Bei Mikron ziehen die Geschäfte an

Redakteur: Redaktion SMM

Das 1. Quartal 2010 verlief für Mikron positiv. Das Unternehmen konnte den Auftragseingang markant steigern, musste jedoch beim Umsatz, wegen der Langfristigkeit der Projekte eine Reduktion verbuchen.

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Mikron konnte im 1. Quartal 2010 den Bestellungseingang gegenüber dem Vorjahr um 60.5% auf CHF 49.1 Mio. erhöhen. Der Umsatz beläuft sich auf CHF 39.3 Mio. (-11.5%). Der Zuwachs bei den Bestellungen ist im Vergleich zum sehr tiefen Vorjahreswert zu sehen. Beim Umsatz schlug sich die positive Entwicklung des Bestellungseingangs erst teilweise nieder – dies als Folge der im Projektgeschäft üblichen, mehrmonatigen Dauer der Auftragsabwicklung. Insgesamt lagen die Bestell- und Umsatzvolumen im 1. Quartal aber auf Höhe der Erwartungen, wie das Unternehmen mitteilte. Erfreulich ist, dass die Bestellungen wie bereits im 4. Quartal 2009 über dem Umsatz lagen. Ob damit die erhoffte Trendwende eingeleitet ist, werden die kommenden Quartale weisen müssen. Grundsätzlich stimmt das Startquartal Mikron vorsichtig optimistisch.Mikron MachiningSowohl für Mikron Machining als auch für Mikron Automation hat sich das wirtschaftliche Umfeld in den letzten Monaten verbessert. Mikron Machining stellt Maschinen und Schneidwerkzeuge für die hoch präzise Bearbeitung von kleinen bis handgrossen Metallteilen in grossen Mengen her. Ein erheblicher Teil des Geschäftsvolumens wird mit der Automobilzulieferindustrie sowie der Schreibgeräteindustrie erzielt. Die leichte Wiederbelebung des Geschäftsgangs, die in der 2. Jahreshälfte des Vorjahres zu verzeichnen war, setzte sich im 1. Quartal 2010 fort. Davon profitieren konnte vor allem das Werkzeug- und Servicegeschäft mit der Automobilzulieferindustrie. Das Neumaschinengeschäft war vor allem geprägt durch Bestellungen der Schreibgeräteindustrie in Asien. Der Bestellungseingang von CHF 29.4 Mio. (+297.3%) sowie der Umsatz von CHF 21.6 Mio. (+18.0%) lagen beide deutlich über dem ersten Quartal des Vorjahres. Die Werte vergleichen sich allerdings mit sehr tiefen Vorjahrszahlen, welche stark von der Krise beeinflusst waren. Der Einsatz von Kurzarbeit konnte stark reduziert werden. Der im Dezember 2009 angekündigte Stellenabbau am Standort Agno (Schweiz) wurde im 1. Quartal 2010 umgesetztMikron AutomationMikron Automation stellt Anlagen für die Montage von kleinen bis handgrossen Produkten in grossen Mengen her und entwickelt Automationslösungen für Teilprozesse der Produktion. Der grösste Teil des Geschäftsvolumens stammt von Kunden aus der Medizinaltechnik- und Pharmaindustrie. Die Division verzeichnete während des 1. Quartals 2010 eine rege Offertetätigkeit. Ausserdem wurden einige der im letzten Jahr aufgeschobenen Projekte von den Kunden wieder aktiviert. Im Bestellungseingang schlugen sich diese Aktivitäten erst zum Teil nieder.Der Bestellungseingang von CHF 20.2 Mio. (-12.9%) sowie der Umsatz von CHF 18.1 Mio. (-30.7%) lagen unter dem ersten Quartal des Vorjahres. Der Rückgang beim Umsatz erklärt sich damit, dass Mikron Automation in der Vergleichsperiode noch vom starken Auftragsvorrat aus dem Jahr 2008 profitierte. Am Hauptstandort in Boudry wurde zum Jahresbeginn erstmals Kurzarbeit eingeführt, um die Kapazitäten an das aktuelle Umsatzniveau anzupassen. Gleichzeitig wird die Kurzarbeit genutzt, um die Mitarbeitenden auf verschiedenen Ebenen spezifisch weiterzubilden, und um eine künftige Markterholung effizient nutzen zu können.