Betriebssystem Neues Kuka-Betriebssystem soll Automatisierung einfach machen

Redakteur: Katharina Juschkat

Einfacher Zugang zu Robotik, so lautet das ambitionierte Ziel von Kuka, das sie auf der kommenden digitalen Hannover Messe vorstellen wollen. Der Grundgedanke dabei: Ein so simples Betriebssystem schaffen, dass Automatisierung für jedermann möglich wird.

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Automatisierung muss einfach zu bedienen sein, so die Idee von Kuka.
Automatisierung muss einfach zu bedienen sein, so die Idee von Kuka.
(Bild: Kuka)

Auf der digitalen Hannover Messe zeigt Kuka die Vorschau auf ein neuartiges Betriebssystem, mit dem Automatisierungslösungen einfach und intuitiv bedient werden sollen. Der Hintergedanke des neuen Systems ist es, Automatisierung für alle verfügbar zu machen, und nicht mehr durch komplizierte Bedienung Experten vorzuenthalten.

Der CEO erklärt die Kuka-Strategie: „Unsere Mission bis 2030 lautet: Automatisierung wird einfacher, intuitiver und dadurch für alle verfügbar. Das lässt die Eintrittsschwelle sinken.“

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Neue Software soll in jedes Kuka-Produkt

Nicht mehr die Hardware alleine, sondern die Software machen heute ein Produkt wertvoll. Kuka bietet deshalb vom Robotik-Bauteil bis zu komplex vernetzten Anlagen alles an. Dazu ist ein Betriebssystem nötig, das Zugang zu einem ganzen Ökosystem aus Programmen oder Apps, Services und Zubehör anbietet.

Einen Roboter zu programmieren ist dann so einfach wie heute das Arbeiten am PC.

Peter Mohnen, CEO von Kuka

Das langfristige Ziel von Kuka: Jedes Kuka-Produkt soll einmal mit dem neuen Betriebssystem ausgestattet sein. In den Fokus will das Unternehmen dabei auch den Nutzen für seine bestehenden Kunden stellen. Der Automatisierungskonzern will also nicht nur den Zugang für Neueinsteiger erleichtern, sondern auch die bestehende Kundenbasis weiterentwickeln.

Prototypen des Systems sind seit Ende 2020 bei verschiedenen Kunden im Einsatz. Dabei geht es weniger um das Produkt „Roboter“ alleine, sondern vielmehr um seinen Einsatz und die Anwendungsmöglichkeiten.

Automatisierungsschub durch Corona?

Durch die Coronavirus-Pandemie haben sich Lieferketten, Arbeitsalltag und Produktionsabläufe verändert. Neue Technologien unterstützen die Industrie dabei, sich nachhaltig auf diesen Wandel einzustellen. Kuka nennt dabei die Automatisierung, Robotik und Digitalisierung als wichtige Elemente für eine robuste und widerstandsfähige Industrie.

Kuka-Vorstandschef Mohnen erklärt: „Nach der Coronavirus-Pandemie wird es besonders in der Logistik und im Healthcare-Bereich einen echten Schub zu mehr Automatisierung geben, der sich mittelfristig stark bemerkbar machen wird.“

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal elektrotechnik.vogel.de

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