Gelungene Delegierten­versammlung 2009 in Thun

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Samstag-Frühprogamm - auf der höchsten Pyramide der Welt

hw. Am Samstag traf sich ein grosser Teil der Delegierten mit Partnerin bereits kurz nach 8 Uhr vor dem Hotel und fuhren mit dem Car nach Mülenen, an die Talstation der Niesenbahn. Kühl war es, das Wetter versprach jedoch schön zu werden. Bestens organisiert durch die Gastgeber brachte die Bahn in Etappen die gespannten Besucher in die Höhe, an die Sonne, in den ersten Schnee des Winters, auf den Gipfel des Niesen. Mit seinen 2362 mü.M. bot der freistehende Gipfel eine grossartige Aussicht rundum in die Berner Alpen, über den Thuner- und Brienzersee, vom Jura bis in die Innerschweiz, von Horizont zu Horizont. Zu Recht und mit Stolz bezeichnen die Oberländer ihren Niesen als die höchste Pyramide der Welt! Ebenso stolz über den gelungenen Anlass betreuten die Mitglieder der Sektion Bern ihre Gäste perfekt. Diese wiederum waren hoch erfreut vom Gipfelglück, stapften und rutschten gut gelaunt im Schnee und an der Sonne zum Berghaus Niesen Kulm, rieten über die Namen der tausend Gipfel und bedienten sich hungrig gespannt am tollen Frühstücksbuffet. Eine Bergwanderung macht hungrig! Um 11 Uhr hiess es dann bereits wieder: «Alles einsteigen zur Talfahrt an die Delegiertenversammlung!» Der rundum gelungene Ausflug hatte viel Freude bereitet und wird in toller Erinnerung bleiben. Die Unterländer bedanken sich dafür herzlich.

Begleitprogramm

Über 60 Personen nahmen die Gelegenheit wahr, um am Ausflug zur Schautöpferei in Heimberg teilzunehmen. Die Daniel-Howald-Erlebnistöpferei ist ein bekanntes Ausflugsziel, das nebst der Schautöpferei auch eine Keramikschule und einen Kleintierzoo und weitere Attraktionen bietet. Auf rund 1200 m2 Verkaufsfläche können Keramik- und Glasmanufakturen bestaunt und selbstverständlich auch gekauft werden. Im Töpferei-eigenen Café/Restaurant genoss man nach dem interessanten Besuch noch eine kleine Zwischenverpflegung, bevor man per Reisebus wieder zurück nach Thun gefahren wurde.

Traditioneller Galaabend und Abschluss

Traditionsgemäss gehört das grosse Galaprogramm zum Höhepunkt der zweitägigen jährlich wiederkehrenden Veranstaltung des Verbandes. OK und Hotel-Management wurden vor eine echte Herausforderung gestellt. Anstatt der erwarteten etwa 150 Gäste wollten beinahe 180 Delegierte samt Begleitung es nicht versäumen, den Abend im Swissmechanic-Kreis zu geniessen. Unter der Leitung des OK-Präsidenten Christian Arn gelang es der Sektion Bern, ein wohltuend schlichtes Abendprogramm zusammenzustellen. Schwerpunkt des Abends war eindeutig das feine Nachtessen, verbunden mit der Möglichkeit, ohne zusätzliches Strapazieren der Stimmbänder, mit seinen näheren oder weiter entfernt sitzenden Tischnachbarn zu diskutieren und sich zu unterhalten.

Bei vorgerückter Stunde sorgte im Foyer des Hotels mit sanften Klängen auf dem Piano für gute Stimmung, und gar manche altgediente Swissmechanicer liessen es sich nicht nehmen, nochmals das Tanzbein zu schwingen.

Abschliessend sei den Organisatoren unter der Leitung des OK-Präsidenten der Sektion Bern herzlich für den gelungenen Anlass gedankt. So bleibt den Delegierten nichts anderes übrig, als sich bereits auf die kommende 71. Delegiertenversammlung der gastgebenden Sektion Glarus zu freuen.

70. ordentliche Delegiertenversammlung

Bevor OK-Präsident Daniel Arn das Zepter zur Durchführung der ordentlichen Delegiertenversammlung dem Präsidenten der Swissmechanic-Dachorganisation übergab, richtete die Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbandes SGV und Präsidentin der Berner KMU, Frau Kathrin Anderegg-Dietrich, sich an die Anwesenden. Auf sympathische Art richtete sie ihre Grussbotschaft an die jubilierende Sektion sowie an die Delegierten des Verbandes.

