VDMA Aktivitäten chinesischer Wettbewerber müssen genau analysiert werden

Redakteur: Claudia Otto

China strebt im Rahmen des 12. Fünf-Jahres-Plans einen Switch vom rein quantitativen zum qualitativen Wachstum an. Das Land will so seine Abhängigkeit von ausländischen Technologien reduzieren und in einigen Bereichen Innovationsführer werden. Für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer könnten dadurch neue Wettbewerber entstehen.

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VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner zum 12. Fünf-Jahres-Plan Chinas: "Die Umsetzung dieser hat enorme Auswirkungen auf den deutschen Maschinenbau."
VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner zum 12. Fünf-Jahres-Plan Chinas: "Die Umsetzung dieser hat enorme Auswirkungen auf den deutschen Maschinenbau."
(Bild: Otto)

Weg vom quantitativen hin zum qualitativen Wachstum – dies ist Teil des 12. Fünf-Jahres-Plans Chinas. „China will seine Abhängigkeit von ausländischen Technologien weiter reduzieren und in einigen Bereichen Innovationsführer werden“, sagte VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner bei der Vorstellung der Studie Implications of the 12th Five-Year-Plan for German Machinery Manufactures, welche die Droege Group China im Auftrag der Impuls-Stiftung des VDMA durchgeführt hat.

China fördert sieben strategische Bereiche mit 1,2 Bio. Euro

Bis 2015 werde China seine Investitionen in Forschung & Entwicklung mehr als verdoppeln. Sieben strategische Bereiche sollen mit 1,2 Bio. Euro gefördert werden, um globale Technologieführerschaft zu erreichen: Umweltfreundliche Fahrzeuge, neue Energiequellen, High-End-Equipment, Energieeffizienz, neue Materialien, Biotechnik und neue IT. Diese Schlüsselindustrien sollen der Studie zufolge um jährlich 33 % wachsen. „Die Schlüsselindustrien sollen regional konzentriert werden, zum Beispiel High-End-Equipment in Hunan oder neue Energien in Sichuan“, erklärte Lindner.

Deutsche Maschinenbauer müssen chinesischen Wettbewerb auf Distanz halten

Auf diese veränderten Bedingungen müssten sich deutsche Maschinenbauer einstellen. „Das kann sowohl verstärkte Produktion und Entwicklung in China heißen, Nachdenken über neue Kooperationen oder gesteigerte Innovationen, um den chinesischen Wettbewerb auf Distanz zu halten“, so Lindner. Die Studie zeige auf, welche Geschäftsmöglichkeiten sich erschließen, aber auch in welchen Bereichen ausländische Unternehmen oder Importeure in China vor verschlossenen Türen stehen werden.

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