19.06.2025
Schutz vor Fabrikbränden und weniger Ausfallzeiten: Vorteile der Wärmebildgebung für internationale Produktionslinien
Bei der Produktion von Elektrofahrzeugen ist die Brandgefahr nicht zu unterschätzen. Da diese auch von einzelnen Bauteilen ausgehen kann, ist eine strenge Überwachung unerlässlich. In enger Zusammenarbeit entwickelte SICK zusammen mit dem Infrarot-Kamera-Hersteller FLIR eine Kombination aus moderner Thermografie- und Scantechnologie und stellte einem Automobilhersteller so die passende Lösung bereit.
Der Internationalen Energieagentur zufolge müssen bis 2050 weitere zwei Milliarden Elektroautos auf die Strasse gebracht werden, um die ehrgeizigen globalen Netto-Null-Ziele zu erreichen. Für den umweltfreundlicheren Antrieb der Fahrzeuge sorgen Lithium-Ionen-Batterien.
Aber was passiert bei einem Defekt? Noch bevor die Traktionsbatterien im Motor verbaut werden, weisen sie bereits einen geringen Ladestand auf. Grund dafür ist, dass eine vollständige Entladung sowohl für die Hersteller als auch für die Verbraucherinnen und Verbraucher negative Folgen hat – von einer geringeren Kapazität über eine schnellere Entleerung bis hin zu elektrischen Kurzschlüssen.
Letzteres kann zu Bränden führen, die katastrophale Schäden an den Fahrzeugen und der Transportinfrastruktur verursachen oder sogar Menschenleben gefährden. Dabei ist es unerheblich, an welcher Stelle der Lieferkette ein unerwartetes Feuer ausbricht.
In der Elektroautoindustrie besteht daher ein grosser Bedarf an Systemen zur Erkennung von risikobehafteten Batterien, um solche Brände zu verhindern.
Batteriebränden vorbeugen – mit SICK Hotspot Detection
Ein deutscher Automobilhersteller suchte dringend nach einer Möglichkeit, potenziell fehlerhafte EF-Batterien an einer neuen Montagelinie zu ermitteln. Innerhalb von nur drei Monaten sollte eine Schnittstelle zur Erkennung von thermischem Durchgehen in der Batterieproduktion entwickelt, getestet und implementiert werden – ein Vorgang normalerweise mehr als ein Jahr in Anspruch nimmt.
Mit der erfolgreichen Entwicklung eines Systems, das heisse Bereiche und potenzielle Brände auf Fähren und in infrastrukturell wichtigen Tunneln aufspürt (z. B. im 16 km langen Schweizer Gotthard-Tunnel), verfügte SICK über die erforderliche Erfahrung und Expertise für ein solches Projekt. Um alle technischen Anforderungen sicher erfüllen zu können und die passende Wärmebildtechnologie bereitzustellen, holte sich SICK seinerseits Unterstützung von FLIR.
Über eine massgeschneiderte Schnittstelle sollte jede Batterie präzise auf thermisches Durchgehen überprüft und die entsprechenden Daten exportiert und an einen Server übertragen werden, um bei Anomalien vergleichende Analysen durchführen zu können.
Nach sorgfältigen Überlegungen dazu, ab welcher Grösse die heissen Bereiche von diesem modernen System erkannt werden sollten, entschied sich SICK dafür, ihr neues Area Hotspot Detection (AHD)-System mit einer Wärmebildkamera von FLIR zu kombinieren.
