03.06.2024
Das Logistikspielfeld im Blick: wie eine 3D-Vision-Kamera den Materialfluss optimiert
In Norddeutschland haben sie die Roboterwelt buchstäblich auf den Kopf gestellt. Entstanden ist damit eine aussergewöhnliche Materialflusslösung. Die Idee von cellumation aus Bremen: Autonome Fussballroboter zu Einheiten zusammenfassen – und dann umdrehen. Der Clou dabei: Statt mit einem Dreiecksverbund aus drei Antrieben frei auf der Fläche dem Ball hinterher zu jagen, lässt sich auf umgekehrte Weise Ware frei auf einer Fläche bewegen. Die Spielzüge einzelner Akteure gehen damit – als Teamleistung quasi - in einer maximal flexiblen Streckenführung für Waren aller Art auf. Den notwendigen Überblick von der Aussenlinie schaffen 3D-Vision-Kameras von SICK.
Der Markt ist vorhanden für den intelligenten Materialfluss, der dafür allerdings zwei Dinge mitbringen muss: Leistungsstärke bei der Bewegungsführung in Kombination mit minimalem Platzbedarf. „Logistikflächen werden weniger und die Akzeptanz von Kommunen sinkt - vor allem aufgrund der geringen Wertschöpfung pro Quadratmeter“, beschreibt Theresa Gröninger das abgekühlte Buhlen um neue Logistikzentren in Ortsrandlagen. Dieser Entwicklung steht allerdings entgegen, dass Konsumenten nach wie vor viel bestellen. Dieser Spagat führt dazu, dass effektivere Materialflusslösungen gefragt sind. Es geht schlichtweg darum, mehr Förderleistung mit weniger Platzbedarf zu liefern. „Genau hier setzen wir mit unserem modular aufgebauten und damit leicht skalierbaren celluveyor an“, sagt die Marketingleiterin des 2017 gegründeten Unternehmens.
3D Bilder für die Streckenführung auf der Fläche
Die auf den Kopf gestellte Robotermannschaft bildet ein wabenförmig verbundenes Transportsystem. Wie viele Einheiten in einer Applikation zu einem Ganzen verbunden werden, hängt von den fördertechnischen Aufgaben, der geforderten Leistung sowie dem Gewicht der Verpackungseinheiten ab. Damit die individuell konfigurierbaren Module dabei ein Höchstmass an Standardisierung behalten, bietet cellumation den Einzelspieler nur in zwei Grössen- und Leistungsvarianten an. Sie sind vom Layout her konstruiert für 150er und 200er Zellenabstände. Die grösseren Einheiten sind für grössere Pakete zugeschnitten, um die Anzahl an Zellen pro Flächeneinheit zu begrenzen. Was gleich bleibt, ist die komplette Steuerungstechnik samt Anbindung der 3D Time-of-Flight-Kameras Visionary-T Mini von SICK.
