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Faserstrukturen können ideal benetzt werden
Im Unterschied zu bisherigen Spritzgussverfahren für Faserverbundwerkstoffe, bei denen sich lediglich Kurzfasern verarbeiten liessen, kann man in der Prototypanlage direkt endlosfaserverstärkte Verbundstrukturen einlegen und mit einer sehr niedrigviskosen Kunststoffmatrix infiltrieren.
«Wir haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die In-situ-Polymerisation von thermoplastischen Matrixmaterialien funktioniert. Dazu lassen wir Monomere, also sehr reaktionsfähige Moleküle, direkt in der Anlage polymerisieren. Die Monomere verfügen über kürzere Molekülketten als Polymere und damit über eine niedrigere Viskosität. Die reaktive Kunststoffmatrix ist bei der Verarbeitung ähnlich viskos wie Wasser. Somit können die Faserstrukturen ideal benetzt werden, ohne die Strukturen in der Form zu verschieben», erklärt Berg.
Die Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe (AVK) hat das ICT und die Engel Austria GmbH für die neue Technologie im Oktober mit einem AVK-Innovationspreis in der Kategorie «Verfahren» ausgezeichnet. <<
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