Mikron Tool Agno positioniert sich mit der Weiterentwicklung seiner «CrazyTools» weltweit als Technologieführer in der Hochleistungszerspanung anspruchsvoller Materialien im Mikrobereich. Dabei konzentriert sich das Unternehmen zu 100 Prozent auf die Entwicklung von Fertigungsprozessen und die Herstellung von Bohr-, Fräs- sowie Sonderwerkzeugen. Darüber hinaus setzt das Tessiner Unternehmen auf eine strategische Partnerschaft mit DMG MORI, bei der insbesondere medizintechnische Fertigungsprojekte initiiert und global umgesetzt werden. Die jüngste Formfräser-Entwicklung reduziert die Hauptzeit beim Schlichten von Knochenplatten um 92 Prozentpunkte – wenn das nicht verrückt ist.
Im Bild der neu konzipierte Schaftfräser. Er erzielt eine hervorragende Oberflächenqualität, die dem sogenannten Superfinish-Standard gerecht wird, der bei vielen medizintechnischen Komponenten gefordert wird.
(Bild: Thomas Entzeroth)
Verrückt, unkonventionell, sensationell, kurz: CrazyTools. Drei Prodex-Awards und einen SMM-Award hat Mikron Tool in den letzten 15 Jahren mit seinen CrazyTools gewonnen. Das kommt nicht von ungefähr. In 25 Jahren ist das Unternehmen von knapp 30 auf über 250 Mitarbeitende gewachsen. Möglich wurde dies durch die strategische Ausrichtung auf Hochleistungswerkzeuge («CrazyTools») für Hochleistungswerkstoffe. In diesem Zusammenhang wurde nicht nur die Werkzeugproduktion am Standort Agno im Tessin kontinuierlich ausgebaut und modernisiert, sondern parallel dazu auch in eines der technologisch führenden Applikationszentren von DMG-MORI-Bearbeitungszentren investiert, um die Werkzeuge und die komplexen Fertigungsprozesse werkstoff- und anwendungsgerecht zu optimieren. Erst im Oktober 2023 besuchte Dr.-Ing. Masahiko Mori (CEO, DMG MORI) die «Verrückten von Agno», um sich direkt vor Ort ein Bild der Entwicklungskooperation zu machen.
Entwicklungsteam für anspruchsvolle Fertigungsprozesse
Mit zehn Mitarbeitenden verfügt Entwicklungsleiter Dr. Alberto Gotti über eine Entwicklungsmannschaft, die das gesamte Spektrum moderner Hochleistungszerspanung beherrscht.
A. Gotti: «Die Ursprünge unseres Unternehmens liegen in der Werkzeugentwicklung für Rundtaktmaschinen. Wir mussten die Werkzeuge so optimieren, dass der jeweilige Rundtaktprozess perfekt funktioniert und das x-mal pro Minute. Das heisst, wir haben es immer verstanden, mehrere Funktionen wie Senken, Bohren, Fräsen und Reiben in ein Werkzeug zu integrieren resp. zu kombinieren. Der Vorteil resultiert in einem schnellen Maschinen-Set-up, kurzen Herstellungszeiten und damit wesentlich günstigeren Fertigungskosten.
Marco Cirfeta (Verkaufsleiter): «Parallel dazu haben wir einzigartige und mit Innovationspreisen ausgezeichnete Bohrer und Fräser entwickelt, unsere ‹CrazyTools›. Wir bieten unsere Hochleistungsbohrer und -fräser in standardisierten Abmessungen ab Katalog an, im Durchmesserbereich von 0,1 bis 8 mm und natürlich in verschiedenen Längen. Alle Crazy-Werkzeuge zeichnen sich durch eine «verrückte» Performance aus, das heisst, dass die Schnittwerte weit über dem üblichen Standard des Marktes liegen.»
Im Fokus: Hochleistungswerkstoffe von Titan bis Chrom-Cobald
Alberto Gotti ergänzt: «Zudem bieten wir ein komplettes Programm an CrazyDrills und CrazyMills an für Hochleistungswerkstoffe wie Edelstahl, hitzebeständige Stähle und Titan. Deren Produktivität als auch die Standzeit suchen ihresgleichen. Jeder Kunde, der unsere Werkzeuge einsetzt, wird das bestätigen. Die gesamte Werkzeugpalette ist jeweils in unseren Niederlassungen in Europa, Asien und Nordamerika lagerhaltig und spätestens in 24 Stunden nach Bestellung beim Kunden. Nebst einer ausgereiften Logistik unterstützen unsere Techniker von allen Niederlassungen aus unsere Kunden, um unsere Crazy-Werkzeuge mit den «exotischen» Einsatzdaten in meist anspruchsvollen Anwendungsfällen einzusetzen.»
