CAD/CAM für Fertigung von Titanprothesen
Ein künstliches Gelenk muss das Gleiche leisten wie ein natürliches. Damit dies auch gelingt, ist sowohl in der Konstruktion als auch in der Fertigung viel Entwicklungsarbeit erforderlich. Zwei Firmen entwickeln und fertigen mit Hilfe von Hyper-CAD und Hyper-Mill Kniegelenke aus Titanlegierungen – sowohl für die Prototypen- als auch für die Serienfertigung.
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mei. In der modernen Medizin wird ständig an Verbesserungen und Neuentwicklungen gearbeitet sowie nach neuen Lösungen gesucht. Gelenkprothesen werden optimiert, um die Funktion der Originale so naturgetreu wie möglich zu kopieren. Dabei stehen sowohl das Gelenk als auch der Ablauf bei den Eingriffen auf dem Prüfstand. Und optimierte Verfahren und Geräte sorgen für weniger belastende Operationen.
Bis eine neue Prothese oder ein neues Instrument zum Einsatz kommt, ist es ein oft schwieriger Weg. Die Ideen von Ärzten und Wissenschaftlern müssen in fertigbare Konstruktionen überführt werden. Die CGL GmbH hat sich auf die Entwicklung qualitativ hochwertiger Knie- und Hüftprothesen spezialisiert. Im Gegensatz zu den verbreiteten Kniegelenkprothesen aus einer Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierung setzt das Unternehmen auf eine Titan-Legierung mit Nioboberflächengehärteten Gleitflächen. Die Kontaktflächen zum Knochengewebe bestehen aus Reintitan. Vorteile des eingesetzten Materials sind eine niedrigere Gewebebelastung durch einen wesentlich geringeren Abrieb gegenüber Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierungen und ein minimiertes Allergierisiko. Die Verarbeitung von Titan stellt jedoch sehr hohe Anforderungen an die Fertigung.
CAD/CAM für Doppelschlitten-Knie-Implantate aus Titan
Sowohl in der Konstruktion wie auch in der Prototypen- und Serienfertigung arbeitet die CGL GmbH sehr eng mit der Lex Feinmechanik GmbH zusammen. So wurde zum Beispiel 2004 gemeinsam mit der anspruchsvollen, technisch schwierigen Entwicklung und Spezifikation von Doppelschlitten-Knieimplantaten aus Titan begonnen. Seither entstehen diese hochgenauen Totalknieprothesen serienmässig auf modernsten CNC-Maschinen - in verschiedenen Standardgrössen oder als Individualprothese.
Insgesamt 20 Jahre Erfahrung bei der Fertigung von Spezialwerkzeugen gewährleisteten bei der Firma Lex beste Voraussetzungen für die Arbeit im Bereich Medizintechnik. Martin Lex, Mitinhaber und Geschäftsführer: «Unser Pluspunkt war immer, dass wir uns sehr intensiv mit der Thematik unserer Kunden auseinandersetzen. Auf dieser Basis können wir unser Fertigungs-Know-how optimal einbringen. Ich selbst habe mehrfach Operationen verfolgt, um die Abläufe und Arbeitsabfolgen bei der Implantation von Kniegelenken zu verstehen. So kann ich mein Wissen gezielt einbringen.»
