Mit modernen Technologien eigenes Auto fertigen

Mit VR designen, mit KI entwickeln und per 3D-Druck fertigen

| Autor / Redakteur: Michael Eckstein / Nico Litzel

Schön flach: Auch von hinten macht "La Bandita" eine sehr gute Figur.
Schön flach: Auch von hinten macht "La Bandita" eine sehr gute Figur. (Bild: Hackrod)

Autos von der Stange sind Ihnen zu langweilig? Dann entwerfen und fertigen Sie doch ihr eigenes! Das elegant geschwungene Concept-Car „La Bandita“ zeigt, was möglich ist, wenn moderne Technologien ineinander greifen.

Das klingt verrückt: Kunden setzen sich eine Virtual-Reality-Brille auf, designen auf Basis einer Plattform mithilfe Künstlicher Intelligenz ihr persönliches, massgeschneidertes Auto, und lassen es komplett per industriellem 3D-Druck fertigen.

Das Concept-Car „La Bandita“ von Hackrod, einem US-amerikanischen Start-up-Unternehmen, zeigt, was demnächst möglich sein soll. Da es in Kalifornien so gut wie nie regnet, konnten ihre Väter „La Bandita“ im Stil klassischer, offener Speedster designen – eine Reminiszenz an alte Rennwagen wie den Mercedes Silberpfeil. Für rasanten Vortrieb sorgt ein Elektroantrieb von Tesla.

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Das junge Unternehmen will die Art und Weise, wie Autos gefertigt werden, grundlegend verändern und den gesamten Prozess „demokratisieren“ – Hackrod spricht ganz unbescheiden von einem völlig neuen Fertigungs-Paradigma. Dazu hat Hackrod eine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich durchgeführt und niemand geringeren als Siemens als Unterstützer ins Boot geholt. Der deutsche Grosskonzern will mit seiner „Digital Innovation Platform“ den Design- und Fertigungsprozess beschleunigen.

Siemens steuert Software- und Cloud-Plattform bei

Die schöne „La Bandita“ im Massstab 1:1: ist ein „Proof of Concept“. Der Speedster wird generativ aus Aluminium gefertigt, sowohl der Rahmen als auch das Chassis. Siemens stellt Hackrod dafür mehrere Design- und Engineering-Werkzeuge seiner PLM-Software zur Verfügung, darunter die NX-Software sowie das neue Cloud-basierte Collaboration-Portal Solid Edge. Darüber hat Hackrod nach eigenen Angaben Zugriff auf die neusten Tools und könne Produkte schnell entwerfen, testen und herstellen, ohne über eine eigene industrielle Infrastruktur und teure Fertigungsanlagen besitzen zu müssen.

„Wir nutzen in unserer Plattform Virtual Reality als Design-Werkzeug sowie industrielle IoT-Vernetzungen und maschinelles Lernen, um die Entwicklungssysteme stetig zu optimieren“, erläutert Dr. Slade Gardner, Hackrods Chief Technology Officer. Ein industrieller 3D-Grossdrucker baue aus den Daten schliesslich das Fahrzeug auf. So können man ästhetisches Design, zuverlässige Entwicklung, moderne Fertigungsverfahren und unmittelbares Qualitätsmanagement kombinieren.

„Hackrods Vision für das Automobil-Design ist ein spannender und einzigartiger Einsatz unserer Design- und Engineering-Software“, sagt Bob Haubrock, Senior Vice President von Siemens PLM Software. Der Ansatz entspreche genau der Vision von Siemens für zukünftige Fertigungen.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Eletronikpraxis.

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