Chancen erkennen und nutzen

18.05.2015

Positive Nachrichten über die Schweizer Exportbranchen sind zur Mangelware geworden, denn der starke Schweizer Franken drückt auf die Wettbewerbsfähigkeit. Neue Märkte und das steigende Einkommen in den Schwellenländern können hier neue Perspektiven und Chancen eröffnen.

Die Stimmung in der Schweizer MEM-Industrie ist gedrückt. Der harte Schweizer Franken zwingt die Unternehmen, eine breite Palette von Massnahmen zu ergreifen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Längere Arbeitszeiten, Auslagerung von Produktionsbereichen ins Ausland, Optimierung der Beschaffung oder Schlankheitskuren für die Unternehmensprozesse werden dabei regelmässig genannt. Alles probate Mittel, um die Kosten zu reduzieren und die Produktivität zu steigern. Gleichzeitig sollte der Blick für Wachstumschancen weiterhin geschärft bleiben.

Switzerland Global Enterprise, kurz S-GE, hat eine Studie von PwC über die Rising Middle Class in Asien vorgestellt. Durch die rapide Zunahme der Wirtschaftskraft und Bevölkerungszahl in den Schwellenländern erreichen global immer mehr Menschen die Mittelschicht. Diese wird sich bis 2030 weltweit von 2,5 auf 5 Mrd. Menschen verdoppeln, wobei zwei Drittel davon in Asien leben werden. Dementsprechend werden in Asien bis 2030 rund 60 % der weltweiten Konsumausgaben anfallen. Diese Veränderung der Konsumenten-Landschaft wird auch die Schweizer Wirtschaft beeinflussen. Die neue Mittelschicht wird ihr Geld vor allem in die Gesundheit, den Verkehr, die Ernährung und die Kommunikation investieren, also Branchen, in denen Schweizer Unternehmen hohe Kompetenz und Innovationskraft haben.

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