Durchlaufzeiten auf 50 Prozent reduzieren
Das Entwicklungs- und Applikationszentrum von Mikron Tool ist mit modernsten DMG-MORI-Bearbeitungszentren ausgestattet, um Fertigungskonzepte für komplexe Komponenten, typischerweise aus schwer zerspanbaren Materialien, hocheffizient und wirtschaftlich zu entwickeln und zu demonstrieren.
Dr. Alberto Gotti: «Unser Entwicklungszentrum basiert auf einer engen Technologie-Partnerschaft mit DMG MORI. Neben unserem Know-how in der Werkzeugentwicklung haben wir umfassende Kenntnisse in Materialwissenschaft und Prozessentwicklung. Diese Kompetenzen setzen wir ein, um unsere Kunden zu supporten, indem wir für sie bestehende Fertigungsprozesse optimieren oder neu definieren. Eine unserer Stärken ist dabei, dass wir sehr schnell Werkzeuge realisieren können, in denen wir beispielsweise zwei bis vier Funktionen kombinieren. Unter Einbezug des Werkzeugmaschinentyps legen wir dann die neuen Fertigungsprozesse aus, die die Durchlaufzeiten von Bauteilen oft auf 50 Prozent oder mehr der bisherigen Zeit reduzieren.»
Heute übertragen die Spezialisten der F&E-Abteilung der Mikron-Tool-Gruppe das gewonnene Know-how aus der Realisierung dieser Sonderwerkzeuge konsequent auf die Entwicklungsprojekte für zukünftige «Crazy»-Katalogwerkzeuge.
Dr. Alberto Gotti: «Was bedeutet das? Die Schneidgeometrien unserer Präzisionswerkzeuge sind sowohl im Mikro- als auch im Makrobereich auf absolute Höchstleistung betreffend Zeitspanvolumen und Standzeit ausgelegt. So haben wir beispielsweise für verschiedene Titansorten, die sich zerspanungstechnisch stark voneinander unterscheiden, materialspezifische Bohrergeometrien inklusive Substratauswahl entwickelt. Das Resultat: prozesssicheres Bohren von Titan bei hohen Schnittwerten, langen Standzeiten und hervorragender Bohrungsqualität.»
Stand vom 30.10.2020
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Diese Kompetenz kommt auch bei der Entwicklung speziell von uns konzipierter Formfräser zum Tragen. Während gewisse Geometrien bisher mit Kugel- oder Parabelfräsern durch Abzeilen geschlichtet wurden, hat Mikron Tool für diese konkaven und konvexen Strukturen angepasste Formfräser entwickelt. Marco Cirfeta (Verkaufsleiter): «Mit diesen Fräsern sind wir in der Lage, die Oberflächen von Formen oder Formflächen in einem Durchgang zu schruppen und zu schlichten. Das bringt eine enorme Zeitersparnis: Statt bei bisherigen 2:30 Minuten liegt die Prozesszeit neu bei 12 bis 20 Sekunden. Die hohe Schlichtqualität ist aber nur möglich, weil wir beim Fräsen an allen Punkten des Werkzeuges dieselben Schneidkräfte erzeugen, d.h. die Schneidkanten unserer Spezialfräser über die gesamte Schneidenlänge mit den erforderlichen Winkeln schleifen können. Würden wir dies bei der Herstellung der Werkzeuge nicht beherrschen, wäre eine solche Fertigungsstrategie nicht realisierbar.»
Mikron Tool: International aktiv
Das ist nur ein Beispiel aus dem Bereich der Sonderwerkzeugentwicklung. Mikron Tool unterstützt Hersteller komplexer Komponenten konsequent bei der Optimierung von Bearbeitungsstrategien. Neben der technologischen Kompetenz sind die Tessiner Zerspanungsspezialisten fliessend in Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Chinesisch unterwegs.