Datenfunk in eigene Produkte integrieren
Datenkommunikation per Funk findet in technischen Systemen quer durch alle Branchen attraktive Einsatzbereiche, von der Industrieanlage bis hin zum Haushaltgerät. Nicht jeder Hersteller kann aber den Aufwand für die Entwicklung der benötigten Funkkommunikation selber übernehmen. Hier ist der Einsatz vorgefertigter, in vielen Anwendungen erprobter Embedded-Funkmodule eine sinnvolle Lösung.
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Die Datenkommunikation per Funk ist weiterhin auf dem Vormarsch und findet in technischen Geräten quer durch alle Branchen attraktive Einsatzbereiche. Angefangen bei der Fabrikautomation über die Automobilindustrie, die Prozesstechnik, den Energiesektor, die Medizintechnik, den Maschinen- und Anlagenbau, die Logistik, den Konsumerbereich bis hin zur Gebäudeautomation. Nahezu überall finden sich Produkte, welche durch die Integration innovativer Funkkommunikation optimiert oder überhaupt erst realisiert werden können.
Beispielsweise ergeben sich auch bei erneuerbaren Energien ideale Einsatzbereiche. So erleichtert die Integration von Funkkommunikation in die Steuerung von Windkraftanlagen oder Solarpanels die Kommunikation einzelner Anlagenteile untereinander oder mit einer zentralen Leitwarte. In Industrieanlagen mit weitläufigem Gelände, in denen sich Kabel nur schwer oder gar nicht verlegen lassen, eignet sich Funk zur Vernetzung einzelner Anlagenteile miteinander. Die Zahl der Anwendungen, in denen die Integration von Funk einen echten Mehrwert liefert, ist fast nur durch die Fantasie der Anwender beschränkt.
Die Integration von Funkkommunikation in ein Gerät oder eine Anlage ist aber alles andere als trivial. Anstatt für den jeweiligen Einsatzfall Funklösungen selbst zu entwickeln, ist es folglich sinnvoll, möglichst frühzeitig externe Experten mit ins Boot zu nehmen.
Unterschiedlichste Anforderungen an die Funktechnologie
Weil der Bedarf zur Integration von Funklösungen in elektronische Geräte aller Art am Markt steigt, ist die Firma Welotec GmbH aus Laer im Münsterland (D) vor kurzem eine Kooperation mit der RF Monolithics, Inc. (RFM) eingegangen. Künftig vertreiben die Münsterländer deutschlandweit sowie in Österreich und der Schweiz sechs Produktserien von RFM und gehen damit einen deutlichen Schritt in Richtung Integration von Funkkommunikation in Geräte.
Alle Serien arbeiten im Frequenzbereich von 2,4 GHz, nutzen abhängig vom Modul entweder den IEE-802.11b/g-WiFi-WLAN-, IEEE-802.15.4-, ZigBee- beziehungsweise einen proprietären Standard. Je nach Modul lassen sich Punkt-zu-Punkt-, Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen beziehungsweise vermaschte Netze (Mesh-Technologie) aufbauen. Als Schnittstellen werden verschiedene serielle, analoge und digitale Ein-/Ausgänge angeboten. Alle Module überzeugen durch extrem geringen Stromverbrauch, im Schlummermodus sind das beispielsweise bei der LPR-Serie nur 3 µA, 28 mA beim Senden und 27 mA beim Empfangen. Angeboten werden Übertragungsraten zwischen 4,8 kbps und 11 Mbps. In geschlossenen Räumen können Reichweiten zwischen 30 und mehreren hundert Metern erreicht werden, im Freien sind es bis über 1000 m.
