gesprächsthema? Bespreche ich allerlei private Dinge und meine Teamkollegin hört nur aus Höflichkeit zu? Allgemein sensible Themenbereiche sind beispielsweise Politik, Religion und Identität. Kommt es zur Diskussion, ist es bei solchen Themen sehr schwer, objektiv zu bleiben. Auch negative Gesprächsthemen rund um Geld, Krankheit und Eheprobleme gehören wohl in die am Arbeitsplatz unpassende Kategorie. Viel gescheiter ist es, mit Allerweltsthemen – also Themen, bei denen alle mitreden können und mögen – ein lockeres Gespräch zu beginnen. Zu diesen Themen gehören zum Beispiel das Wetter, Reisen, Sport oder andere (gemeinsame) Hobbies.

Das Fazit

Alles in allem wird klar: Die Gesprächskultur des Unternehmens muss passen, der eigenen mentalen Gesundheit zuliebe. Heutzutage lässt sich leicht ein Unternehmen mit einer Gesprächskultur finden, die zu einem passt. Wer sich nicht mehr wohlfühlt im Unternehmen, sollte sich nach einem neuen Job oder nach innovativen Unternehmen umsehen.

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