Produktionsstandort DACH: Triag International AG Spannsysteme der Triag International bringen maximale Beladungsdichte

Autor / Redakteur: Matthias Böhm, Chefredaktor / Matthias Böhm

Die 35 Mitarbeiter starke Triag International AG bringt mit ihren spezifisch auf Bearbeitungszentren zugeschnittenen Spannlösungen das Maximum an Spann- und Zerspanungskapazität in den Bearbeitungsraum, wobei das komplette Spektrum der Werkstückspannung abgedeckt wird. Mit den modular konzipierten Spannsystemen kann die Produktivität von Bearbeitungszentren nach oben geschraubt werden, sowohl für Serienproduktion als auch für die «chaotische» Einzelteil-Fertigung.

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Hier im Bild - aus der firmeneigenen Fertigung - ausgezeichnet zu erkennen, wie die Beladungs-​dichte in der Werkzeugmaschine optimal 
ausgenutzt werden kann.
Hier im Bild - aus der firmeneigenen Fertigung - ausgezeichnet zu erkennen, wie die Beladungs-​dichte in der Werkzeugmaschine optimal 
ausgenutzt werden kann.
(Bild: Thomas Entzeroth)

Eine Formel-1-Episode zu Beginn: Als die italienische Triag-​Inter­national-Vertretung eine kundenspezifische Spannlösung innerhalb von 5 Arbeitstagen benötigte, musste Beat Baumgartner (Gründer und Inhaber der Triag International AG in CH-Hünenberg) erstmal kurz durchatmen. Als er dann erfuhr, dass ein italienischer Formel-1-Rennstall der Kunde ist, gab es kein Halten mehr. Sofort wurden inhouse freie Produktions­kapazitäten gesucht und gefunden. Die Spannsysteme wurden in kürzester Zeit gefertigt, was nicht zuletzt dank der extrem hohen Fertigungstiefe von Triag International machbar war. Im anschliessenden F1-Qualifying belegte der F1-Rennstall einen der vordersten Plätze – Ziel erreicht.

B. Baumgartner: «Das sind natürlich klasse Ereignisse, zum Glück nicht unser Alltag. Aber: diese kleine Erfolgsgeschichte versinnbildlicht unsere Unternehmensphilosophie, und zwar in der Art, dass wir aus Bearbeitungszentren das Maximum an Produktivität rausholen. Darüber hinaus zeigt es auf, dass wir in spezifischen Situationen extrem schnell agieren können. Das liegt nicht zuletzt daran, dass wir unsere Spannsysteme in unserer Produktion konsequent im Einsatz haben, darüber hinaus über eine Konstruktionsabteilung verfügen, die bei Expressaufträgen im Formel-1-Tempo agiert.»

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Die Triag International AG gehört zu den Spezialisten im Bereich der Werkstückspannung, wie B. Baumgartner betont: «Ziel ist es, mit einem gegebenen Bearbeitungsraum einer Werkzeugmaschine die grösstmögliche Anzahl an Spannmöglichkeiten zu integrieren. Mit unseren Spannmitteln bringen wir eine maximale Zahl an Werkstücken in die Maschine, die kontinuierlich zerspant werden können, ohne Zwischenstopp der Spindel. Das ist eine der einfachsten Möglichkeiten, die Produktivität eines Bearbeitungszentrums zu erhöhen. Der nächste Schritt ist die Palettisierung per Nullpunktspannung inklusive Palettenbahn­hof. Mit solchen Lösungen kann mannlose Fertigung rund um die Uhr – chaotische Fertigung inklusive – realisiert werden.

Die Triag International AG fertigt nahezu alle Komponenten ihrer Spannsysteme inhouse.

B. Baumgartner: «Wir verfügen über mehrere palettisierte Bearbeitungszentren, mit entsprechend gross ausgelegten Palettenbahnhöfen. Dadurch dass wir unsere Spannsysteme in unserer Produktion 3-schichtig und mannlos seit Jahren im Einsatz haben, fliessen diese produktionstechnischen Erfahrungen und die Inputs unserer Kunden konsequent direkt in unsere Entwicklung. Wir verfügen hier über einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Was heisst das jetzt für Produktionsunternehmen: Nicht selten finden sich Bearbeitungssituationen, wo ein Werkstück in einem viel zu grossen Maschinenraum gespannt und be­arbeitet wird. Beat Baumgartner: «Das ist etwa so, als würde ein Linienbus ständig nur einen einzigen Fahrgast transportieren. Das macht keinen Sinn. Die gegebene Produktivität der BAZ kann durch die zu geringe Beladungsdichte nicht voll genutzt werden.»

Hier genau greift die Spanntechnologie der Triag International AG ein. Die Spannsysteme ermöglichen, den Bearbeitungsraum einer Werkzeugmaschine bis zur Kapazitätsgrenze auszunutzen. Anstelle von einem Werkstück können mit den Triag-Spanntürmen und -Spannsystemen Bauteilserien gespannt werden. Der Vorteil ist, dass die Spindel ununterbrochen laufen kann, weil die Werkstücke nicht ständig gewechselt werden müssen.

Eine Spezialität des Spannmittelherstellers sind Mineralguss-Monoblock und -Spanntürme. Hier hat die Triag International AG eine Polymerbeton-Produktion aufgebaut, die einzigartig ist. B. Baumgartner: «Der grösste Vorteil von Polymerbeton ist seine sehr geringe Dichte wie Aluminium mit exzellenten Dämpfungseigenschaften. Da wir die Polymerbeton-Produktion inhouse haben, können wir das Matrix-Stein-Gefüge perfekt auf die Anwendung hin anpassen.»

Um zukunftsfähig zu bleiben, investiert die Triag International AG konsequent in den Nachwuchs, wie B. Baumgartner betont: «Lehrlingsausbildung ist sehr wichtig, unsere Polymechaniker geniessen eine der besten handwerklichen Ausbildungen. Wir versuchen pro Ausbildungsjahr einen neuen Polymechaniker auszubilden. Mit aktuell sechs Auszubildenden (Polymechaniker, Logistiker, Konstrukteur und Kauffrau) verfügen wir über eine ausgezeichnete Ausbildungsquote, womit wir für die Zukunft ausgezeichnet positioniert sind.»

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