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Mit FDM-Verfahren wenig Aufwand bei der Fertigung des Werkzeugs
Die Entscheidung, wann und wo Produktionswerkzeuge oder Vorrichtungen eingesetzt werden fällt, wenn die Rentabilität der Investition erwiesen ist. Da sich die Investition mit der additiven Fertigung schnell amortisiert und Hindernisse, die einer Lösung im Weg stehen, überwiegend aus dem Weg geräumt werden, sind Kosten leichter zu rechtfertigen. Die additive Fertigung von Produktionshilfsmitteln vereinfacht Prozesse, senkt Kosten und verkürzt die Durchlaufzeit.
Kommt das Stratasys-FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling) als additives Fertigungsverfahren zum Einsatz, besteht der Prozess aus lediglich drei Schritten: Erstellung der CAD-Datei, Fertigung des Werkzeugs und dessen anschliessende Nachbearbeitung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fertigungsverfahren erfordert diese Technik nur wenig Erfahrung und minimalen Arbeitsaufwand.
3D-Druck
Additive Manufacturing im Maschinenbau auf dem Vormarsch
Häufig lassen sich Montagewerkzeuge und Vorrichtungen mit einem Arbeitsaufwand von unter einer Viertelstunde fertigen. Aber vor allem ist für ihre Herstellung keine grosse Einarbeitung in den Prozessablauf und auch keine Vorerfahrung nötig. Das FDM-Verfahren stellt also die ideale Möglichkeit dar, Produktionshilfsmittel eigenständig zu fertigen. Natalie Williams, Qualitätsmanagerin bei Thogus Products, ein in der Spritzgussbranche tätiges Unternehmen, das sich auf die Kleinserienfertigung und hochentwickelte Materialien spezialisiert hat: „Es ist nun so viel einfacher, eine Vorrichtung zu modellieren und selbst auszudrucken als sie zu entwerfen und durch eine externe mechanische Werkstatt bearbeiten zu lassen“.
Durchlaufzeit bei Fertigung von Montagevorrichtungen verkürzen
Für Thogus ist die additive Fertigung einfach und schnell. „Für eine KMG-Vorrichtung mit zwölf Kavitäten betrug die Bearbeitungszeit bei externer Vergabe sieben bis zehn Tage. Nun konnte ich sie über Nacht fertigen“, so Williams. Hersteller, die zur Fertigung individueller Montagevorrichtungen 3D-Drucker von Stratasys verwenden, können häufig die Durchlaufzeit um 40 bis 90 % verkürzen. Dank additiver Fertigung lässt sich die Rentabilität durch die Kostensenkung für Montagewerkzeuge oder Vorrichtungen beträchtlich steigern. Üblicherweise realisieren Unternehmen im Vergleich zu ausgelagerten Vorrichtungen, die maschinell bearbeitet oder gefertigt werden, Einsparungen von 70 bis 90 %.
Bei der Zwölffachvorrichtung von Thogus lag die Einsparung bei 87 %. Dadurch, dass der Prozess der Werkzeugfertigung mit additiven Verfahren schneller und kostengünstiger wird und somit eine höhere Anzahl an Montagewerkzeugen, Vorrichtungen und sonstigen Produktionshilfsmitteln hergestellt werden kann, lässt sich auch der Gewinn steigern.
Mit additiver Fertigung ist es auch möglich, die Leistung der Werkzeuge zu optimieren. Früher wurden für den Auftrag akzeptable Werkzeugkonstruktionen eingesetzt. Aufgrund des Aufwands, sie neu zu gestalten und herzustellen, wurden nur solche überarbeitet, die unzureichend funktionierten. Bei den anderen wären die zu erwartenden Einsparungen möglicherweise zu gering gewesen und hätten keine weitere Investition in das Werkzeug gerechtfertigt.
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