Dentaltechnischen Fortschritt gestalten

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Umsatzverdoppelung dank gestiegener Produktivität

Als Fräseinheit setzt das Unternehmen mit Sitz in Gargazon (Prov. Bozen) seit Oktober 2007 auf eine Ultrasonic 20 linear der Firma Sauer. Das hat die Produktivität derart erhöht, dass Dentallabor seinen Umsatz 2008 verdoppeln konnte und heute zusätzlich als modernes Fräszentrum für momentan 30 Kunden fungiert. Denn auch kleinere Labore haben die klassischen Werkzeuge zur Seite gelegt und nutzen 3D-Scanner und CAD-Software des Bozener Unternehmens, um den erforderlichen Zahnersatz virtuell zu modellieren und von Denttec fertigen zu lassen.

Zirkon: nur mit modernster Frästechnik zu bearbeiten

«Zirkon hat in der Dentalindustrie einiges zum Rollen gebracht», blickt Andreas Geier auf die Entwicklung seiner Branche zurück. Der Gründer des Dentallabors bezieht sich damit auf den Einzug der CAD/CAM-Technologie in die Dentalindustrie. Für kleinere Labore hat es sich in der Vergangenheit nicht gelohnt, in die moderne Technik zu investieren, da alle Materialien sehr gut auf herkömmliche Art und Weise bearbeitet werden konnten. Erst das Zirkon hat den Wechsel zur industrialisierten Herstellung von Zahnersatz gerechtfertigt, denn das neue Material war nur mit modernster Frästechnik effizient zu bearbeiten. Denttec hat das erkannt und sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

Forschung und Entwicklung für einen lückenlosen Prozess

Den Einstieg in die CAD/CAM-Technologie hat Denttec von Beginn an nach seinen eigenen Vorstellungen gestaltet. Das Ziel bestand darin, eine CAD-Software zu entwickeln, die speziell auf die Anforderungen der Dentalindustrie angepasst ist. «Wir wollten die bis dato manuellen Bearbeitungsschritte eins zu eins in den virtuellen Raum übertragen», erklärt Andreas Geier. Den idealen Partner für dieses Projekt hat das Labor im Fraunhofer Institut in München gefunden, wo man die Ideen der Zahntechniker konsequent umgesetzt hat.

Bei der Wahl des Scanners hat das Labor ebenfalls einen kompetenten Partner gefunden. Die Firma Smart-Optics-Sensortechnik GmbH hatte zu diesem Zeitpunkt zwar keine Erfahrung in der Dentaltechnik, doch das technische Know-how war ausreichend, einen Scanner zu entwickeln, der den Vorgaben der Zahntechniker entsprach.

Industrialisierung mit HSC-Fräsen und Ultrasonic-Zerspanung

Mit der Investition in eine Fräsmaschine vom Typ Ultrasonic 20 linear hat Denttec den industrialisierten Prozess abgerundet. Diese keineswegs willkürliche Entscheidung beruhte darauf, dass die Maschine den Anforderungen gerecht wurde, die Andreas Geier prägnant zusammenfasst: «Wir wollten damit sämtliche Materialien mit einer Genauigkeit im ?m-Bereich bearbeiten können.. Wenngleich andere Maschinen zur Wahl standen, so war die Sauer-Maschine die einzige, in der HSC-Fräsen und Ultrasonic-Zerspanung kombiniert wurden. Die 5-Achs-Simultanbearbeitung ermöglicht darüber hinaus die Fertigung komplexer Geometrien. Mit anderen Worten: Von nun an konnte Denttec jegliche Indikationen auf einer Maschine herstellen.

Expansion dank erhöhtem Durchsatz

Mit der Investition in das neue Equipment hat das Unternehmen den Wandel vom kleinen Dentallabor hin zum Fräszentrum vollzogen. Das traditionelle Handwerk gehört heute der Vergangenheit an. Stattdessen modellieren die Zahntechniker virtuelle Modelle und geben diese weiter an die Fertigung auf der Ultrasonic-Maschine. Für diesen Teil der Prozesskette ist ein eigens eingestellter Maschinenbautechniker zuständig, der als Experte für CNC-Technik das Team von Denttec sinnvoll ergänzt.

