STM: Effizienter dank automatischer Schnittführung

Schneidparameter automatisch optimieren

| Redakteur: Konrad Mücke

Beim Programmieren reicht es aus, lediglich Basisdaten vorzugeben, die die Softwarefunktion TVL selbtsttätig an den Werkstoff anpasst
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Beim Programmieren reicht es aus, lediglich Basisdaten vorzugeben, die die Softwarefunktion TVL selbtsttätig an den Werkstoff anpasst (Bild: STM / Matthias Fritzenwallner)

Die von STM verwirklichte Software SmartCut optimiert vier kritische Schneidparameter beim Wasserstrahlschneiden. So arbeiten die Schneidanlagen wirtschaftlicher und effizienter.

Mit dem Wasserstrahl zu schneiden, hat sich für zahlreiche Branchen als sehr attraktiv erwiesen. Allerdings sprechen häufig noch einige Nachteile dieses Verfah­rens gegen eine umfassende Anwendung. Das betrifft vor allem das häufig als umständlich und schwierig empfundene Justieren verfahrensspezifischer Parameter dieser Schneid­technologie.

Mit Software automatisch optimieren

Deutlich besser lassen sich die Verfahrensparameter inzwischen mit der Funktion TVL anpassen und optimieren. Diese hat der österreichische Anlagenbauer STM entwickelt und verwirklicht. Die Software passt Schnittgeschwindigkeiten an, gleicht Win­kelfehler aus und korrigiert den Nachlauf und den Wasserstrahldurchmesser.

Vorteilhaft ist, dass nunmehr ein deutlich grös­seres Spektrum an Werkstücken mit dem Wasserstrahl geschnitten werden kann. Das betrifft auch Bauteile mit besonderen Forderungen hinsichtlich der Genauigkeit ihrer Geometrien und Abmessungen. Auch sie lassen sich nunmehr mit dem Wasserstrahl ohne umständliches und zeitaufwendiges Justieren und Schneiden von Musterstücken zuverlässig wiederholgenau schneiden.

Wechselnde Werkstoffe ohne manuelles Nachjustieren

Darüber hinaus ergeben sich mit den Funktionen der Software weitere Vorteile. So können Werkstoffe unterschiedlicher Güte bei gleichen Grundeinstellungen für die Schneidparameter bei gleichbleibender Qualität geschnitten werden. Die Einrichter beziehungsweise Bediener geben lediglich die wesentlichen Schneidparameter an der Bedienoberfläche ein. Die in die Steuerung integrierte Software steuert automatisch die Maschine bei optimierten Schneidparametern. Diese Funktion ist zunächst für das Schneiden von Edel- und Baustahl sowie für Aluminiumlegierungen verfügbar. Sie lässt sich auf allen neuen oder bereits genutzten Anlagen ausführen, die mit den Schneidköpfen STM 3D oder TAC12 ausgerüstet sind. Anwender können die Funktion über die üblichen Software-Updates in der Software SmartCut installieren. Bei Betreibern von Premium-Anlagen entfallen zusätzliche Kosten.

Auch dreidimensional schneiden

Auch zum Schneiden dreidimensional geformter Werkstücke eignet sich das Wasserstrahlverfahren. Üblicherweise schneidet man unter anderem Fasen an Platten, um diese zum Schweissen vorzubereiten. Aber auch Rohre, Hohl- und Vollprofile sowie komplex dreidimensional geformte Bauteile lassen sich mit dem Wasserstrahl wirtschaftlich und effizient schneiden. Vorteilhaft ist, dass der Wasserstrahl keine Wärme einträgt und die Gefüge nicht beeinflusst. Zudem bleibt die Härte der geschnittenen Werkstoffe gleich und es entstehen keine Grate. Dank der vorgestellten Funktion TVL zum automatischen Anpassen der Schneidparameter lassen sich künftig auch sehr filigrane Bauteile, beispielsweise für den Formen- und Werkzeugbau, bei gleichbleibend schmalem Schnittspalt hochgenau schneiden. - kmu - SMM

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