Emissionsreduktion Optimierte Feuerungstechnik für Schifffahrt und Industrie
Ein spezielles Düsensystem für Marine-Brenner erweitert den Regelbereich auf 1:15 und senkt den CO-Ausstoß selbst mit Schweröl auf unter 20 mg/m³
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Mehr als eine Milliarde Tonnen CO2 stoßen Schiffe weltweit jedes Jahr aus. Hinzu kommen weitere Schadstoffe, allen voran NOx. Selbst bei der Einfahrt in den Hafen und der dortigen Verweildauer sind die Emissionswerte kritisch: Allein in den sechs bis acht Stunden, die ein Schiff durchschnittlich anliegt, können die Motoren großer Schiffe bis zu 60 Tonnen CO2 sowie 1,2 Tonnen NOx produzieren. Doch auch durch die Erzeugung von Warmwasser und Dampf an Bord entsteht ein nennenswerter Teil dieser Emissionen. Um diese zu reduzieren, hat die Saacke GmbH, Spezialist für Feuerungsanlagen für Schifffahrt und Industrie, eine optimierte Feuerungstechnik entwickelt. Dazu wird unter anderem ein spezielles Düsensystem mit gezielter Luftzufuhr eingesetzt, das den Regelbereich des Brenners auf bis zu 1:15 erweitert und dadurch den CO-Ausstoß auf unter 20 mg/m³ bei Nennleistung senkt. Erstmals vorgestellt wird die neue Technik auf der SMM in Hamburg.
Der Dampfdruckzerstäuber DDZ-M wurde eigens für die Seefahrt entwickelt und kann grundsätzlich auf Schiffen mit hohem Wärmebedarf und bei FPSO- Einheiten eingesetzt werden. Herzstück dieser Neuentwicklung ist ein spezielles Düsensystem, das eine interne Brennstoffstufung ermöglicht und auf dem Prinzip der Dampfdruckzerstäubung basiert. Mittels Druck wird Wasserdampf in den Düsenschaft geleitet, gleichzeitig wird der Flüssigbrennstoff über einen Ringspalt in die Düse eingebracht. Das Gemisch aus Dampf und Öl wird dann durch den Düsenkopf in den Feuerraum gepresst und auf diese Weise sehr fein zerstäubt und verbrannt.
Um eine optimale Feuerung zu erzielen, ist eine ideale Verteilung des Ölnebels in der Brennkammer besonders wichtig: Wird das Öl zu fein zerstäubt, verbrennt es zu schnell, was zu einer erhöhten Bildung von Stickoxiden führt. Doch auch zu langsames Verbrennen durch eine zu grobe Zerstäubung ist von Nachteil, da in diesem Fall Rückstände bleiben. Gleichzeitig sollte die Temperatur möglichst niedrig gehalten werden. Deshalb ist die Anlage so konzipiert, dass die Reaktion in der Brennkammer über eine gezielte Zufuhr sowohl der Verbrennungsluft als auch des Dampf-Brennstoffgemisches gesteuert werden kann. Nur so lässt sich die CO-Emission auf unter 20 mg/m³ reduzieren.
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