Georg Fischer schreibt Verlust

Redakteur: Redaktion SMM

Die weltweite Wirtschaftskrise hatte 2009 tiefgreifende Auswirkungen auf Georg Fischer. Der Gesamtumsatz ging um über 30 Prozent zurück, was zu einem Konzernverlust von gut 200 Mio. CHF führte.

Anbieter zum Thema

Von den drei Unternehmensbereichen spürte GF AgieCharmilles verzeichnete den grössten Einbruch. Die Unternehmensgruppe spürte die Investitionszurückhaltung ihrer Kunden weltweit und in allen Geschäftsbereichen. Auch GF Automotive musste insbesondere im ersten Halbjahr deutliche Einbussen hinnehmen. Die schwache Nachfrage nach Pkw und Nutzfahrzeugen in Europa und Nordamerika wurde durch den Lagerabbau bei den Automobilherstellern zusätzlich verstärkt. Die Unternehmensgruppe GF Piping Systems konnte sich dagegen besser behaupten, denn sie bedient breiter diversifizierte und weniger zyklische Märkte.Um die Liquidität zu sichern und die Kosten spürbar zu senken brachte GF bereits in der ersten Jahreshälfte 2009 ein umfassendes Strukturprogramm auf den Weg. Die Kosten konnten gegenüber dem Vorjahr um CHF 430 Mio. gesenkt werden. Einschliesslich Restrukturierungskosten in Höhe von CHF 90 Mio. und Goodwill-Abschreibungen von CHF 53 Mio. betrug der operative Verlust insgesamt CHF 201 Mio. In den vergangenen Wochen und Monaten war eine leichte Nachfragebelebung zu beobachten. Grund ist eine Zunahme der Produktion und der Investitionen vor allem in Asien, aber auch in einzelnen Branchen in Europa, wie beispielsweise der Automobilindustrie. Erst im Verlauf des Jahres wird sich zeigen, ob die aktuelle Belebung der Nachfrage nachhaltig ist. Sollte dies der Fall sein, ist, gemäss Unternehmensangaben sogar ein ausgeglichenes Konzernergebnis in 2010 möglich.