SWISSMECHANIC Deutliche Bremsspuren
>> Die Mitgliedfirmen des Branchenverbandes SWISSMECHANIC spüren den starken Franken und melden deutlich tiefere Quartalszahlen als vor drei Monaten. 15% der befragten Unternehmen werden für die Zukunft Massnahmen ergreifen und in erster Linie Vakanzen in der Belegschaft nicht mehr ersetzen. Zudem werden auch Arbeitszeiterhöhungen und Kurzarbeit Thema sein.
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Noch im Juli dieses Jahres hatten die Mitglieder von SWISSMECHANIC – grösstenteils kleinere Unternehmen der Maschinen-, Blech- und Werkzeugbranche – in der Quartalsumfrage ihres Verbandes einen guten Geschäftsgang gemeldet. Ihr Blick in die nähere Zukunft war allerdings damals schon getrübt. Diese Skepsis ist durch die neuesten Umfrageergebnisse bestätigt worden. Der Bestellungseingang der letzten drei Monate liegt so tief wie noch nie, seit die Befragung im 3. Quartal 2010 ersmals durchgeführt wurde. Er nahm gegenüber dem Vor-Quartal um 16.6% ab. Noch verharrte die Auslastung der Produktionskapazität auf hohen 95%. Aber der Bestellungsvorrat sank gegenüber dem letzten Quartal um einen Fünftel auf das Niveau, das er schon im gleichen Quartal 2010 aufwies. Und die nächsten drei Monate schätzen die Unternehmen sehr pessimistisch ein: 40% gehen von einer abnehmenden Auftragslage aus, 50% von einer gleichbleibenden und nur 8% von einer zunehmenden. 2% machen keine Angabe.
Zu schaffen macht den Unternehmen insbesondere auch der starke Franken. Zwar beträgt der Exportanteil unverändert nur 15%, und der Importanteil aus dem Euroraum für Rohstoffe, Werkzeuge etc. liegt sogar nur bei 10%. Ausserdem bezahlte lediglich ein Drittel unter ihnen diese Einkäufe ausschliesslich in Schweizer Franken, und die meisten erhielten dabei währungsbedingt preisliche Ermässigungen. Trotzdem macht drei Viertel aller Mitglieder der starke Schweizer Franken ziemlich oder sogar sehr grosse Probleme. 15% haben deshalb Massnahmen ergriffen, weitere 8% planen dies für die nähere Zukunft. In erster Linie werden Vakanzen in der Belegschaft nicht mehr ersetzt, und es werden Arbeitszeiterhöhungen und Kurzarbeit verfügt. <<
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