Kennametal: PKD-Werkzeuge PKD-Schneiden sind produktiver

Redakteur: Konrad Mücke

Die aktuell von Kennametal vorgestellten Werkzeuge mit polykristallinen Diamantschneiden ermöglichen es, Bauteile aus Aluminium besonders effizient zu bearbeiten.

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Kurzfristig stehen individuell auf spezifische Bearbeitungen abgestimmte Bohr- und Reibwerkzeuge mit PKD-Schneiden zur Verfügung.
Kurzfristig stehen individuell auf spezifische Bearbeitungen abgestimmte Bohr- und Reibwerkzeuge mit PKD-Schneiden zur Verfügung.
(Bild: Kennametal)

Im Vergleich zu herkömmlichen Hartmetallwerkzeugen arbeiten die PKD-Werkzeuge bis zu zehnfach produktiver. Ihre Schneiden sind besonders verschleissfest. Selbst beim Bearbeiten sehr abrasiver Aluminiumlegierungen (mit hohem Siliziumgehalt) erreichen die Bohrer, Reibahlen und Schaftfräser mit ihren PKD-Schneiden besonders lange Werkzeugstandzeiten.

Produktiver

«Mit unseren neuen PKD-Werkzeugen lassen sich Bauteile aus Aluminium deutlich schneller bearbeiten. Fertigungsbetriebe verwirklichen damit eine höhere Produktivität», erklärt Michael Hacker, Produktmanager bei Kennametal. «Beim Bohren und Reiben arbeiten diese Werkzeuge durchweg mit Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 900 m/min. Fräsbearbeitungen können sogar mit 6000 m/min Schnittgeschwindigkeit durchgeführt werden. Das ist weitaus schneller, als dies mit herkömmlichen Werkzeugen möglich wäre.»

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Universell

Dank der inneren Kühlmittelzufuhr und der für Minimalmengenschmierung geeigneten Schnittstelle am Schaft eignen sich die neuen PKD-Werkzeuge universell zum Schruppen und zum Schlichten. Dank der äusserst scharfen Schneiden und der besonders reibungsarmen Spanflächen gehören Bedenken bezüglich der Bildung von Aufbauschneiden der Vergangenheit an. Somit verwirklichen beispielsweise die Reibwerkzeuge mit PKD-Schneiden hervorragende Oberflächengüten. Mit ihnen lassen sich Rautiefen Ra 0,1 µm bis Ra 0,8 μm realisieren.

Lange Standzeiten

Speziell die mit der PKD-Sorte KD1410 ausgestatteten Werkzeuge erreichen besonders lange Werkzeugstandzeiten. Dies ist vor allem beim Bearbeiten von Aluminium mit einem hohen Siliziumgehalt vorteilhaft. Das betrifft beispielsweise das Bearbeiten von Motorblöcken oder Zylinderköpfen.

Werkzeugvielfalt

Die nunmehr präsentierten Werkzeuge mit PKD-­Schneiden stehen in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung. Sie sind für eine Vielfalt unterschiedlicher Bohr-, Fräs- und Reibbearbeitungen konzipiert. Bauteile lassen sich schruppen und schlichten. So gibt es Schaftfräser mit 6 bis 50 mm Durchmesser. Diese arbeiten bis 50 mm Schnitt­tiefe. Zum Schruppen und Schlichten sind sie mit jeweils unterschiedlichen Schneidengeometrien und Spanwinkeln ausgeführt. Die PKD-Bohrer der aktuellen Reihe PKD-Werkzeuge von Kennametal stehen von 6 bis 20 mm Durchmesser um 0,5 mm gestuft zur Verfügung. Sie eignen sich zum Bohren bis 5xD Bohrtiefe. Es gibt sie in zölligen und metrischen Abmessungen. Ebenfalls mit 6 bis 20 mm Durchmesser (gestuft um 1 mm) sind die Reib­ahlen mit PKD-Schneiden in Varianten für Sack- und Durchgangsbohrungen verfügbar. Für grössere Durchmesser bis 42 mm gibt es modular aufgebaute Reibahlen mit der herstellerspezifischen Kupplung KST.

Kurzfristig spezifische Werkzeuge

.«Viele unserer PKD-Werkzeuge können auch als kundenspezifische Lösungen gefertigt werden. Auch diese können wir innerhalb kurzer Zeit bereitstellen», erklärt Michael Hacker. «Hier kommt uns die jahrzehntelange Erfahrung mit PKD-Werkzeugen in der Automobilindustrie zugute. Jeder Hersteller, der nach einer kostengünstigen und hochproduktiven Lösung für die Aluminiumbearbeitung sucht, findet bei uns das passende Werkzeug», fasst
Michael Hacker zusammen. - kmu - SMM

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