Starker Roboter mit 160 Muskeln

Die Mensch-Maschine

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93 Motoren für 160 Muskeln

Die Forscher des Jouhou System Kougaku Laboratoy (JSK) der Universität Tokyo haben sich beim Antriebssystem für Motoren von Maxon entschieden. Die 160 Muskeln von Kenshiro werden von 93 maxon-EC-(BLDC-)Motoren kontrahiert. Wobei bei der Kontraktion von speziellen Muskeln, wie beispielsweise bei den Bauch- und Brustmuskeln, nur ein Motor für den Antrieb sorgt. Dafür werden die bürstenlosen Motoren EC 16 und EC 22 aus Sachseln verwendet. Die elektronisch kommutierten Servomotoren zeichnen sich speziell durch ein günstiges Drehmomentverhalten, hohe Dynamik, einen extrem grossen Drehzahlbereich und ihre hohe Lebensdauer aus. Für die Kontraktion der Muskeln sind starke BLDC-Motoren erforderlich, deshalb verfügen die verwendeten Antriebe über 60 bis 100 Watt. Ein wichtiges Argument für die Motorwahl war auch die Temperaturentwicklung des Motors. Denn eine Kühlung im Roboter ist nicht möglich, deshalb ist es laut Prof. Kei Okada sehr wichtig, dass die Motoren sehr wenig Wärme entwickeln.

Kopie des menschlichen Körpers

Das JSK baut bereits seit 1980 verschiedene Roboter – angefangen von verschiedenen Service-Robotern, Industrierobotern bis hin zu den menschenähnlichen Robotern wie Kenshiro. Genau wie seine Vorgänger Kenta, Kotaro, Kojiro, Kenzoh hat er das Ziel, den menschlichen Körper so exakt wie möglich zu kopieren. Dazu ist jedoch auch ein menschenähnliches Aussehen erforderlich. Deshalb arbeiten die japanischen Wissenschaftler derzeit an der Entwicklung von einer Haut für den Roboter. In naher Zukunft soll Kenshiro auch mit seiner Umwelt noch aktiver interagieren können. Nächstes Ziel ist es dann, dass Kenshiro länger und stabil laufen kann. <<

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