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Ein weiteres CERN-Experiment, bei dem Comsol Multiphysics von Nutzen war, ist «CMS», einer der Teilchendetektoren im «Large Hadron Collider» (LHC), dem unterirdischen Teilchenbeschleuniger mit einem Ringumfang von 27 Kilometern. Hier nutzte Bertrand Baudouy von der französischen Atomenergiekommission die Software, um das Tieftemperaturkühlsystem auszulegen, das die Magnete des CMS auf einer Temperatur von –269 °C (4 °K) hält. «Ich bin nun in der Lage, die Kühlkanäle der supraleitenden Magnete in etwa einer Woche auszulegen. Dafür wurden bisher zwei bis drei Monate benötigt», so Baudouy.
Keine Begrenzung bei der Anzahl der Kerne
Bezüglich dem Entscheid des CERN zum Kauf der Software fügt Bähler an: «Ein zusätzlicher attraktiver Aspekt war die Möglichkeit, eine einzelne Netzwerklizenz des CERN einsetzen zu können, um einen Comsol-Job auf einer beliebigen Anzahl von CPUs oder einem Rechen-Cluster ablaufen zu lassen. Dies ist bei vielen anderen Produkten mit einem CPU-bezogenen Lizenzschema nicht möglich. Es ist für uns wichtig, nicht auf eine bestimmte Anzahl an Kernen begrenzt zu sein, da wir unsere Computerressourcen ständig aktualisieren und erweitern. Wir müssen keine neuen Lizenzen erwerben, sondern können die Software auch auf neuer Hardware sofort einsetzen und die volle Rechenleistung nutzen, sobald die Hardware installiert ist.»
Dr. Sven Friedel der Comsol Multiphysics GmbH, der das CERN bei der Implementierung der Software unterstützt hatte: «Beim CERN gehen die Forscher bei einer Reihe von Anwendungen und in der Modellierung über die heutigen Grenzen des Wissensstandes hinaus. Es wird deutlich, dass Comsol ihnen eine Tür zu neuen Technologien öffnet und es ermöglicht, ihre Kreativität frei zu entfalten.» <<
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