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Andererseits trägt zur hohen Quote der Fehlbesetzungen bei, dass potentielle Fremdmanager selbst das Unternehmen vor ihrem Eintritt nicht intensiv prüfen. „Insbesondere wenn die Kandidaten aus Publikumsgesellschaften in ein Familienunternehmen wechseln, prallen unterschiedliche Auffassungen von Unternehmenskultur und Wertevorstellungen aufeinander – was oft Konfliktpotential birgt“, erklärt Jaecker.
Darüber hinaus haben 20 % der befragten Inhaber keinen festen wiederkehrenden Gesprächstermin mit ihrem Fremdmanager. Dabei ist eine regelmäßige Kommunikation tragend für den Erfolg des Unternehmens und einer erfolgreichen Führung.
Nur Fremdmanagern mit Erfahrung in Familienunternehmen einsetzen
Besonders relevant für den Erfolg von Fremdmanagern scheint die vorherige Erfahrung in anderen Familienunternehmen sowie in der entsprechenden Branche zu sein. Loyalität, Führungsstärke und Persönlichkeit sind dabei grundsätzlich erforderliche Eigenschaften eines Fremdmanagers. „Der Fremdmanager muss das gleiche Werte- und Zielesystem der Eigentümerfamilie und Unternehmen haben, um langfristig erfolgreich zusammenarbeiten zu können“, charakterisiert Jaecker den optimalen Kandidaten.
Die Studie zeigt zudem, dass auch ohne akademischen Abschluss eine Karriere in Familienunternehmen möglich ist: Rund 20 % der Fremdmanager wurden auch ohne abgeschlossenes Studium eingestellt.
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