Ostschweizer Technologiesymposium 2015

OTS 2015: Erfolg am Werkplatz 4.0

| Redakteur: Böhm

40 Aussteller verzeichnete das OTS 2015 in diesem Jahr, die mit Anwendern oft auf ein gemeinsames Interesse stiessen.
40 Aussteller verzeichnete das OTS 2015 in diesem Jahr, die mit Anwendern oft auf ein gemeinsames Interesse stiessen. (Bild: M. Böhm)

Mit fast 300 Besuchern und 40 Ausstellern sprengt das Ostschweizer Technologie-Symposium 2015 (OTS) alle Grenzen. Der Erfolg des OTS liegt nicht zuletzt in der hervorragenden Kooperation des Ostschweizer Technologieverbundes, Hochschulen und einem Themenspektrum, das sich seit Jahren an der Praxis orientiert und den Besuchern einen klaren Nutzen für den Produktionsalltag bringt.

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen Windmühlen; das war einer der Schlusssätze von Thomas Zellweger (CEO, Zellweger Management Consultants AG) am Ostschweizer Technologiesymposium zum Thema Industrie 4.0. Wer letztlich Oberhand behält, die Mauern- oder die Windmühlenbauer lässt sich unschwer erraten. Deshalb gilt: Unternehmen sollten frühzeitig auf den Zug der digitalen Industrie aufspringen, um deren Potentiale zu nutzen.

Enormes Interesse an Industrie 4.0

Das Thema Industrie 4.0 ist von grossem Interesse. Das zeigte nicht zuletzt der Ansturm an Teilnehmern am 15. Ostschweizer Technologiesymposium in den Olma-Messehallen in St. Gallen.

Mit 280 Besuchern hat sich das OTS zu einem der bedeutendsten Schweizer Kongresse der MEM-Industrie entwickelt.

PTV: Ostschweizer Unternehmensverbund

Der Grund für den enormen Erfolg läge, wie Mit-Organisator Urs Heiz (E. Bruderer AG), gegenüber dem SMM sagt – neben dem Thema - nicht zuletzt an der hervorragenden Kooperation des Ostschweizer Technologieverbunds, in dem 14 Fertigungs-Unternehmen (Infos siehe Kasten) integriert sind. Hinzukomme eine ausgezeichnete Nähe zur FHO Fachhochschule Ostschweiz, die die folgenden vier Hochschulen vereint:

FHS: Hochschule für Angewandte Wissenschaften, St. Gallen

Ergänzendes zum Thema
 
PTV – der Produktions- und Technologieverbund Ostschweiz

HSR: Hochschule für Technik, Rapperswil

HTW: Hochschule für Technik und Wirtschaft, Chur

NTB: Interstaatliche Hochschule für Technik, Buchs

Somit ergäbe sich, so U. Heiz, eine technologische und fachwissenschaftliche Symbiose, die ihresgleichen sucht.

Welchen Stellenwert das OTS mittlerweile einnimmt, wird offensichtlich, dass mittlerweile der Einführungsvortrag von Volkswirtschaftsdirektor (Benedikt Würth, lic. iur. HSG, Regierungsrat,) des Kantons St. Gallen gehalten wird. Kurz: Hier trifft sich die Schweizer Industrie und Politik zu einem Meinungs- und Technologieaustausch.

Was ist Industrie 4.0?

Was ist Industrie 4.0? Prof. Einar Nielsen, Dozent für Robotik, NTB, gab einen Überblick, was unter Industrie 4.0 zu verstehen ist. Zum einen geht es um eine Individualisierung des Produkts. Jedes einzelne ausgelieferte Produkt ist einzigartig. Es findet ein Paradigmenwechsel statt, indem in Zukunft das Produkt seinen eigenen Produktions- und Lebensprozess steuert. Darüber hinaus existiert das Produkt virtuell im Internet der Dinge von der Bestellung bis hin zur Entsorgung.

Industrie 4.0 geht massiv weiter als CIM

Prinzipiell geht es bei Industrie 4.0 um die Vernetzung von Maschinen, Menschen und Produkten. Teilweise wird Industrie 4.0 mit der CIM der 80er Jahre verglichen, doch Industrie 4.0 geht erheblich weiter als CIM, ist allumfassender. CIM – komplex automatisierte Prozesse – ist nur ein Bestandteil von Industrie 4.0. Nach Thomas Zellweger ist Industrie 4.0 die Fortführung der 3. Revolution, bei der es lediglich um automatisierte Prozesse ging. Die 4. Industrielle Revolution basiert zusätzlich auf Cyber-Physikalischen Systemen (CPS).

CPS umfassen eingebettete Systeme, Produktions-, Logistik-, Engineering-, Koordinations- und Managementprozesse sowie Internetdienste, die mittels Sensoren unmittelbar physikalische Daten erfassen und mittels Aktoren auf physikalische Vorgänge einwirken, mittels digitaler Netze untereinander verbunden sind, weltweit verfügbare Daten und Dienste nutzen und über multimodale Mensch-Maschine-Schnittstellen verfügen. Cyber-Physical Systems sind offene soziotechnische Systeme und ermöglichen eine Reihe von neuartigen Funktionen, Diensten und Eigenschaften.

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