Forschungspreis Dr. Emil Sauter gewinnt den Fritz Studer Award 2023

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Zum siebten Mal vergab die Fritz Studer AG ihren Forschungspreis, den «Fritz Studer Award». Dieses Mal ging der mit CHF 10 000 dotierte Preis an Dr. Emil Sauter vom Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigung der ETH Zürich.

Dr. Emil Sauter, Sieger des Fritz Studer Awards 2023.(Bild:  Fritz Studer AG)
Dr. Emil Sauter, Sieger des Fritz Studer Awards 2023.
(Bild: Fritz Studer AG)

Gesucht: Umsetzbare Lösungen zur Stärkung der Innovationskraft

Der Fritz Studer Award richtet sich an Absolventinnen und Absolventen europäischer Universitäten sowie Hochschulen technischer Fachrichtungen. Gesucht waren kreative Ideen und Lösungen im Bereich der Maschinenindustrie. «Die Ziele des Forschungspreises sind zum einen Arbeiten, welche die Innovationskraft der Maschinenindustrie mit umsetzbaren Lösungen stärken und zum anderen wollen wir damit auch den technisch-wissenschaftlichen Nachwuchs fördern», formuliert Dr.-Ing. Frank Fiebelkorn, Leiter Forschung und Technologie der Fritz Studer AG.

Konkret sollten sich die Themen den folgenden Schwerpunkten widmen:

  • Innovative Maschinenkonzepte oder Komponenten für Werkzeugmaschinen der Präzisionsbearbeitung
  • Alternative Werkstoffe im Maschinenbau
  • Simulationsmodelle zum dynamischen und thermischen Verhalten von Werkzeugmaschinen
  • Steuerungs- und Sensorkonzepte für Werkzeugmaschinen
  • Neue oder weiterentwickelte Fertigungstechniken, speziell in der Hartfeinbearbeitung, wie Schleifen, Hartdrehen etc.

Mehrere Studien-, Masterarbeiten und Dissertationen sind bei Studer eingegangen und wurden von einer fachkundigen Jury ausgewertet. Diese setzte sich zusammen aus den Herren

  • Prof. Dr.-Ing Konrad Wegener, inspire – Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigung an der ETH Zürich,
  • Dr.-Ing. Hans-Werner Hoffmeister, ehemaliger Abteilungsleiter Fertigungstechnik am Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der TU Braunschweig und
  • Dr.-Ing. Frank Fiebelkorn, Leiter Forschung und Technologie der Fritz Studer AG.

Kriterien für die Bewertung der Arbeiten waren beispielsweise die Umsetzbarkeit der Erkenntnisse in der Maschinenindustrie, Neuheitsgehalt und Qualität der Idee der Forschungsarbeit, wissenschaftlicher Gehalt, Form sowie die Richtigkeit der Aussagen und Ergebnisse.

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Gefunden: Neuartiges Überwachungssystem für das Aussenrundschleifen

Mit dem Thema «Detection and avoidance of thermal damage for high-performance metal grinding processes using hybrid machine learning models» konnte Dr. Emil Sauter die gesamte Jury überzeugen.

Seine Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines neuartigen Zustandsüberwachungssystems für das Aussenrundschleifen mit metallisch gebundenen CBN-Werkzeugen, welches thermische Schäden in-situ erkennt und die verbleibende Nutzungsdauer von Schleifwerkzeugen relativ genau voraussagt. Mit Prozesskenngrössen wie Körperschall, Spindelstrom, Kraftkenngrössen etc. und durch die Nutzung von Zeit-Frequenz­Transformationen werden Prozessmerkmale eines Schleifprozesses generiert, um verschiedene Stufen einer thermischen Schädigung des Werkstücks mit hoher Genauigkeit zu erkennen. Weiterhin kann die verbleibende Werkzeuglebensdauer abgeschätzt werden. Generell zeigt diese Arbeit mit ihren vielen industriellen praxis­orientierten Versuchen ebenso, dass Methoden des maschinellen Lernens auch in der Schleiftechnik zu einer höheren Produktivität und verbesserter Bauteilqualität führen. (neu)

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