Die Umstellung des Fertigungsprozesses schlägt sich heute in den Geschäftszahlen nieder. Die Maschine ist 20 Stunden pro Tag im Einsatz und läuft mit einer Roboterautomation auch am Wochenende. 10000 Einheiten Zahnersatz stellt Denttec momentan pro Jahr her, den Umsatz konnte das Labor 2008 verdoppeln. «Dieses Produktionsvolumen ist nur zu erreichen, wenn man Aufträge von aussen einholt und Kollegen mit ins Boot nimmt», macht Andreas Geier deutlich.

Kundenbindung mittels CAD-Software

Das Auftragsvolumen erhöht Denttec durch den Vertrieb seiner Scanner und CAD-Software. 30 Labore nutzen bereits diese Grundausstattung und modellieren die virtuellen Modelle, um sie dann im Bozener Fräszentrum fertigen zu lassen. Andere Labore möchten sich zunächst von der Technologie überzeugen. Das Unternehmen bekommt in solchen Fällen die manuell gefertigten Modelle der Labore und bindet sie in die Herstellung mittels CAD/CAM ein - angefangen beim 3D-Scan über die CAD-Modellierung bis hin zur Fräsbearbeitung. «In der Regel erwerben die Labore dann die Grundausstattung, um weiterhin individuell im eigenen Labor zu arbeiten und trotzdem von unserer Produktivität profitieren zu können», erklärt Andreas Geier.

Denttec sieht auch in Zukunft weiteres Wachstum. Bis Ende des Jahres möchte das Unternehmen mit 50 Scannern am Markt vertreten sein. Ende 2010 sollen es 100 sein. Mit drei Ultrasonic-Maschinen wird das Unternehmen die steigende Zahl an Aufträgen dann bewältigen. Ein erhöhtes Interesse zeigt das Dentallabor in diesem Zusammenhang auch an der neuen Ultrasonic 10.

Zukunftsweisende Partnerschaft mit Sauer

Andreas Geier war bereits in der Entwicklungsphase der Ultrasonic 10 involviert. Daraus ist eine Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen gewachsen, bei der nicht nur der Wissensaustausch im Vordergrund stand. Die menschliche Komponente, so Andreas Geier, habe ebenfalls gepasst. Die Partnerschaft zahlt sich für beide Parteien aus: Im nächsten Schritt wird Denttec als Pilotkunde die neue Maschine auf Herz und Nieren testen. «In meinen Augen hat die Ultrasonic 10 als kleinere und günstigere Maschine ein Riesenpotenzial», prognostiziert der Geschäftsinhaber.

CAD-Software um CAM-Programmierung einzusparen

Das kompakte Format und die fast gleichwertige technische Ausstattung, verglichen mit der Ultrasonic 20 linear, machen die Ultrasonic 10 zu einem überaus attraktiven Objekt für Dentallabore. Nicht nur das Maschinenkonzept ist perfekt auf die Dentalindustrie zugeschnitten, Andreas Geier denkt schon einen Schritt weiter: «Künftig wird nach Abschluss der Modellation in der CAD-Software das virtuelle Modell direkt an die Maschine geschickt - ohne aufwendige CAM-Programmierung. Der Bearbeitungsschritt mit der CAM-Software wird dann gar nicht mehr visualisiert.»

Die permanente Weiterentwicklung des Prozesses führt dazu, dass Dentallabore in naher Zukunft gänzlich ohne maschinentechnisches Know-how von den Vorzügen der industrialisierten Prozesskette profitieren können. Andreas Geier hat keine Angst, dass seine eigenen Kunden zu Konkurrenten werden, wenn sie in die Maschine investieren. Er möchte genau diesen Gesamtprozess anbieten und seinen Kunden die Möglichkeit geben, alle Arbeiten im eigenen Labor durchführen zu können. Der Wandel des Unternehmens schreitet so voran - vom Fräszentrum zum individuellen Kompetenzdienstleister. Denn: «Die Entwicklung und Innovation sind und bleiben unsere Kernkompetenzen», wie Andreas Geier betont.

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