Geräte für minimalinvasive Chirurgie
Der Tessiner Medizintechnikhersteller Medacta entwickelt und produziert Instrumente und künstlichen Gelenkersatz für die minimalinvasive Operationstechnik Amis. Zur Schulung der Ärzte hat das Unternehmen ein spezielles Ausbildungsprogramm entwickelt. Vom 11. bis 13. September fand in Zürich der erste Weltkongress für diese spezielle Technik statt.
Anbieter zum Thema
Die Amis-Operationstechnik ist ein bedeutender Fortschritt in der orthopädischen Fachwelt. Die sozialen und ökonomischen Vorteile dieser neuartigen Operationstechnik sind: verkürzter Spitalaufenthalt und Rehabilitation. Dadurch kehren die Patienten schneller zu ihren täglichen Aktivitäten zurück.
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Hüftgelenkersatztechniken, bei denen der Chirurg den Muskel durchtrennt, um das Hüftgelenk des Patienten zu ersetzen, ist Amis (Anteriore Minimalinvasive Operationstechnik) eine Hüftoperationstechnik, bei der keine Muskeln durchgeschnitten werden.
Neue Instrumente und angepasste Schaftform
Dr. med. Frédéric Laude von der Privatklinik Centre Médico Chirurgical Paris V erklärt dazu: «Das Grundprinzip dieser Methode gibt es eigentlich schon seit 50 oder 60 Jahren. Aber nur ganz wenige Ärzte kannten sie und noch vor zehn Jahren war es fast unmöglich, geeignete Instrumente dafür zu finden.»
Mit Medacta wurden deshalb die entsprechenden Instrumente entwickelt wie beispielsweise das mobile Bein-Positioniersystem und das Operationssystem Amis. Auch die Schaftform der Hüftprothese von Medacta wurde an die Operationsmethode angepasst.
Damit beschädigt der Operateur weniger die Knochensubstanz ? der Schaft dringt weniger tief in den Knochen ein und der Knochen muss weniger breit aufgebohrt werden.
