Zur Bearbeitung anspruchsvoller Luftfahrtteile setzt Präwest eigene Schaftfräser und Werkzeugaufnahmen von Haimer ein. (Bild: Haimer)
High-End-Zerspanung stellt hohe Qualitätsanforderungen an Werkzeuge und Werkzeugspannung

Fräsen am Limit

Präwest in Bremen (D) und Prae-Aero in Schwanewede (D) sind Schwesterunternehmen, die sich beide der anspruchsvollen Zerspanung verschrieben haben – vor allem im fünfachsigen Bereich für Luftfahrt und Industrie. Das Besondere: Um höchste Qualität an den Bauteilen zu erreichen, entwickeln und schleifen sie Hartmetall- und HSS-Fräser selbst. Gespannt werden diese in Schrumpfaufnahmen von Haimer, von denen die beiden Unternehmen zusammen rund 12 000 Stück im Einsatz haben.

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Die «Coromill 316»-Werkzeuge von Sandvik Coromant sind für das Fräsen von verschiedenen Materialgruppen ausgelegt, von ISO P bis ISO S. (Bild: Sandvik)
Bearbeiten hitzebeständiger Superlegierungen (HRSAs)

Zerspanung temperaturbeständiger Turbinenkomponenten

Die Luft- und Raumfahrtindustrie hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen, berichtet die LA Times. Doch strengere Emissionsvorschriften setzen bei neuen Triebwerkstypen höhere Betriebstemperaturen voraus, sodass zunehmend auch andere Werkstoffe wie hitzebeständige Superlegierungen (HRSAs) zum Einsatz kommen müssen. Die Zerspanung von HRSA-Triebwerkskomponenten stellt Fertigungsunternehmen allerdings vor Herausforderungen. Sébastien Jaeger, Industry Solution Manager Aerospace bei Sandvik Coromant, erklärt, warum eine ausgewogene Gesamtstrategie, die Maschine, Werkzeuge, Geometrien und Werkzeugmaterialien umfasst, unerlässlich ist. Mit der jüngsten Fräserentwicklung «Coromill Plura Barrel» konnten Anwender die Produktivität für HRSA-Komponenten erheblich steigern (siehe Kasten «Ausserdem»).

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Bildergalerien

Freude über die erfolgreichen Gespräche zur Beteiligung (v. l. n. r.): Fabian Plentz, COO von Rutronik, Armin Bär, Geschäftsführer von Collective Mind, Thomas Rudel, CEO von Rutronik, Joshua Raabe und Artur Hefner, beide Geschäftsführer von Collective Mind. (Bild: Rutronik Elektronische Bauelemente GmbH)
Mutig vorangehen in der deutschen Wirtschaft

Rutronik beteiligt sich am KI-Spezialisten Collective Mind

Die Rutronik Elektronische Bauelemente GmbH, einer der führenden Broadline-Distributoren für elektronische Komponenten in Europa, erwirbt eine 30-prozentige Beteiligung an der Collective Mind GmbH, einem Experten für Machine Vision-Anwendungen im KI-Umfeld. Die Unternehmen vereinen somit ihre Kräfte der Bauteiledistribution mit der automatisierten Bildbearbeitung für auf Industrie und Handel zugeschnittene, zukunftsweisende KI-Lösungen.

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Prof. Bernhard Karpuschewski, Direktor der Fertigungstechnik am Leibniz-IWT, sieht eine Reihe expandierender neuer Einsatzfelder für die Schleifbearbeitung. Dazu gehören vor allem die Feinbearbeitung von Verbundmaterialien, die Nachbearbeitung additiv gefertigter Bauteile und die Herstellung von Oberflächen mit höchsten Oberflächengüten. (Bild: Leibniz-IWT)
Grinding Hub: Schleifbranche reagiert auf neue Materialien

Veränderungsdruck erreicht Schleiftechnik-Industrie

Es sind nicht nur die gravierenden Veränderungen im Automotive-Sektor, die von vielen Unternehmen der Schleifbranche derzeit eine Neuausrichtung fordern. Präzise Oberflächenbearbeitung steht am Ende nahezu jedes Verfahrens der Metallbearbeitung und hat entscheidende Auswirkungen auf Qualität und Funktionalität von Produkten. Mehr dazu lesen Sie im folgenden Bericht aus Industrie und Hochschulen.

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