VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
13.10.2014
Freiläufe und Rücklaufsperren
Freiläufe sind drehrichtungsbetätigte Kupplungen. In einer Drehrichtung wird das Drehmoment übertragen (Mitnahmebetrieb), während es in entgegengesetzter Drehrichtung automatisch löst (Leerlaufbetrieb).
Innerhalb des erlaubten Drehzahlbereichs bleiben die Klemmkörper in ständigem Kontakt sowohl mit dem inneren, als auch mit dem äußeren Bauteil. Dadurch sind Freiläufe immer einsatzbereit – sie klemmen sofort, sobald der innere Teil und der äußere Teil in entgegengesetzter Richtung zueinander gedreht werden. Dank dieser Eigenschaft werden Freiläufe eingesetzt als:
Überholkupplung
Als Überholkupplung eingesetzt, soll ein Freilauf so angeordnet werden, dass im Überholbetrieb das Innenteil steht oder niedrig dreht und das Aussenteil “überholt“. Diese Anordnung gestattet höhere Leerlaufdrehzahlen, vermindert Reibverschleiss und Erwärmung und verlängert damit die Lebensdauer des Freilaufs.
Rücklaufsperre
Werden Freiläufe als Rücklaufsperre eingesetzt, gestattet der Freilauf eine Drehbewegung nur in einer Richtung. So kann z.B. eine Rückwärtsdrehung einer Welle oder eines Lüftungsrades verhindert werden.
Schaltkupplung
In der Funktion als Schaltkupplung wird eine hinund hergehende Bewegung in eine schrittweise Drehbewegung übersetzt (z.B. Vorschub).
Spezielle Anwendungen
Wir sind in der Lage, spezielle Wünsche zu befriedigen. Je nach Anforderungen können Sonderanfertigungen nach Zeichnung hergestellt werden. Für den Einsatz in schwieriger Umgebung sind Ausführungen auch in Edelstahl herstellbar.
ATEX Konform 94/09/EG
II 3D T76°C
Produktkatalog: Freiläufe und Rücklaufsperren
