Wirtschaft

Selbstverständlichkeit im Alltag – Hightech im Weltraum

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Die Schweiz braucht Raumfahrt

«Ohne Raumfahrt geht in der Schweiz nicht viel – und ohne die Schweiz geht nicht viel in der Raumfahrt», sagte Peter Guggenbach an der Medienkonferenz. Der Präsident der SSIG wies darauf hin, dass die Schweiz im November gemeinsam mit Luxemburg die Präsidentschaft der Europäischen Weltraumorganisation ESA übernehmen wird. Das bezeichnete Guggenbach als gute Chance für die Schweiz, um sich klug zu positionieren und damit auch in Zukunft bestmöglich von den europäischen Raumfahrtaktivitäten zu profitieren. Aber auch in der Schweiz selbst stehen Entscheide an: zum Beispiel die Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation. Die Berücksichtigung der Raumfahrt in einem angemessenen Umfang ist die Grundvoraussetzung für das Schweizer Engagement in den europäischen Raumfahrtprogrammen. Im Rahmen der Forschungsbotschaft sollte die Schweiz auch Mittel für nationale Raumfahrtaktivitäten neben der ESA-Beteiligung zur Verfügung stellen. Das würde erlauben, Prioritäten gezielter umzusetzen, und einen Beitrag dazu zu leisten, den Bildungs- und Forschungsstandort, den Denk- und Werkplatz Schweiz nachhaltig zu stärken.

Auch bei der Forschung vorne dabei

Dass die Schweiz neben der Raumfahrtindustrie auch bei der Weltraumforschung eine wichtige internationale Rolle spielt, zeigte Willy Benz beim Gespräch mit Medienvertretern auf. Der Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Bern führte weiter aus, dass von der Beteiligung der Schweizer Wissenschaft an der internationalen Weltraumforschung unser Land als Forschungs- und Bildungsstandort profitiert. «Weltraumforschung schafft Wissen, und Wissen schafft Zukunft», fasste Benz zusammen. Dadurch entstünden neue Kenntnisse, neue Technologien sowie Nachwuchs für Lehre, Forschung und Industrie.

Genaue Wetterprognosen dank Satelliten

Gabriela Seiz von MeteoSchweiz vertrat am Medienevent die Anwenderseite. Sie verwies auf die traditionsreiche Verbindung zwischen Satellitentechnologie und der Meteorologie. Ohne die Spitzentechnologie im Weltall wären so genaue Wetterprognosen, wie wir sie uns heute gewöhnt sind, nicht möglich. Darüber hinaus spielt laut Frau Seiz die Erdbeobachtung via Satellit auch bei der globalen Herausforderung des Klimawandels eine wichtige Rolle: «Mit Hilfe der über 50 Jahre Wetter-Satelliten konnte die Qualität der Wetterprognosen stetig gesteigert und unser Verständnis über das globale Klimasystem und den Klimawandel stark verbessert werden.»

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