19.04.2024
Automatisierung in der Galvanik: effizienteres Produkt-Controlling dank ortungsbasierter Lösung
Die digitale Revolution ist in vollem Gange. Kein Wunder: Eine automatisierte Prozessstruktur, von der selbst manuelle Vorgänge profitieren, bedeutet nicht nur eine deutliche Kostenersparnis. Sie steigert auch die Produktivität und verbessert die Transparenz. Eine attraktive Aussicht für viele Branchenakteure – so auch für die JentnerGroup. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, um seine Workflows zu automatisieren und gleichzeitig alle damit verbundenen Vorgänge zu tracken, stieß das Unternehmen auf das Tag-LOC System von SICK. Das System wurde speziell für die Ortung und Nachverfolgung von Material, Ladungsträgern und Flurförderfahrzeugen in Echtzeit entwickelt.
RFID-Technologie als erster Schritt
Die in Pforzheim, Deutschland, ansässige JentnerGroup ist ein führender Dienstleister im Bereich Lohngalvanik und Metallveredelung. Damit das auch so bleibt, geht das Unternehmen in der galvanischen Veredelung neue Wege. In einem ersten Schritt in Richtung vollständiger Automatisierung wurde das bestehende BDE-System (Betriebsdatenerfassung) im Sommer 2019 um RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) ergänzt – ein erster Meilenstein war geschafft.
UWB-Technologie als logische Konsequenz
Auch wenn damit schon viel erreicht war, wünschte sich das Unternehmen die zusätzliche Möglichkeit einer anlagenweiten Echtzeitlokalisierung mit einer Ortungsgenauigkeit im Dezimeterbereich. Da die RFID-Technik hier an ihre Grenzen stieß, erfolgte 2022 die Umstellung auf UWB-Sensortechnologie (Ultrabreitband) in Form des Tag-LOC Systems von SICK.
Zusammenspiel aus Tag-LOC System und Asset Analytics
Bei der JentnerGroup kam das System von SICK zunächst in der Trommelgalvanik zum Einsatz. Die Antennen über den Galvanikstraßen empfangen die Signale der Tags an den Galvaniktrommeln. Die Zeitstempel werden an die Softwareplattform Asset Analytics übertragen und ermöglichen damit die automatische Identifikation sämtlicher Produktionsteile sowie die Berechnung und Nachverfolgung ihrer Position während des gesamten mehrstufigen Galvanikprozesses. Über Asset Analytics lassen sich zudem sensorbasierte Daten durch die Einbindung von RFID- oder Barcode-Systemen erfassen und zu prozessrelevanten Informationen weiterverarbeiten.
