Solarenergie Solar Impulse in Payerne gelandet

Redakteur: Thomas Koch

Das experimentelle Solarflugzeug von Bertrand Piccard und André Borschberg ist nach ca. 6000 km, die es während des ersten interkontinentalen Hin- und Rückfluges zwischen Europa und Afrika zurückgelegt hat, gestern Dienstag in Payerne gelandet.

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Bertrand Piccard und Andre Borschberg feiern ihre Landung in Payerne.
Bertrand Piccard und Andre Borschberg feiern ihre Landung in Payerne.
(Bild: Solar Impulse | Laurent Kaeser)

Mit Bertrand Piccard am Steuer markiert dieser letzte Flug zwischen Madrid und Payerne mit einem Zwischenstopp in Toulouse das Ende des weltweit ersten solargetriebenen interkontinentalen Hin- und Rückfluges. Die am 24. Mai 2012 begonnene Reise nach Marokko bestand aus acht Flügen mit einer Gesamtstrecke von circa 6000 km und einer gesamten Flugzeit von 13 Stunden und 29 Minuten. In ihrem einsitzigen Cockpit haben Bertrand Piccard und André Borschberg die Solar Impulse abwechselnd nach Madrid, Rabat, Ouarzazate, Toulouse und zurück nach Payerne gebracht. Eines der anspruchsvollsten Ziele nicht nur der solargetriebenen, sondern auch der zivilen Luftfahrt war Ouarzazate (Marokko), eine Region voller Turbulenzen und starken Winden.

Die diesjährigen Crossing Frontiers Missions-Flüge haben die Verlässlichkeit der Flugzeugtechnologie und die Effizienz des Energieverbrauchs weiter bestätigt. Obwohl das Flugzeug aufgrund der thermischen Bedingungen oftmals nach Mitternacht gelandet ist, kam es doch meist mit einem vollgeladenen Satz Batterien in den Hangar zurück. Der HB-SIA Prototyp war ursprünglich nur gebaut worden, um den Nachweis zu erbringen, tagsüber und nachts fliegen zu können (abgeschlossener 26-Stunden-Flug im Jahr 2010). Mittlerweile sammelt das Flugzeug zahlreiche Distanzweltrekorde für Solarflugzeuge, die vom Internationalen Luftsportverband (Fédération Aéronautique Internationale, FAI) kontrolliert und zertifiziert werden: gerade Strecke, freie Strecke und Strecke entlang einer Route.

"Es war ein außergewöhnliches Abenteuer, nicht nur weil wir mit diesem Flugzeug das erreicht haben, für das es ursprünglich entwickelt wurde, zu beweisen das man tags und nachts mit reiner Solarenergie fliegen kann, sondern auch weil es zu einem dicht verschmolzenen Team führte, zuversichtlich in das Projekt und in ihre Fähigkeit dies möglich zu machen.", sagte André Borschberg, CEO von Solar Impulse. "Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam erreichen konnten, alle von uns, von den Ingenieuren, die ein fantastisches Flugzeug gebaut haben, zum Team von Experten, die eine sichere, aber erfolgreiche Strategie entwickelten, zum Bodenpersonal, die unter schwierigen Bedingungen arbeiten mussten bis zum Multimedia-Team, die unter allen Umständen die Neuigkeiten von dem Projekt an die Öffentlichkeit brachten. Der weltweit erste interkontinentale solarbetriebene Flug hätte ohne diese unglaubliche Unterstützung von allen Menschen, die der HB-SIA begegnet sind, nie stattgefunden."

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