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Beispielhaftes Fräsmodell
Gewissermassen eine «Sondernutzung» der Endura im Vorführzentrum stellt ein Flugzeugmodell dar, das Fooke als Exponat für diverse Messeauftritte gefräst hat. Für diese Aufgabe holten sich die Maschinenbauer einen Vertreter der Firma Vero Software mit an Bord. WorkNC-Spezialist Walter Schmidt, der auch bei anderen Anwendungsfällen Hilfestellung anbietet, übernahm die Programmierung des Flugzeugmodells. Für Michael Nagel und sein Team ist ein solches gemeinsames Projekt wichtig, wie er erklärt: «Die Programmierung der Maschine nimmt etwa 30 Prozent unserer Arbeitszeit in Anspruch. Somit sind wir keine Spezialisten, was die zahlreichen verschiedenen Möglichkeiten von WorkNC anbelangt. Mit diesem intensiven Projekt, das sich über mehrere Wochen erstreckt hat, konnten wir viele Erfahrungen sammeln und den Kontakt zu Vero intensivieren.»
Gefräst wurden ein 1400 Millimeter langer Flugzeugrumpf aus Aluminium sowie separat die beiden Flügel. Walter Schmidt setzte zur Programmierung die WorkNC-Softwareversion «2016R1» ein, die erst im Herbst auf den deutschen Markt kommt. So kann er schon vorab Erfahrungen sammeln, die dann wiederum den Kunden zugutekommen. Um besonders effizient zu sein, nutzt er die neue Strategie «Waveform», mit der besonders dynamisches Fräsen möglich ist: «Sie hat den grossen Vorteil, dass das Werkzeug runde, sehr glatte Bewegungen ausführt. Es fährt gewissermassen spiralförmig ins Bauteil und schält das Material heraus. Da ein Vollschnitt vermieden wird, kann man – wie hier beim Flugzeugmodell – mit einem 52er-Werkzeug und 5 Millimeter Tiefenzustellung arbeiten. Die Strategie funktioniert übrigens nicht nur bei Aluminium. Ich habe damit auch schon bei Stahlwerkstoffen sehr gute Erfahrungen gemacht.» Durch die Vollschnittvermeidung lassen sich höhere Schnittgeschwindigkeiten sowie eine längere Werkzeugstandzeit realisieren und am Ende ein Produktivitätsvorteil erzielen.
Den Flugzeugrumpf konnte Walter Schmidt mit einem Vorschub von 20 Meter pro Minute schruppen: «Hierbei kommen uns natürlich die homogenen Fräsbahnen entgegen, bei denen sich die Dynamik der Maschine voll entfalten kann.» Beim Schlichten liegt die wesentliche Herausforderung in den dünnen Wandstärken der Flügel und am Heckruder, die möglichst schwingungsfrei zu bearbeiten sind, um die gewünschte Oberflächengüte zu erzeugen. Und ein Ausstellungsstück muss auch hohen optischen Anforderungen genügen. So gesehen ist die gewählte Vorschubgeschwindigkeit von 8 Meter pro Minute beim Schlichten durchaus beachtlich. Kunden nutzen – entsprechend ihrer Anforderungen – Vorschübe bis 20 Meter pro Minute. Walter Schmidt sieht in diesen Ergebnissen einen Beleg für die hervorragende Bewegungsführung der Maschine: «Ein Ergebnis wie bei unserem Flugzeugmodell kann man nur erreichen, wenn die Qualität von NC-Programm und Maschine hoch ist und die beiden optimal aufeinander abgestimmt sind.»
Kombination aus 3- und 5-Achs-Bearbeitung
Eine weitere Herausforderung für die Bearbeitung ist die Kombination aus 3- und 5-Achs-Fräsen. Wobei die fünfachsige Programmierung in WorkNC im Vergleich zu anderen CAM-Systemen sehr einfach ist. Schon seit Jahren stellt es die Funktion «Auto5» zur Verfügung, die aus existierenden 3-Achs-Bahnen quasi auf Knopfdruck 5-Achs-Fräsbahnen generiert. «Wir haben in WorkNC sämtliche Spannmittel abgebildet, so dass wir genau analysieren beziehungsweise simulieren können, wie die simultane 5-Achs-Bearbeitung abläuft», erklärt Walter Schmidt. Lobend fügt er hinzu: «Die Endura-Maschinen sind tatsächlich zu hochdynamischem simultanem 5-Achs-Fräsen in der Lage, was bei vielen anderen Grossmaschinen noch in den Kinderschuhen steckt.»
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