alu.ch prognostiziert leichte Erholung der Aluminiumindustrie

Redakteur: Redaktion SMM

Das letzte Jahr war für die Aluminiumindstrie eine Bewährungsprobe. Der exportorientierte Industriezweig litt stark unter der Wirtschaftskrise. Gewisse Märkte für Aluminiumhalbzeuge brachen um 50 bis 90 Prozent zusammen, teilte der Aluminiumverband alu.ch mit.

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Als direkte Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise waren die exportorientierten Schweizer Aluminiumhalbzeug-Zulieferer unmittelbar von den globalen Investitionsstopps betroffen. Die Schweizer Walz- und Presswerke mussten eine Reduktion der Gesamtablieferung von 18,6% auf 135000 Tonnen verbuchen. Vor allem in den Sparten Automobil, Pneumatik und Nutzfahrzeuge führte der Abbau von sämtlichen Zwischenlagern zu Einbrüchen von 50%. Auch in den Bereichen Maschinenbau, Heimwerkgeräte und Elektrotechnik reduzierte sich das Absatzvolumen im vergangengen Jahr um die Hälfte. Von der Krise beinahe verschont geblieben ist das Bauwesen. Der Einsatz von Aluminiumteilen für Fassaden, Rahmen und Fenster ging nur leicht zurück. Ebenfalls befriedigend verlief 2009 für die Schweizer Aluminiumindustrie im Bereich Verpackungen.Leichte ErholungDas 1. Quartal 2009 zeigt erste Erholungstendenzen der Aluminiumindustrie. Die Schweizer Presswerke konnten beim Bestellungseingang mit einem Plus von 14% gegenüber der Vorjahresperiode starten.Die Situation bleibe aber fragil, teilte der Aluminiumverband Schweiz mit. Mehrheitlich liege dies in den instabilen Rahmenbedingungen in den verschiedenen Märkten der Schweizer Aluminiumindustrie. Erschwerend kommen die Wechselkursschwankungen hinzu sowie der überall herrschende Preisdruck und die steigendenh Energiekosten im Inland. Sollten sich, gemäss Aluminiumverband die Bedingungen noch verschlechtern, müsste mit einer weiteren Produktionsverlagerung ins Ausland gerechnet werden.