13.05.2025
So geht Innovation: Robotik-Start-up und Sensorikexperte präsentieren Logistikneuheit
Sicherer autonomer Palettentransport, maximale Raumnutzung und hohe Prozesseffizienz – das Robotik-Start-up Filics hat ein Doppelkufensystem für intralogistische Anwendungen entwickelt und setzt damit neue Standards. Entscheidend für den Erfolg der Entwicklung ist die enge Kooperation mit SICK beim Einsatz des ultrakompakten Sicherheitslaserscanners nanoScan3.
„Wir haben uns lange und intensiv mit dem Ladungsträgertransport beschäftigt. Denn es gibt zwar sehr gut funktionierende vertikale Logistiklösungen in den automatisierten Hochregallägern, doch fehlt die Automatisierung des horizontalen Transports bis hinein in den LKW. Genau das wollen wir ändern.“ Julius Lutzer, COO und Co-Founder der Filics GmbH und sein Start-up-Team wollen den bodengebundenen Palettentransport revolutionieren – sie machen aus raumgreifenden, heteronomen Flurfahrzeugen wendige, autonome mobile Roboter (AMR).
Maximale Raumnutzung für erhöhte Produktivität
Noch erfolgt das Paletten-Handling in den engen Räumen der Intralogistik überwiegend mit Handhubwagen und Gabelstapler. Doch Raum als knappes und teures Gut wird aus Sicht des Start-up-Unternehmens Filics mit der rangierintensiven Transportweise schlichtweg verschwendet. In traditionellen Blocklagern, wo Paletten dicht an dicht gestapelt werden, ist die effiziente Raumnutzung besonders wichtig. Während konventionelle Transportmittel den Ladungsträger immer nur auf einer Seite aufnehmen und abgeben können, gelingt dem neuen Doppelkufensystem „Filics Unit“ das Durchfahren und seitliche Ein- und Ausfahren der Paletten.
Dieser seitliche Zugriff auf die Paletten ist ein entscheidender Vorteil, da er die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Transports erheblich steigert. Die Filics Unit kann sich schnell an unterschiedliche Lagerlayouts und Transportanforderungen anpassen, was zu einer optimierten Raumnutzung und höheren Prozesseffizienz führt. Ein weiterer Vorteil ist das einfache Nachschieben von Paletten, was den Materialfluss kontinuierlich und effizient hält. Dafür hat Filics die Gabelzinken vom Stapler und Handhubwagen abgetrennt – die verbleibenden Kufen bewegen sich autonom im Warehouse, fahren unter den Palettenstapel, koppeln sich dort, heben ihn an und rangieren anschließend völlig frei. Filics errechnet mit seiner Innovation eine Reduktion des kostenintensiven Platzbedarfs in der Logistik um mehr als ein Drittel. Hinzu kommt eine ganze Reihe weiterer positiver Effekte, denn jetzt können sich Mitarbeiter auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren, Flexibilität und Produktivität steigen, während die Betriebskosten insgesamt sinken.
