Ein Jungunternehmer an der Spitze der Sektion Schaffhausen

Redakteur: Redaktion SMM

Konrad Stadelmann, seit 2008 Präsident der Swissmechanic Sektion Schaffhausen, gibt Auskunft zu Verbandsfragen, dem 30-Jahr-Jubiläum der Sektion Schaffhausen und dem Berufsbildungsfonds.

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Swissmechanic: Sie wurden an der Generalversammlung der Sektion Schaffhausen im Jahre 2008 zum neuen Präsidenten der Sektion Schaffhausen gewählt. Was war Ihre Motivation dieses Amt zu übernehmen?Konrad Stadelmann: Man darf schon fast behaupten, dass ich dieses Amt im «Zwangsvollzug» übernehmen musste. Schaffhausen ist ein kleiner Kanton und entsprechend klein ist auch die Sektion. Aus beruflichen Gründen musste der bisherige Präsident demissionieren, und da ich schon seit einigen Jahren im Vorstand für den Bereich der Berufsbildung zuständig war, hatte ich schlussendlich die Ehre zum Nachfolger und neuen Verbandspräsidenten gewählt zu werden. Zusammen mit meinem Vizepräsidenten, Urs Renggli, wurde jedoch klar kommuniziert, dass wir vorerst für drei Jahre für unsere Ämter zur Verfügung stehen. Was nach Ablauf dieser Frist weiter passieren wird, wissen wir zurzeit noch nicht.In diesem Jahr stehen in der Sektion Schaffhausen grosse Festivitäten an. So wird die Sektion in diesem Jahr ihr 30-Jahr-Jubiläum feiern dürfen. In welchem Rahmen werden die Feierlichkeiten stattfinden?Vor 30 Jahren wurde unsere Sektion im Restaurant zum alten Schützenhaus in Schaffhausen gegründet. Demzufolge werden wir auch diese Jubiläumsversammlung am Gründungsort durchführen. Anschliessend an die Versammlung findet für unsere Mitglieder und die geladenen Gäste, u.a. unsere Regierungsrätin Frau Rosmarie Widmer Gysel, die Präsidenten der befreundeten Swissmechanic-Sektionen aus den angrenzenden Gebieten sowie aus der Dachorganisation den Verbandspräsidenten und den Direktor, ein kleiner Festakt statt. Vorgesehen ist nebst dem gemütlichen Beisammensein ein Rahmenprogramm, wo man die Verbandsgeschichte der vergangenen 30 Jahre nochmals Revue passieren lassen wird.Wenn wir auf die verbleibenden (mindestens) zwei Jahre Ihrer Amtszeit vorausschauen, wie wird sich die Sektion Schaffhau-sen entwickeln? Wird sie weiter wachsen, wird sie stagnieren oder im Zeichen der momentanen schwierigen Wirtschaftslage eher abnehmen?Es gehört selbstverständlich zu unseren Aufgaben immer wieder neue Mitglieder für unsere Sektion zu gewinnen. Zurzeit ist die Situation eher schwieriger geworden. So konnten wir nur nach einem persönlichen Gespräch einige Firmen von einem vorgesehenen Austritt aus der Sektion abhalten. Es ist uns ein Anliegen, speziell Mikrobetriebe und kleine KMU-Betriebe für unseren Verband zu gewinnen. Gerade diese eher kleinen Betriebe sind oft auf Fremdhilfe und Unterstützung angewiesen. Sei dies in der Bewältigung von administrativen, rechtlichen oder unternehmerischen Angelegenheiten, wo die Verbandsunterstützung, durch die Sektion oder auch durch die Dachorganisation dienlich ist. Dank unserer sehr engagierten Sekretärin mit ihrem ausgedehnten Netzwerk, Vreny Stamm, können wir auch politische Anliegen zu Gunsten unserer Unternehmungen einbringen.

Vor wenigen Jahren haben Sie die eigene Ük-Ausbildung zu Gunsten eines mit der Industrie gemeinschaftlich betriebenen Ausbildungszentrums aufgegeben. Welches sind die bisherigen Erfahrungen, dieses Zusammenschlusses?Die ersten Erfahrungen sind durchwegs positiv. Nebst einer verbesserten Infrastruktur steht uns eine professionelle Organisation mit gut ausgebildeten, vollamtlichen Kursleitern zur Verfügung. Diese Entlastung ist merklich spürbar in unserem Sekretariat. Die dadurch gewonnenen zeitlichen Kapazitäten können nun vermehrt direkt für die Anliegen unserer Mitglieder eingesetzt werden oder man nutzt eben auch die Zeit für vermehrte Akquisition von Neumitgliedern. Die Wibilea AG, so heisst das Ausbildungszentrum, wo nebst ÜK-Kursen auch ein- und zweijährige Grundausbildungen angeboten werden, hat sich sehr positiv entwickelt. Als Präsident von Swissmechanic nehme ich dort Einsitz im Verwaltungsrat. Wir hoffen, dass trotz wirtschaftlich eher düsteren Aussichten unser Ausbildungszentrum weiterhin genügend Lernende ausbilden kann.Im Vorfeld der Einführung des Berufsbildungsfonds von SWISSMECHANIC gehörte die Sektion Schaffhausen eher zu den Skeptikern des Fonds. Welche Meinung vertreten Sie heute, rund 4 Jahre nach der Einführung des nationalen Bildungsfonds der Swissmechanic-Dachorganisation.Wir beurteilen heute die Situation als verhalten positiv. Die Komplexität des Fonds und dessen Handling sind für einen Aussenstehenden nicht immer sofort nachzuvollziehen. Schaut man jedoch über die Kantonsgrenzen hinaus, dürfen wir doch sagen, dass wir mit der Lösung des Swissmechanic-Berufsbildungsfonds schlussendlich doch zufrieden sein dürfen.

Als Präsident sind Sie auch Mitglied im Verbandsrat der Dachorganisation. Wie nehmen Sie diese Institution war, was könnte allenfalls verbessert werden oder wo sehen Sie durchaus auch positive Momente dieses Zusammenschlusses?Die Zusammenarbeit im Verbandsrat der Dachorganisation empfinde ich durchaus angenehm. Die Sitzungen sind gut vorbereitet, die notwendigen Dokumente stehen uns zur Verfügung, was auch den zeitlichen Ablauf der Sitzungen positiv beeinflusst. Da der Grossteil der Präsidenten im Verbandsrat ebenfalls Unternehmer sind schätzen sie eine straffe Sitzungsführung, die doch in den meisten Fällen zu konkreten Ergebnissen führt. Ausbaufähig ist bestimmt der gesamte Internetauftritt und das Netzwerk des Verbandes. Hier wäre eine vermehrte Professionalisierung auch zur Vermeidung von Fehlern bestimmt angebracht. Ansonsten erachte ich die Zusammenarbeit mit der Dachorganisation als problemlos und angenehm.Vielen Dank für Ihre klaren Aussagen.

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