Deutscher Werkzeugmaschinenhersteller Update: Matec stellt Insolvenzantrag wegen Gewährleistungsfall in Asien

Redakteur: Sergio Caré

Der aus Köngen (D) stammende Maschinenbauer Matec hat beim Esslinger Amtsgericht Antrag auf Insolvenz gestellt. Ein Gewährleistungsfall in Asien zwang Matec den Antrag auf Insolvenz zu stellen - trotz voller Auftragsbücher. Die Insolvenz hat jedoch keine Auswirkungen für schweizer Kunden. Die Geschäfte laufen wie bisher.

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Matec Maschinenbau aus Köngen (D) hat einen Insolvenzantrag gestellt.
Matec Maschinenbau aus Köngen (D) hat einen Insolvenzantrag gestellt.
(Bild: Matec Maschinenbau GmbH)

Der Werkzeugmaschinenhersteller Matec Maschinenbau GmbH hat beim Amtsgericht Esslingen (D) Insolvenz beantrag. Der Maschinenbauer aus Köngen stellt Drehzentren und Portalmaschinen her. «Wir stehen in engem Kontakt mit Kunden und Lieferanten und erhalten erste positive Signale», so Insolvenzverwalter Marcus Winkler von BBL Bernsau Brockdorff. Ein Antrag zur Sicherung der 142 Mitarbeiterlöhne für das laufende Jahr wurde gestellt. «Die Auftragsbücher von Matec sind für die nächsten sechs bis acht Monate sehr gut gefüllt», sagt Gerry Ameseder, CEO von Schweiz. Maschinen Import AG (Smiag). Er durfte sich Ende Oktober Vorort direkt informieren. Smiag ist in der Schweiz Räpresentant und Ansprechpartner für Kunden des Maschinenherstellers. «Das Insolvenzverfahren betrifft den Schweizer Markt nicht. Alle Offerten und Liefertermine werden eingehalten, der Service lauft lückenlos weiter», fügt Ameseder hinzu.

Die Gründe für die Insolvenz liegen im Zusammenhang mit einem Gewährleistungsfalls in Asien. Bei Mangelbürgschaften stehen Unternehmen für eine mangelhafte Leistung ein. Genaueres ist zurzeit jedoch nicht bekannt. «Die Insolvenz ist lediglich eine zukunftssichernde Massnahme», hält Ameseder fest. «Matec will damit den Weiterbestand des Unternehmens und aller Arbeitsplätze sichern.» -sc-

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