Der weltweite Nickelmarkt bleibt auch 2015 turbulent. Die derzeit hohen Lagerbestände an Primärnickel induzieren einen Produktionsrückgang von ca. 2 %, dem ein zweiprozentiger Verbrauchsanstieg gegenübersteht. Dadurch ergibt sich ein Angebotsdefizit von ca. 50.000 t, welches jedoch problemlos aus den Beständen gedeckt wird. Die zu Jahresbeginn 2014 umgesetzten indonesische Exportbeschränkungen für NPI (NPI: Erze mit geringem Nickelgehalt) dürften Chinas NPI-Bestände wohl bald erschöpft haben. Dies sollte sich in einer deutlich geringeren chinesischen Produktion niederschlagen. Die Aufstockung der Lagerbestände an der LME auf über 464.000 t verhindert jedoch starke Preissprünge. Die Deutsche Industriebank erwartet bei den Nickelpreisen bis Ende des dritten Quartals 2015 Notierungen in einem Band von 2.000 US-$ je t um 14.000 US-$ je t. Gegen Ende des dritten Quartals sollten die Notierungen anziehen. (Bild: IHS Global Insight, LME) 5/31 Zurück zum Artikel