Neue F-35A für Schweizer Armee Kampfjet stärkt den Werkplatz Schweiz

Von Anne Richter

Der neue Kampfjet des Typs F-35A ist nicht nur eine Investition in die Sicherheit, sondern auch eine Chance für den Technologiestandort Schweiz und für zukunftsgerichtete Arbeitsplätze. Davon ist Swissmechanic überzeugt und unterstützt deshalb eine rasche Beschaffung.

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Der Kampjet F-35A soll die Schweizer Armee verstärken. Nach Swissmechanic stärkt er auch den Werkplatz Schweiz.
Der Kampjet F-35A soll die Schweizer Armee verstärken. Nach Swissmechanic stärkt er auch den Werkplatz Schweiz.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Am 27. September 2020 hat das Schweizer Volk den Grundsatzentscheid für die Beschaffung neuer Kampfjets gefällt. Mitte 2021 beschloss der Bundesrat in der Folge, dem Parlament den Kauf von 36 Kampfflugzeugen des Typs F-35A des US-Herstellers Lockheed Martin zu beantragen. Aus Sicht von Swissmechanic, führender Arbeitgeberverband der KMU in der MEM-Branche, stärkt die Beschaffung der neuen Kampfjets nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Werkplatz Schweiz. «Die rasche Beschaffung des F-35A unterstützt die Schweizer Industrie und sorgt für positive Effekte auch im zivilen Bereich», betont Jürg Marti, Direktor von Swissmechanic. Konkret gerechnet wird mit vereinbarten direkten Offsetgeschäften für Schweizer Firmen von mindestens 20 Prozent und indirekten von mindestens 40 Prozent des Auftragsvolumens, das den ausländischen Firmen zufliesst. Das sind Aufträge in der Höhe von 2.9 Milliarden Franken für Güter und Software unterschiedlichster Art. Vieles davon ist Hightech, vieles wird Neuland sein und somit Innovation. Betrieb und Unterhalt fallen als Personalkosten, Systemunterstützung und Instandhaltung durch die Industrie an. Über die Betriebszeit von 30 Jahren wird mit Kosten von rund 9.4 Milliarden Franken gerechnet, was rund 300 Millionen Franken pro Jahr bedeutet. Das sind wiederum Arbeitsplätze im Hochqualifikationsbereich, die kontinuierlich Know-how und Kompetenzen erfordern, die wiederum der Industrie und der involvierten peripheren Wirtschaft zugutekommen werden.

Die wirtschaftlichen Impulse, die mit dem Kauf des neuen Kampfjets verbunden sind, übertreffen die Fördergelder grosser Forschungsprogramme. Die Beträge fliessen direkt in den Werkplatz Schweiz, in den Technologiestandort Schweiz, in die Ausbildung und in den Forschungsplatz. «Wir erhalten mit dem F-35A-Programm einen Hightech-Auftrag, der den Wirtschaftsstandort Schweiz voranbringt», ist die Politische Kommission von Swissmechanic überzeugt. Zulieferer und Instandhalter profitieren nicht nur von den direkten Aufträgen, sondern auch von vielfältigen internationalen Kontakten, die aus diesen Milliardenaufträgen entstehen. Diese Kontakte werden zu neuen Aufträgen und Neugründungen führen. Ein weiterer Teil des neuen F-35A-Systems sind die vier geplanten Flugsimulatoren in Payerne. Damit wird ein Technologiehub entstehen, der Arbeitsplätze für Betrieb und Unterhalt in der Region kreieren wird, mit internationaler Ausstrahlung. Auch das vom Flugzeughersteller Lockheed Martin geplante Cyber Center of Excellence im Tessin wird ein Technologiebooster über die Region hinaus sein. Wird die F-35A beschafft und damit das Cyber Center realisiert, erhält die Schweiz mit diesem Schlüsselprojekt auch die Fähigkeit, den Datenverkehr des F-35A-Netzwerks zu überwachen. -ari- SMM

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