Im Jahresbericht verwies Felix Stutz als Präsident der Dachorganisation auf den im Voraus abgegebenen schriftlichen Jahresbericht. Hinsichtlich der für viele Betriebe eher schwierigen allgemeinen Wirtschaftslage wies er in seinem Referat nochmals darauf hin, dass der Auslöser der Krise bei der Finanzbranche zu suchen sei. Er wünscht sich, dass die Finanzinstitute die internen Kontrollen und Aufgaben genauso exakt vornehmen, wie sie ihre Kunden, nämlich uns als KMU-Unternehmen, prüfen. Den wirklichen Schaden dieser Krise hätten einmal mehr vor allem Unternehmen zu tragen, in denen echte und reale Wertschöpfung geschieht.

Der Unternehmenserfolg sei auch gefährdet, wenn unser Ausbildungssystem nicht verteidigt werde. Unser duales/triales Ausbildungssystem ist einzigartig und stark!

«Auch Starkes braucht Veränderung und Weiterentwicklung, aber nicht so wie in den letzten Monaten vorgeschlagen. Wieso muss die Maturitäts-Quote in der Schweiz wesentlich gesteigert werden, wie dies im Zusammenhang mit dem Weissbuch über die Bildung gefordert wird? Es gilt dieser Forderung vehement entgegenzutreten. Es liegt an uns als Verband, aber auch an jedem einzelnen Unternehmen, die Vorzüge unseres Bildungssystems hervorzuheben.»

- Nur in Betrieben werden die Jungen für den Arbeitsmarkt gut vorbereitet, deshalb haben wir eine tiefe Jugendarbeitslosigkeit. Kurze Zeit ohne Arbeit, echtes Bemühen um eine Arbeitsstelle schadet auch nicht.

- Es wird in den Berufen ausgebildet, in denen die Berufsleute auch von der Wirtschaft benötigt werden.

- Die Abschlüsse müssen ausgewogen sein, d.h. für mich: je höher die Qualifikation, desto weniger Abschlüsse, gleich einer Pyramide. Nur durch diese Ausgewogenheit können wir im internationalen Wettbewerb bestehen. Genau hier sind wir mit unseren Berufen gut positioniert. Einer breiten Grundausbildung schliessen sich diverse Weiterbildungen an. Wie z.B. der Lehrgang Fertigungstechniker mit der Berufsprüfung Fertigungsfachmann nach einem Jahr oder ein Studium einer Fachhochschule bis hin zum Grundlagenforscher mit einem ETH-Abschluss.

Als Verband benötigen wir auch zukünftig engagierte Vertreter aus der Wirtschaft in der Grundbildung und der Weiterbildung, nur so können wir unsere Bildungen bedarfsgerecht weiterentwickeln.

Mit viel Applaus wurde vom Plenum der ergänzende Jahresbericht des Präsidenten verdankt und genehmigt.

In seinem Jahresbericht und bei der Präsentation der Jahresrechnungen informierte der Verbandsdirektor Robert Z. Welna über die Aktivitäten im Zentralsekretariat und in den Tochtergesellschaften.

Zentralsekretariat - Verbandsrechnung Swissmechanic

Mit Fr. 6468471.09 Einnahmen gegenüber Fr. 6145000.- Budget schliesst die Rechnung um Fr. 323471.09 besser ab. Trotz zusätzlichen Aufgaben konnten die Kosten gegenüber dem Budget eingehalten werden. Mit Fr. 6156311.14 effektivem Aufwand gegen-über Fr. 6150000.- budgetiertem Aufwand ist die Abweichung von weniger als 1% vernachlässigbar. Der Jahresgewinn wird mit Fr. 312159.94 ausgewiesen (Budget Fr. 95000.-).

VMTW - Verband mechanisch-technische Weiterbildung

Der VMTW erzielte im Berichtsjahr 2008 einen erfreulichen Jahresgewinn von Fr. 115644.52. Dem Ertrag von Fr. 1530064.69 stehen Aufwendungen in der Grössenordnung von Fr. 1414420.17 gegenüber. Ohne die ausserordentlichen Zuschüsse (Subventionszahlungen des Bundes über die vergangenen 3 Rechnungsperioden von Fr. 321906.- und dem Jahresbeitrag aus dem Berufsbildungsfonds von Fr. 300000.-) müsse ein Defizit von über einer halben Million Franken ausgewiesen werden.

Mit Hansjürg Winzeler übernahm per 1. August 2009 ein neuer Geschäftsführer die Leitung der Tochtergesellschaft. Als Unterstützung im administrativen Bereich wurde Frau Daniela Krähenbühl Mitte Jahr verpflichtet.

