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Schweisstechnik der Zukunft senkt Rauchemissionen um 75 %

| Redakteur: Peter Königsreuther

Impulslichtbogenschweißen von hochlegiertem Chrom-Nickel-Stahl mit dem innovativen Schweißprozess forcearc puls. Die Schweißrauchemissionen sinken um das 4,5-fache gegenüber dem konventionellen Schweißverfahren.
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Impulslichtbogenschweißen von hochlegiertem Chrom-Nickel-Stahl mit dem innovativen Schweißprozess forcearc puls. Die Schweißrauchemissionen sinken um das 4,5-fache gegenüber dem konventionellen Schweißverfahren. (Bild: EWM)

Möglichst effektiver Gesundheits- und Umweltschutz sind dringliche Ziele beim verantwortungsbewussten Handeln moderner Industrien. Das betrifft auch emissionslastige Prozesse, wie das Schweissen. EWM kann diesem Problem jetzt digital begegnen.

Als einer der Technologieführer entwickelt der Schweissgerätehersteller EWM aus Mündersbach die Schweisstechnik der Zukunft, damit, wie es weiter heisst, die Schweissprozesse noch wirtschaftlicher, ressourcenschonender und noch ökologischer werden. Das klappe etwa durch reduzierte Schweissrauchemissionen.

Kein Angst vor neuen Grenzwerten beim Schweissen

Auf die Ergebnisse von wissenschaftliche Untersuchungen hinweisend, betont EWM, dass seine digital modifizierten Schweissprozesse namens coldarc, forcearc und forcearc puls, die Schweissrauchemissionen signifikant reduzieren und das Gefährdungspotenzial für Schweisser sowie Bediener erheblich verringern. Im Hinblick auf den neuen Grenzwert für alveolengängige Stäube, der, wie EWM in Erinnerung ruft, spätestens Ende 2018 gültig ist und von bisher 3 mg/m³ auf 1,25 mg/m³ abgesenkt wurde, zahlt sich die Investition in die weitblickende Technik schon heute aus. Denn Betroffene könnten den neuen Grenzwert mit den EWM-Schweisssystemen noch einfacher einhalten.

Das Schweissrauch-Übel an der Wurzel bekämpfen

Schweissrauch besteht zu einem hohen Prozentsatz aus alveolengängigen Stäuben, heisst es weiter. Um die geforderten Grenzwerte überhaupt einhalten zu können und den Schweisser vor alveolengängigen Stäuben zu schützen, muss folglich die Schweissstaubemission reduziert werden – und zwar eklatant, so EWM. Mit den innovativen Schweissverfahren von EWM sollen im Vergleich zu konventionellen Schweissverfahren nun bis zu 75 % weniger Schweissstaubmengen entstehen.

Die Wissenschaft hat festgestellt...

Wissenschaftler der RWTHAachen und der Technische Universität Dresden haben umfangreiche Untersuchungen zu Schweissrauchemissionen beim Kurzlichtbogen, Sprühlichtbogen und Impulslichtbogen durchgeführt und mit den Ergebnissen der korrespondierenden innovativen Schweissverfahren coldarc, forcearc und forcearc puls von EWM verglichen – bei jeweils gleicher Abschmelzleistung. Die Ergebnisse sind übereinstimmend und eindeutig: Der Einsatz digital modifizierter innovativer Prozesse kann die Emissionsbelastung signifikant verringern und die Gefährdung für Schweisser und Bediener deutlich reduzieren.

Der Lichtbogen beim Schweissen bestimmt den Effekt mit

Die Entstehungsmechanismen von Schweissrauch unterscheiden sich im Kurz- und Sprühlichtbogen signifikant, wie Versuche an un- und niedriglegierten Stählen ergaben. Bei coldarc wird der Kurzlichtbogen mit sehr geringer Leistung aufgelöst, was die Schweissrauchemission um bis zu 75 % reduziert. Das Schweissverfahren forcearc habe im Vergleich zum konventionellen Sprühlichtbogen eine kürzere Lichtbogenlänge und damit einen höheren Lichtbogendruck. Der Lichtbogen dringe tiefer in den Grundwerkstoff ein und dabei werde der Rauchniederschlag an der Werkstoffoberfläche erhöht – die Schweissrauchemissionen sind um 40 % verringert, weil sie nicht an die Luft abgegeben werden.

Weniger Schweissrauch trotz höherem Drahtvorschub

Untersuchungen an hochlegierten Chrom-Nickel-Stählen mit dem Impulslichtbogenverfahren forcearc puls weisen aufgrund der hohen Prozessstabilität ebenfalls stark reduzierte Emissionen auf, wie EWM erklärt. Ist die Emissionsrate bei geringen Drahtvorschubgeschwindigkeiten noch mit konventionellen Impulslichtbogenschweissverfahren vergleichbar, sinkt die Emissionsrate des forcearc puls-Verfahrens bei Drahtvorschubgeschwindigkeiten von 13 m/min um den Faktor 4,5 im Vergleich zum Impulslichtbogen, so EWM.

Serienmässige Unterstützung beim Schweissen

Sämtliche innovativen Schweissverfahren von EWM sind in allen digitalen Inverter-MIG/MAG-Schweissgeräten und insbesondere bei der neuesten Geräteinnovation von EWM, der Titan XQ puls, serienmässig im Kaufpreis enthalten und über jede der angebotenen Steuerungen anwählbar. Egal ob für Dünn- oder Dickblechanwendungen, Füll-, Deck- oder Wurzellagen oder in Zwangspositionen: Mit den EWM-Geräten lässt sich jede Schweissaufgabe an niedrig- bis hochlegiertem Stahl sowie Aluminium perfekt erfüllen.

Serienmässig stehen forcearc, forcearc puls, wiredarc, wiredarc puls, coldarc, coldarc puls, rootarc, rootarc puls, Positionweld sowie MIG/MAG-Impuls- und -Standardlichtbogen zur Verfügung, wie EWM anmerkt. Sie erleichterten es nicht nur, Schweissnähte in kontinuierlich hoher Qualität zu fertigen – sie führten auch zu erheblichen Arbeitszeit- und Materialeinsparungen.

Dieser Beitrag wurde zuerst auf unserem Partnerportal blechnet.com veröffentlicht.

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