Euroblech 2016 Laserschneiden mit «Warp-Speed»

Autor / Redakteur: Oliver Hergt, Bystronic Group / Luca Meister

Laserschneiden wie auf Speed: Zur Euroblech erweitert Bystronic den Faserlaser «ByStar Fiber» mit neuen Features. Ein brandneuer 10-Kilowatt-Laser (höchste Laserleistung im Bystronic-Angebot) beschleunigt den Schneidprozess dabei auf atemberaubende Geschwindigkeiten.

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Speed und konstante Qualität: Der neue Schneidkopf passt den Laserstrahl je nach Material und Blechdicke präzise an.
Speed und konstante Qualität: Der neue Schneidkopf passt den Laserstrahl je nach Material und Blechdicke präzise an.
(Bild: Bystronic)

Was ist schneller als 4, 6 und 8 Kilowatt? Ganz einfach: Warp-Speed. Für all jene, die im Faserlaserschneiden vorn sein wollen, gibt es eine gute Nachricht. Bystronic rüstet das Faserlasersystem «ByStar Fiber» ab jetzt mit einem 10 Kilowatt starken Laser aus. Das bringt Anwendern vor allem eines: noch mehr Speed. Und wer schnell ist, liegt vorn im Rennen, wenn es um die besten Konditionen für Schneidaufträge geht. Neben dem Gasgeben soll aber auch hochwertig produziert werden.

So etwas wie eine Turbozündstufe

Der technologische Sprung von den bisher verfügbaren 4- und 6-Kilowatt-Stufen auf das neue 10-Kilowatt-Level ist enorm. Die Laserspezialisten bei Bystronic nennen es «Warp-Speed», weil es für die neuen Geschwindigkeiten, mit denen die ByStar Fiber jetzt Bleche schneidet, einfach kein passenderes Wort gibt. Denn wie beschreibt man etwas, das noch schneller ist als das, was bisher schon rasend schnell war?

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Und tatsächlich verleiht der neue Laser der ByStar Fiber so etwas wie eine Turbozündstufe. Die Schneidgeschwindigkeiten auf der Maschine steigen mit dem 10-Kilowatt-Aggregat um das bis zu Vierfache gegenüber dem vergleichbaren Industriestandard von 4-Kilowatt-Faserlasern. Damit schneiden Anwender in der gleichen Zeit viermal so viele Teile aus dem Blech im Vergleich zu den meisten ihrer Mitbewerber. Die grössten Vorteile lassen sich dabei im Material von 3 bis 12 Millimeter Dicke erzielen. Aber auch in höheren Blechstärken bis 30 Millimeter macht der 10-Kilowatt-Faserlaser mächtig Dampf unterm Dach.

Neuer Schneidkopf mit «Spot Control»

Hohe Schneidgeschwindigkeiten allein führen aber noch nicht zum Ziel. Anwender wissen das. Und Bystronic weiss das auch. Die hohe Laserleistung muss optimal in den Schneidprozess integriert werden. Denn Geschwindigkeit nützt nichts ohne konstante Qualität. Deswegen schickt Bystronic zur Euroblech gleich noch eine weitere Neuheit hinterher. Die ByStar Fiber erhält neben dem 10-Kilowatt-Laser auch einen neuen Schneidkopf. Bystronic hat diesen selbst entwickelt und designt. Damit unterscheidet sich die neue Schneidtechnologie von der vieler anderer Anbieter am Markt. Hier steckt Schweizer Know-how drin.

Für hochwertiges Faserlaserschneiden auf der ByStar Fiber ist der Schneidkopf ein Kernelement. Und seine Relevanz erhöht sich mit der steigenden Laserleistung und mit dem dadurch auch breiter werdenden Anwendungsspektrum. Die ByStar Fiber schneidet Edelstahl, Aluminium, Buntmetalle, Baustahl, und all das in dünnen bis hohen Materialstärken. Um in diesem breiten Materialmix stets die beste Schneidqualität zu erzielen, muss der Schneidkopf den Schneidprozess flexibel an wechselndes Material und dessen Eigenschaften anpassen. Und das bitteschön automatisch, ohne Eingriff des Bedieners. Damit das funktioniert, verpasst Bystronic dem Schneidkopf die Funktion «Spot Control».