Swissmechanic-Berufsbildungsfonds

Der Swissmechanic-Berufsbildungsfonds ist eine Erfolgsgeschichte. Anders als bei Berufsbildungsfonds mit Allgemeinverbindlichkeit oder bei kantonalen Fonds kennt unser Fonds keine Abgrenzungsprobleme zwischen einzelnen Berufsgruppen, die des Öfteren zu Streitereien unter den betroffenen Verbänden geführt hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Fonds, speziell zu den kantonalen Fonds, ist die Transparenz über die Mittelverwendung jederzeit transparent und nachvollziehbar. Ebenso können die administrativen Aufwendungen äusserst gering gehalten werden und belasten das Budget des Fonds nicht.

Die Gesamteinnahmen aus dem Berufsbildungsfonds betrugen im Jahr 2008 Fr. 2034068.-. Davon gingen Fr. 1196400.- oder 58,8 % direkt an die Lehrlingsbetriebe. Je Fr. 300000.- oder 14,75% gingen an die Swissmechanic-Grundbildung und an den VMTW. Die restlichen Fr. 227448.- oder 11,18% wurden der Stiftung überwiesen. Die Stiftung beteiligte sich im Berichtsjahr zusätzlich mit Fr. 76625.65 an diversen Projekten.

Swissmechanic Immobilien AG

Die Brutto-Mietzinseinnahmen betrugen im abgelaufenen Jahr Fr. 238512.- Das Jahresergebnis (nach Steuern) beträgt Fr. 21024.63 Einer genaueren Prüfung werden die Nebenkosten unterzogen, die mit 43255.75 oder 18,13% verhältnismässig hoch sind.

Wie im Finanzplan vorgesehen, werden per 30.6.09 die ersten Fr. 200000.- gegenüber Dritten zurückbezahlt werden. Die Bilanzsumme beläuft sich auf Fr. 4020200.89. Die Hypothekarschuld bei der Thurgauer Kantonalbank wird mit 2,0 Millionen Franken ausgewiesen.

Vielseitige Palette an Verbandsaufgaben

Präsident Felix Stutz informierte die Delegierten über die wichtigsten Projekte des Verbandes. Dank einem transparenten Informationssystem können die chargierten Funktionäre des Verbandes jederzeit Einblick in den Stand der einzelnen Projekte nehmen.

Es bleibt unbestritten, dass in den vergangenen Jahren die Verbandsaufgaben stetig zugenommen haben. Insbesondere die im Umfeld des neuen Berufsbildungsgesetzes notwendigen Berufs-reformen haben verschiedene zusätzliche Bildungsprojekte ausgelöst. Projekte in der Grund- und Weiterbildung, die das Ziel haben, unseren Unternehmen kurz-, mittel- und langfristig eine in qualitativer und quantitativer Hinsicht notwendige Anzahl Nachwuchskräfte zur Verfügung zu stellen.

Viel Aufwand erfordert ebenfalls immer wieder der Versuch von aussen, einen Teil unserer Unternehmen der Allgemeinverbindlichkeit eines Gesamtarbeitsvertrages zu unterstellen. Nebst diesen beiden Aufgabenschwerpunkten gibt es sich wiederholende Aufgaben, wie die Weiterentwicklung unserer Branchenlösung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, die Organisation des Gemeinschaftsstandes an der alle zwei Jahre stattfindenden Swisstech sowie weitere Aufgaben in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Politik und Recht.

Gleichbleibende Jahresbeiträge

Auf Antrag von Vorstand und Verbandsrat wurde beschlossen, die Mitgliederbeiträge für das Jahr 2010 und die Kostenbeteiligung am Berufsbildungsfonds nicht zu erhöhen.

Budget 2010 und Finanzplanung bis 2013

Das vom Verbandsdirektor vorgelegte Budget wurde genehmigt. Ebenfalls Zustimmung fand die vorgestellte Finanzplanung bis ins Jahr 2013. Sie sieht bis ins Jahr 2013 weiterhin eine positive Finanz-entwicklung vor. Besondere Beachtung soll auch einer gesunden Liquidität der Verbandskasse geschenkt werden. Bei gleichbleibenden Mitteln aus den Jahresbeiträgen sieht die Finanzplanung für das Jahr 2013 nur noch ein ausgeglichenes Budget vor.

Nachwahlen

estätigt wurden im Verbandsrat Roland Goethe, Sektion Glarus, als Nachfolger von Heinz Zingg, und erstmalig Prof. Dipl. Ing. René Schmutz als Verbandsratsdelegierter des in den Verband aufgenommenen Forums Blech.

71. Delegiertenversammlung bei der Sektion Glarus

Nach der grössten Sektion wird die kleinste Sektion, die Sektion Glarus, die 71. Delegiertenversammlung organisieren.

Präsident Felix Stutz führte zügig und kompetent durch die 70. ordentliche Delegiertenversammlung. Die anwesenden Gäste, Ehrenmitglieder, Delegierte und Funktionäre bedanken sich beim umsichtigen Präsidenten für die Sitzungsleitung und seine Arbeit während des Berichtsjahres.