24.01.2025

Revolution der digitalen Motor-Feedback-Kommunikation: zehn Jahre Einkabeltechnologie HIPERFACE DSL

„Weniger Kosten und Platzbedarf, ein Höchstmaß an Investitions- wie auch an Maschinensicherheit – in der elektrischen Antriebstechnik eröffnet HIPERFACE DSL den Motoren- und Maschinenbauern vielfältige Vorteile bei der Entwicklung und Integration von Servo-Antriebssystemen.“ So lautete das Versprechen, mit dem SICK vor mehr als zehn Jahren die erste Schnittstelle in Einkabeltechnologie für die Kommunikation zwischen Servomotoren und Servoreglern in den Markt einführte. Wie konnten sich der Pionier der digitalen Motor-Feedback-Kommunikation und dessen Technologie seitdem etablieren und entwickeln, welche Innovationen bietet HIPERFACE DSL als Original der Einkabeltechnologie aktuell und in der Zukunft? Ein Interview mit zwei Experten.

Die Antworten auf diese und weitere Fragen kennen die SICK-Experten Clemens Bitsch, Strategic Product Manager & Business Development Manager, und Michael Pfister, Head of Product Management Motor Feedback Systems.

Worum geht es bei HIPERFACE DSL?

Clemens Bitsch: HIPERFACE DSL – das DSL steht für Digital Servo Link – war bei der Markteinführung im Jahr 2011 weltweit die erste Schnittstelle zwischen Servomotor und Servoregler in Einkabeltechnologie. Auslöser für die Entwicklung waren zum einen Industrie 4.0 mit der sich ankündigenden Digitalisierung in weiten Bereichen der Maschinen- und Antriebstechnik. Zum anderen bestand die Forderung nach einem kostensparenden Kommunikationskanal in Form einer standardisierten Schnittstelle. Basierend auf der Erfahrungen der hybriden Schnittstelle HIPERFACE, die bereits bei der Firma Stegmann, später SICK Stegmann, entwickelt wurde, entstand dann HIPERFACE DSL. Ziel der neuen Einkabeltechnologie war eine robuste und störsichere Datenübertragung zwischen Antriebsregler und Motor über zwei Adern, die direkt in ein einziges, bis zu 100 m langes Motorkabel integriert sind. Gerätetechnisch halbierte die digitale Schnittstelle den Aufwand für Anschlussstecker, Leitungen und Verkabelungsaufwand. Auch wurden reglerseitig weder teure Analogbauteile noch ein separater Reglereingang für externe Sensordaten benötigt. Motoren-, Regler- und Systemhersteller profitierten zudem von der Optimierung des Regelkreises durch eine automatische Synchronisation zum Reglertakt. Schließlich unterstützt HIPERFACE DSL nicht nur die Funktionalität des elektronischen Typenschild zur automatischen Reglerparametrierung, sondern die digitale Datenkommunikation war sicherheitstechnisch auch geeignet für Applikationen bis SIL3 nach IEC 61508 bzw. Performance Level e nach EN ISO 13849-1.

Lesen Sie hier weiter