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Komplexe Bauteile komplett bearbeiten Mit Komplettbearbeitung Bearbeitungszeiten senken

| Autor / Redakteur: Nikolaus Fecht / Anne Richter

Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum Bumotec S191 bietet Konstrukteuren grosse Freiheiten bei der Entwicklung komplexer Bauteile. Gleichzeitig ermöglicht das Dreh-Fräszentrum eine Komplettbearbeitung dieser Bauteile. Messtechnik-Spezialist Kroeplin hat seine Kosten um 30 Prozent gesenkt.

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Bereits vom Spannen der Bauteile für die Kroeplin-Handtaster hängt die spätere Bearbeitungsqualität ab. Die S191 hat sich hier wegen der Komplettbearbeitung bewährt.
Bereits vom Spannen der Bauteile für die Kroeplin-Handtaster hängt die spätere Bearbeitungsqualität ab. Die S191 hat sich hier wegen der Komplettbearbeitung bewährt.
(Bild: Starrag/Ralf Baumgarten)

Ein erstaunliches Phänomen beobachtete Starrag bei dem hessischen Längenmesstechnik-Spezialisten Kroeplin: Das erste Bumotec-Bearbeitungszentrum S191 ist bei den Kroeplin-Konstrukteuren sehr beliebt, weil es ihnen mehr Freiraum zur Entwicklung deutlich komplexerer Bauteile lässt. Dank des Zusammenspiels von Maschine und Innovationskraft wuchs das Auftragsvolumen immer mehr, so dass sich das Unternehmen für den Kauf einer zweiten S191 mit den gleichen Extras entschied.

Medizintechnik-Kompetenz überzeugt Messtechnik-Spezialisten

Der Mittelständler entwickelt und produziert in Schlüchtern und im tschechischen Marienbad mit 70 Mitarbeitern Handtaster u. a. zum Messen von Durchmessern, Wanddicken und Materialstärken. Die Glasindustrie ermittelt mit Kroeplin-Handtastern z. B. die Wandstärke von Flaschen an schwer zugänglichen Stellen, medizinische Institute messen damit die Hautfalten von Menschen und Tieren. «Wir entschieden uns vor sieben Jahren für die Bumotec, weil die auf ihr gefertigten Medizintechnikteile sowohl hinsichtlich Geometrie als auch Werkstoff unseren Teilen sehr ähnlich waren», erinnert sich Geschäftsführer Markus Deberle.

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Erhöhung der Produktivität dank Geisterschicht

Beeindruckt hat den Geschäftsführer auch der optionale Einsatz eines Stangenlademagazins: Es ermöglichte Kroeplin, die Maschine mannlos in der Nacht und am Wochenende laufen zu lassen. Zum Einsatz kommt daher auch eine Feuerlöschanlage, die in der EU vorgeschrieben ist bei Maschinen, die in Geisterschichten mit Öl als Kühlschmierstoff Werkstoffe zerspanen.

Komplettbearbeitung senkt Bearbeitungszeit und Kosten um mindestens 30%

Zum Teilespektrum zählt auch ein kleiner Messtaster, der früher auf 3 verschiedenen Maschinen und in Handarbeit entstand. Die Bumotec schafft es dagegen, derart komplexe Bauteile komplett aus dem Vollen direkt von der Stange zu fräsen, ohne dass noch irgendeine Handarbeit erforderlich ist – wenn es darauf ankommt sogar in Geisterschicht. Dank Komplettbearbeitung konnte Kroeplin daher Bearbeitungszeit und Kosten generell um mindestens 30 Prozent senken.

Nummer eins im Dauereinsatz

Schnell stiess Kroeplin an die Belastungsgrenze der Bumotec S191, die sich schliesslich 7200 Stunden pro Jahr im nahezu ununterbrochenen Dauereinsatz befand – bei insgesamt rund 8000 jährlichen Betriebsstunden. «Da blieb kaum Zeit für Wartung und Instandhaltung», erinnert sich Deberle. Für den Kauf einer zweiten S191 sprach auch die bewährte Strategie, mindestens zwei Maschinen zu verwenden, die gleich ausgestattet sind und daher problemlos den Job der anderen übernehmen können.

Kroeplin setzt auf Duo-Strategie

Deberle setzte daher auch bei der zweiten Bumotec auf identische Ausstattung, weil er auch bei ihr das gesamte Können ausreizen wollte. Auch Nummer zwei besitzt daher unter anderem linear angetriebene Achsen, Dreh-Fräsfunktionen und ein erweitertes Magazin mit 90 Werkzeugen. Die Entscheidung ist verständlich, hat doch bereits eine S191 die Arbeit von drei Maschinen übernommen. SMM

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