Diese neu entwickelte Funktion formt den Laserstrahl. Je nach Blechdicke und Material passt Spot Control den Fokuspunkt des Laserstrahls exakt an. Damit erzielt die ByStar Fiber in wechselnden Blechdicken und Schneidmaterialien stets die optimale Bearbeitungsqualität – und das bei Warp-Speed.

ByTrans Extended und ByTrans Cross

Höchste Prozessgeschwindigkeiten. Ein Schneidkopf für den breiten Materialmix. Was bleibt da auf der Wunschliste noch offen? Ein wichtiger Punkt: Automation. Denn wer mit hohen Geschwindigkeiten schneidet, muss das nötige Rohmaterial auch schnell zuführen und anschliessend flott wieder abräumen. Eine ByStar Fiber mit 10 Kilowatt reisst richtig was weg. Der Speed dieses Lasersystems schreit nach einer Automationsstufe.

Deswegen ergänzt Bystronic die ByStar Fiber auf Wunsch mit passenden Automationslösungen. Zur Auswahl stehen die Be- und Entladesysteme «ByTrans Extended» und «ByTrans Cross». Auf der Euroblech zeigt Bystronic eine mögliche Kombination mit ByTrans Extended als Stand-Alone-Lösung. Dabei übernimmt ByTrans Extended die komplette Materialzu- und abfuhr: Rohbleche auflegen und nach dem Schneiden fertige Teile und Restbleche sauber abräumen. Darüber hinaus bietet die Automationsstufe vielfältige Möglichkeiten des Materialhandlings. ByTrans Extended ist mit zwei Kassetten ausgestattet. Diese halten nicht nur Rohmaterial bereit, sondern können auch fertige Schneidteile aufnehmen. Insgesamt gibt das viel Spielraum für automatisiertes Laserschneiden.

Das zweite Automationssystem ByTrans Cross funktioniert ähnlich wie ByTrans Extended. Nur bietet es dem Anwender über die Materialzufuhr hinaus flexiblere Möglichkeiten der Teile- und Restblechentnahme. Anders als ByTrans Extended steht ByTrans Cross seitlich zum Wechseltisch des Laserschneidsystems. Diese Aufstellung und verschiedene Upgrade-Optionen erhöhen die Funktionalität beim Abräumen.

So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, fertige Teile und Restbleche auf einer zusätzlichen Abladeposition neben dem Laserschneidsystem zu platzieren. Mobile Materialwagen, auch das eine Upgrade-Option von ByTrans Cross, können dann an den Abladepositionen bereitstehen und fertige Teile aufnehmen. Während die Teile dann manuell sortiert werden, läuft ByTrans Cross einfach weiter und liefert der ByStar Fiber schon neue Rohbleche zum Schneiden an.

Schneiden im Grossformat 4020

Und noch ein Feature präsentiert Bystronic, um das Potential der Faserlasertechnologie auf der ByStar Fiber voll auszureizen. Die ByStar Fiber erscheint neu auch im Grossformat 4020. Damit schneiden Anwender auf dem Lasersystem Blechtafeln von bis zu 4 mal 2 Metern. Das gibt viel Raum. Einerseits um mehr Schneidteile auf dem grösseren Blech unterzubringen. Damit erhöht sich die produktive Phase im Schneidprozess. Und andererseits um auch grosse Schneidteile zu produzieren, die so nicht auf Standardblechtafeln von 3 mal 1,5 Metern passen.

Damit erweitern Anwender ihre Angebotspalette. Und das wiederum ist ein wichtiger Aspekt, um Mitbewerber hinter sich zu lassen. SMM

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