Automatische Montageanlage für Koaxialstecker
Bei der automatischen Montage von Steckervarianten durchlaufen die Einzelteile und Unterbaugruppen verschiedene Arbeits-, Montage- und Prüfstationen. Die dafür erforderlichen Transport-, Positionier-, Greif-, Sortier- und Prüfaufgaben löst eine Montageanlage der Firma IEF Werner seit dem Frühjahr 2009 zur vollen Zufriedenheit.
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joe. Die Aufgabe lautete kurz und bündig: Vollautomatisches Montieren von Koaxialsteckern unterschiedlicher Bauformen und Stückzahlen. Darunter verstand ein Unternehmen aus dem Automotive-Bereich alle Arbeitsschritte, von der Bereitstellung der vereinzelten Montageteile über eine typenabhängige Zwischen- und Endmontage in Zyklen oder Einzelschritten, einschliesslich diverser Prüfaufgaben, bis hin zum versandgerechten Verpacken der Stecker.
Das Pflichtenheft für die Montage der sieben Produktausführungen - fünf gerade, einfache sowie zwei doppelte Koaxialstecker - legte auch die Anlagenleistung fest. Bei einem Nutzungsgrad von mindestens 85% durfte der Anlagentakt bei den geraden, einfachen Steckern von der Zufuhr der Einzelteile bis zum Fertigteil vier Sekunden nicht überschreiten. Ähnlich hohe Anforderungen wurden wegen der zahlreichen Varianten auch an die Umrüstflexibilität gestellt. Das Umrüsten von einer Steckerart auf die andere sollte deshalb maximal eine Stunde dauern, einschliesslich Leeren der Vibrationswendeltöpfe und Wechsel der Aufnahmeeinheiten, Greifer und Vereinzelungsvorrichtungen.
Montagekompetenz und modulares Konzept überzeugen
Bei den Lösungsvorschlägen für diese komplexe Aufgabe stützte sich die Firma IEF Werner GmbH auf ihre industriebewährten Positioniersysteme «Euroline» mit Linearmotor, aus Handlingkomponenten sowie auf die umfangreiche Planungskompetenz ihrer Automatisierungsspezialisten. Diese Stärken waren neben den flexibel angelegten Montageabläufen mit der darauf abgestimmten Logistik und der kurzen Lieferzeit entscheidend für die Auftragserteilung.
Die wichtigsten Bestandteile der 1964 mm langen und 1580 mm breiten Gesamtanlage sind das Grundgestell, die Transport-einheiten, die Montagezellen mit auswechselbaren Arbeits- und Montagestationen und die Werkstückträger. Das aus Stahlprofilen aufgebaute Grundgestell trägt die Transporteinheiten für die IEF-Gurtbänder und die Aufnahmen für die drei Montagezellen. Integrierte Schnittstellen zur Energieversorgung und für den Datentransfer erleichtern den Austausch der Zellen und damit das Anpassen der Zellenbestückung an die produktabhängige Montage. Jede der 420 x 750 mm grossen, auf einer Grundplatte befestigten Montagezellen kann ausserhalb der Anlage konfiguriert und getestet werden. Nach dem Einschieben in das Grundgestell sichern Kugel- und Prismenaufnahmen die exakte Positionierung.
